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  • Planer hält fest: VG Waldbreitbach könnte Flächen für Windräder ausweisen

    Waldbreitbach. Topografie und ein hoher Anteil an Naturschutzflächen machen die Verbandsgemeinde (VG) Waldbreitbach im Hinblick auf die Windkraftnutzung zu etwas „Besonderem“. So drückte es zumindest der Planer aus, der jetzt dem VG-Rat das alternative Standorteignungskonzept vorgestellt hat. Konkret heißt das: Mögliche Potenzialflächen für Windenergieanlagen sind rund um Waldbreitbach rar gesät. Da reicht mal der Abstand zur Wohnbebauung nicht aus, mal genießen naturschutzrechtliche Belange oberste Priorität. Aber: Legt die Kommune beim zur Disposition stehenden Flächennutzungsplan „Windkraft“ gewisse Kriterien an, gibt es durchaus geeignete Areale.

    Waldbreitbach - Topografie und ein hoher Anteil an Naturschutzflächen machen die Verbandsgemeinde (VG) Waldbreitbach im Hinblick auf die Windkraftnutzung zu etwas „Besonderem“. So drückte es zumindest der Planer aus, der jetzt dem VG-Rat das alternative Standorteignungskonzept vorgestellt hat. Konkret heißt das: Mögliche Potenzialflächen für Windenergieanlagen sind rund um Waldbreitbach rar gesät. Da reicht mal der Abstand zur Wohnbebauung nicht aus, mal genießen naturschutzrechtliche Belange oberste Priorität. Aber: Legt die Kommune beim zur Disposition stehenden Flächennutzungsplan „Windkraft“ gewisse Kriterien an, gibt es durchaus geeignete Areale.

    Das sah beim ursprünglichen Standorteignungskonzept noch ganz anders aus. Im November hatte das beauftragte Büro Karst streng die Maßstäbe des sogenannten Winderlasses aus dem Jahr 2006 zugrunde gelegt. Mit dem Ergebnis, dass Windkraftanlagen auf dem Gebiet der relativ kleinen Kommune nur schwer in die Tat umzusetzen gewesen wären. Der Gedanke, die Gemeinden könnten etwa mit der Verpachtung geeigneter Flächen Geld verdienen, schien da schon ad Acta gelegt.
    Doch inzwischen wird in Mainz der Winderlass überarbeitet. Bei einer Veranstaltung zum Thema in Bad Hönningen ließ Staatssekretär Griese verlautbaren, dass zwar Naturschutzgebiete, Kernzonen von Biosphärenreservaten und Nationalparks weiterhin Ausschlussgründe sind, jedoch Windräder in der Kernzone eines Naturparks möglich sind, so in Einzelfällen ein entsprechender Verträglichkeitsnachweis vorliegt. Als „neu“ bezeichnete Bürgermeister Werner Grüber in der Ratssitzung zudem, dass künftig die Abstandsregelung anhand der Emissionsschutzrichtlinien TA Lärm und TA Luft bewertet werden. Auf der Grundlage dieser „neuen Fakten“ hat die Verwaltung das Büro gebeten, einen alternative Planung auf die Beine zu stellen.
    Für das überarbeitete Konzept hat das Büro Karst zwei Alternativen geprüft, die sich im Wesentlichen nur durch den unterschiedliche Abstand zu Siedlungen unterscheiden. Alternative eins geht von 725 Metern aus, Alternative zwei von 500 Metern. Der Planer hat in beiden Fällen sowohl „harte Muss-Kriterien“ wie den Abstand zu Siedlungen, Straßen oder Biotopen einfließen lassen, als auch „Kann-Kriterien“ (Naturschutzgebiete plus Puffer oder die Vorkommen von Rotmilanen samt Schutzradius von einem Kilometer um den Horst). Das Konzept trifft zudem Aussagen über die Windhöffigkeit.
    Unterm Strich kristallisieren sich einige wenige Potenzialflächen heraus, die in den Randgebieten der VG zu finden sind: zwischen Roßbach und Breitscheid, nahe dem „Roßbacher Häubchen“, östlich von Niederbreitbach beim Fockenbachtal, auf der Höhe zwischen Hausen und Niederbreitbach und die deutlich größte westlich von Datzeroth. Bei der 500-Meter-Variante kommen noch einige kleinere „Schnipsel“ hinzu. Infrage kommende Flächen kleiner als drei Hektar hat das Büro von vornherein aus der Planung genommen.
    Ob auf den Potenzialflächen später Windräder stehen, hängt vom jeweiligen Genehmigungsverfahren ab. Der Planer betonte ganz klar: „Wir haben nur eine Angebotsplanung erstellt.“ Diese versetzt die Kommune in die Lage, gezielt Flächen für Windenergienutzung ausweisen zu können, um selbiges anderswo ausschließen zu können und so auch einer „Verspargelung“ entgegenzuwirken. Im gleichen Atemzug räumte der Experte ein, dass „da durchaus noch Konfliktpotenzial drinsteckt“ – zuvorderst wegen verschiedener naturschutzrechtlicher Belange. Übrigens: Ob sich auf den genannten Flächen Windenergieanlagen wirtschaftlich betreiben lassen, ist Sache des Investors.

    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

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