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    UnkelAsberg: Gutachten erlauben nur noch fünf Windräder

    Die mögliche Fläche, auf der sich Windräder am Asberg drehen könnten, ist erheblich geschrumpft. In der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderates Unkel informierte Bürgermeister Karsten Fehr über die Ergebnisse dreier Gutachten. Danach sieht es so aus, als hätten Uhu, Schwarzstorch und Co. die Windparkpläne am Asberg gewaltig durchkreuzt.

    Foto: Reiner Drumm

    Von unserer Mitarbeiterin Sabine Nitsch

    Das avifaunistische Gutachten, ebenso wie die Landschaftsbildanalyse und die Bewertung der Beeinträchtigung der Kulturdenkmäler, schränken die mögliche Potenzialfläche auf einen schmalen Streifen im Westen nahe dem "Auge Gottes" an der Hangkante zum Rhein ein.

    Damit bestätigte Fehr das, was die Bürgerinitiative Pro Naturpark Pur Ende November bereits in einer Versammlung erläutert hatte (die RZ berichtete). Nur noch fünf Windräder könnten sich drehen, sofern die ausstehenden Analysen zu Fledermaus- und Gelbbauchunken-Populationen sowie zu den beiden Schutzzonen der Fauna-Habitat-Gebiete Asberg und Siebengebirge die Fläche nicht noch weiter reduzieren.

    Die Energieversorgung Mittelrhein (EVM) hatte sich anfangs 17 Windräder auf dem Plangebiet vorstellen können. Pro Rad, so wurde vertraglich festgeschrieben, will die EVM eine jährliche Pacht in Höhe von 40 000 Euro Pacht bezahlen. Die meisten Räder hätten sich auf dem Gebiet von Erpel gedreht. Alle vier Kommunen in der VG Unkel haben jedoch einen Solidarpakt geschlossen, wonach die Stadt Unkel und Rheinbreitbach von den gesamten Pachterlösen jeweils 20 Prozent, Bruchhausen 10 Prozent und Erpel 50 Prozent erhalten. Nach dem Ergebnis des Vogelschutzgutachtens werden sich Windräder jedoch nur noch auf Flächen von Rheinbreitbach und Unkel drehen können. Ausgerechnet auf dem Gebiet der Gemeinde Erpel wird das nicht der Fall sein.

    Auf der Tagesordnung stand auch die Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsplanes Mittelrhein-Westerwald (RROP), der mit 22 Jastimmen zu 2 Neinstimmen verabschiedet wurde. Darin werden auch Aussagen über mögliche Windenergieflächen in der VG Unkel getroffen.

    Bisher waren die Bürgerinitiativen davon ausgegangen, dass der westliche, derzeit übrig gebliebene Teil, der dicht an die Wohnbebauung heranreicht, für die Errichtung von Windrädern nicht zur Diskussion stehe. Rheinbreitbach hatte in der vergangen Ratssitzung auf Antrag der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) vorsorglich einen Passus im RROP gestrichen, der die weitere Prüfung dieses westlichen Teils doch möglich gemacht hätte und damit auch Windräder in diesem Teil der Vorranggebietes.

    Die UWG hatte versucht, auch den Verbandsgemeinderat auf diese Ablehnung einzuschwören. Der Antrag wurde aber mehrheitlich abgelehnt. Theoretisch ist es derzeit möglich, dass sich Räder direkt am Asberg drehen. Die Rheinbreitbacher können ihre Vorbehalte jetzt im Rahmen der Anregungen und Bedenken zum Flächennutzungsplan anbringen, über den dann allein der Verbandsgemeinderat entscheidet. Im Anschluss hat die EVM die Entscheidungshoheit, ob sie auf dem verbleibenden Gebiet Windräder baut.

    Vonseiten der EVM ist zu hören, dass das Windparkprojekt in Unkel auch in der drastisch abgespeckten Form mit nur fünf Rädern noch attraktiv ist. Die UWG wollte von Fehr wissen, ob er derzeit wieder Verhandlungen oder Gespräche mit der EVM führe. "Ich habe keine Verhandlungen geführt", sagte der Bürgermeister und betonte, dass er allerdings nur für sich und nicht für alle Mitarbeiter der Verwaltung sprechen kann.

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