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  • Hundesteuer: Die Sätze variieren im Kreis Neuwied drastisch

    Kreis Neuwied. Die Stadt Neuwied hat die Hundesteuersätze erhöht. Jeder Halter zahlt seit dem 1. Januar einen jährlichen Satz von 96 statt bisher 72 Euro (ermäßigt 48 statt 36 Euro). Wir haben daraufhin die Steuersätze aller 62 Städte und Gemeinden in unserem Kreis verglichen. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Stadt Neuwied nimmt damit den mit Abstand höchsten Satz. Mit gehörigem Abstand folgen auf Platz 2 die Stadt Bad Hönningen und die Gemeinde Rheinbrohl. Sie verlangen 61,80 Euro.

    Von unserem Redakteur Ulf Steffenfauseweh

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    Die vier Gemeinden der Verbandsgemeinde Asbach sowie Hümmerich, Hanroth und Niederwambach verlangen am anderen ende der Skala dagegen gerade einmal so viel, wie die Erhöhung in Neuwied betragen hat: 24 Euro.
    „Dieser Satz ist bewusst so niedrig“, betont Niederwambachs Ortsbürgermeister Udo Franz und erklärt: „Gerade bei uns im ländlichen Bereich gibt es viele ältere Menschen, die nur noch einen Kameraden haben. Das ist der Hund, und den wollen wir ihnen nicht nehmen.“ Ähnlich meint auch Andrea Anger von der Finanzverwaltung im Asbacher Rathaus, dass sich in der VG jeder Bürger einen Hund leisten können soll. Da es zudem um die kommunalen Finanzen „nicht schlecht“ stehe und die Hundesteuereinnahmen ohnehin nicht wirklich hoch seien, hätten sich die vier Ortsbürgermeister auf diesen niedrigen Satz verständigt.
    Wie in vielen anderen Gemeinden gibt es allerdings in der VG Asbach eine Staffelung. So zahlen Halter für den 2. Hund schon 96 Euro, für den dritten und jeden weiteren 192 Euro. „Ab dem zweiten Hund ist es auch Luxus“ ,begründet Anger.
    Um Luxus geht es in der Stadt Neuwied nicht. Im Gegenteil hat das Land laut Sprecher Erhard Jung immer wieder angemahnt, dass die Stadt ihre Einnahmen verbessern muss. Und nach der neuen Regelung fließen immerhin geschätzte 75 000 Euro mehr in die Kassen. Dennoch betont Jung, dass der wesentliche Aspekt die ordnungspolitische Aufgabe sei, die Hundehaltung in gewissen Grenzen zu halten. Und da können man eine Stadt nur mit anderen Städten vergleichen. So nennt er zum Vergleich die geltenden Sätze in Koblenz (108 Euro), Worms (108 Euro), Bad Kreuznach (96 Euro) und Landau (120 Euro). „Wir liegen bei den Städten noch unter dem Durchschnitt“, betont Jung.
    Ähnlich zieht Rheinbreitbachs Ortschef Karsten Fehr die Stadt Bad Honnef heran und erklärt, dass diese 84 Euro nimmt. „Mit unseren 60 Euro können war damit gut leben, auch wenn es für den Kreis Neuwied relativ hoch ist“, findet er.
    Jürgen Becker, Ortsbürgermeister von Roßbach, verteidigt den identischen Satz in seiner Gemeinde dagegen damit, dass gerade im Bereich der Wied sehr häufig Beschwerden gegeben habe. Die Hundetoilette, die dort aufgestellt werden soll, soll durch die kürzlich erfolgte Steuererhöhung (von 40 Euro) finanziert werden, erklärt er.
    Und auch Dieter Labonde sagt, dass der Satz von 61,80 Euro in Rheinbrohl zwar im Vergleich hoch ist, der Ort dafür aber großzügig und zentrumsnah Freilaufflächen für Hundehalter anbietet. „Ein Hund braucht Auslauf. Wir sind uns da unserer Verpflichtung bewusst. Genauso müssen sich die Hundehalter ihrer Pflicht bewusst sein“, sagt er.

     

    Die Übersicht über alle Hundesteuersätze in den einzelnen Gemeinden des Kreises Neuwied lesen Sie in der Samstagsausgabe der Neuwieder Rhein-Zeitung.

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