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  • Fast freie Fahrt nach Planungspanne: Umgehung B 255 eröffnet neun Jahre nach Spatenstich

    Westerwaldkreis. Nach neun Jahren Bauzeit ist die Umgehung der Bundesstraße 255 eröffnet worden. Elisa Wetzlar aus Niederahr, geboren im Jahr 2007, durchschnitt das magische Band. Politiker aus Berlin und Mainz waren in den Westerwald gekommen, um dabei sein, wenn die Strecke offiziell freigegeben wird.

    Umgehung eröffnet: Elisa Wetzlar (3. von rechts) aus Niederahr durchschnitt zusammen mit Rainer Bomba (5. von links) und Andy Becht (2. von rechts) das magische Band. Foto: Sascha Ditscher
    Umgehung eröffnet: Elisa Wetzlar (3. von rechts) aus Niederahr durchschnitt zusammen mit Rainer Bomba (5. von links) und Andy Becht (2. von rechts) das magische Band.
    Foto: Sascha Ditscher

    Die Umgehung Bundesstraße 255 Niederahr/Hahner Stock wird zum ersten Mal komplett und für den öffentlichen Verkehr mit Tausalz gestreut. Kurz darauf strömen Hunderte Menschen herbei, um unter einer Brücke bei Niederahr zuzuschauen, wie die neunjährige Elisa Wetzlar zur Eröffnung das magische Band durchschneidet. Die Neunjährige ist in dem Jahr geboren, in dem der erste Spatenstich zum Bau der Strecke getan wurde: im Jahr 2007. Nun ist sie offen, die Umgehung der B 255, die ab sofort die Gemeinden Niederahr, Oberahr und Ettinghausen von täglich 12 000 Fahrzeugen entlastet. Und nicht nur das, die neue Umgehung entwirrt die wichtige Querverbindung zwischen A 3 und A 45 durch den Westerwald auf 5,7 Kilometern.

    Positiv überrascht gibt sich Lutz Nink, Leiter des Landesbetriebes Mobilität (LBM) in Diez, dass trotz der negativen Schlagzeilen wegen zu eng gebauter Bahnbrückenpfeiler so viele Zuschauer gekommen sind. "Aber vielleicht sind sie ja auch gerade deswegen gekommen", scherzt er. Es sei die richtige Entscheidung gewesen, dass der Bund 52 Millionen Euro in die Hand genommen hat, um es an dieser Stelle in die Infrastruktur zu investieren.

    Staatssekretär Rainer Bomba vom Bundesverkehrsministerium pflichtete ihm bei: "Die Ortschaften werden für die Kinder wesentlich sicherer und für alle lebenswerter." Ein lang gehegter Wunsch ginge in Erfüllung. Und Hindernisse gibt es bei jedem Projekt, sagt er mit Blick auf die Baupanne an der Bahnbrücke.

     

     

    "Wundern Sie sich nicht, wenn Ihnen heute Abend etwas fehlt", wendet sich Bomba an die Anwohner der B 255 und meint die Geräuschkulisse, die sich künftig auf die neue Umgehungsstrecke verlagert. Sie sei eine wichtige Verbindungsstraße, ein Mosaikstein, den die Region braucht. Deshalb sehe es auch für die Ortsumgehungen Rothenbach und Langenhahn gut aus. Die Prognose für das Jahr 2030 sagt derzeit ein Verkehrsaufkommen von 16 000 Fahrzeugen pro Tag vorher. Darunter viel Schwerlastverkehr.

    Staatssekretär Andy Becht aus dem Wirtschaftsministerium in Mainz bringt die verschiedenen Aspekte in Erinnerung, die mit dem Bau der Umgehung zusammenhängen: Sehr aufwendige Erdarbeiten für 17 Brückenbauwerke, landespflegerische Ausgleichsmaßnahmen, Lärmschutz, Wildschutzzäune sowie sechs Regenrückhaltebecken und der schwierige Bereich der Tongruben seien zu bewältigen gewesen.

    Die kommunale Familie des Westerwaldkreises vertritt Klaus Lütkefedder mit einer kurzen Ansprache, in der er betont, wie wichtig die Umgehung nicht nur für die Gemeinden, sondern für die gesamte Infrastruktur sei. Sie bringt die wirtschaftliche Entwicklung der Region voran. Ihr Bau dürfe aber nicht das Ende der Planungen bedeuten. Im Gegenteil sei er fast schon eine Verpflichtung, zeitnah im oberen Teil des Westerwaldes in gleicher Weise weiterzumachen. Mit einem herzhaften "Hui Wäller?" schließt er sein Plädoyer für den weiteren Ausbau, das die Zuhörer mit einem einstimmigen "Allemol!" bestätigen.

    Von unserer Redakteurin Susanne Willke

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