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    BirkenfeldKaufleute fühlen sich von FöG ausgegrenzt

    Seit Jahren fühlen sich Geschäftsleute der hinteren Hauptstraße benachteiligt. Sie sehen sich von der Fördergemeinschaft (FöG) Stadt Birkenfeld nicht ausreichend unterstützt - etwa bei Veranstaltungen wie zuletzt der Einkaufsnacht. Die Einschätzung des FöG-Vorsitzenden Karl-Heinz Roth, die Händler seien mit dieser Veranstaltung kurz vor Ostern zufrieden gewesen, ist für manche nur ein weiteres Glied in dieser Kette. Die Geschäftsleute in der Hauptstraße waren mit dem Abend nämlich nicht glücklich.

    Von unserem Mitarbeiter Karl-Heinz Dahmer

    Einer von ihnen, Fliesenfachmann Clemens Theis, hatte Anfang April ein Schreiben an die FöG gerichtet, das sieben Ladeninhaber unterzeichnet haben. In dieser Woche lud Theis zu einem Gespräch in die Gaststätte Carneby ein. Er sprach von offensichtlicher Ausgrenzung des hinteren Teils der Hauptstraße bei Veranstaltungen, die selbst unbeteiligten Besuchern auffalle. Er, Theis, habe gehört, dass es eine Anweisung gebe, die Stände über den Römer und den Kirchplatz in die Achtstraße zu verlegen, weil in diesem Straßenabschnitt außer der Firma Hörgeräte Ritter kein Geschäft mehr Mitglied der FöG sei. "Unfassbar" nennt das Theis, der angegriffene Roth dagegen bezeichnet den Vorwurf als unverschämt und fordert von ihm eine Entschuldigung.

    Forderungen sind gleichermaßen an Stadt und FöG gerichtet

    Theis stellt in seinem Papier Forderungen an Stadt und FöG. Angesprochen werden darin randalierende Betrunkene, die nachts das Schlafen unmöglich machten, die Parkplatzsituation im Zentrum, die unvollständige Weihnachtsbeleuchtung in der Hauptstraße und die Aufteilung der Stände bei Festen. Nach zwei Gesprächsstunden befand Stadtbürgermeister Miroslaw Kowalski, dass vieles, was an diesem Abend vorgelegt wurde, falsch sei, zum Beispiel die Zahlen zu Parkplätzen in der Hauptstraße. "Man kann nicht nur Dinge behaupten. Wir brauchen Fakten, die wir abarbeiten können", sagte Kowalski. Theis aber sah sein Ziel erreicht: "Wir wollen wachrütteln. Es muss mehr getan werden für die Einkaufsstadt." Er habe an diesem Abend keine Lösungen erwartet: "Mir geht es darum, dass man sich Gedanken macht. Wir müssen alle an einem Strang ziehen."

    FöG-Vorsitzender Roth listet vielfältige Aktivitäten auf

    Karl-Heinz Roth hielt dagegen: Die FöG mache vieles, "von dem ihr nichts merkt und nichts wisst". Er zählte die vielfältigen Aktivitäten des Verbands auf. Man sei keine reine Werbevereinigung, sondern eine Fördergemeinschaft, die sich für den Standort Birkenfeld einsetzt, nicht nur für die einzelnen Geschäfte, Mitglied sind daher auch nicht nur Birkenfelder Händler, sondern auch Firmen aus anderen Orten der VG: "Das haben einige noch nicht begriffen."

    Als Aufgabe gibt die FöG auf ihrer Internetseite an, die Bedeutung Birkenfelds als Einkaufsstadt und aktives Mittelzentrum fördern zu wollen. Den Geschäftsleuten in der Hauptstraße warf Roth vor, zu wenig Eigeninitiative zu zeigen: "Wir können euch nicht die Geschäfte füllen, das müsst ihr selbst tun. Die Basis bringt die FöG. Euer Fehler liegt im Detail: Ihr macht keine Werbung, es muss mehr spezielle Aktionen geben." Manuela Schwer, Beisitzerin in der Fördergemeinschaft, sprang Roth bei: Man müsse direkt auf die Kunden zugehen, sie anschreiben, in die Werbung einsteigen. Und: "Wir hatten bei der Einkaufsnacht alle Betrieb in unseren Läden."

    Jeder könne vor seinem Geschäft etwas tun, erklärte Beigeordneter Alois Kandels. Er sieht in dem fehlenden Wir-Gefühl eine Ursache für den Zwist. Theis jedoch bleibt dabei: Die Fördergemeinschaft funktioniere nicht richtig, sagt er und fragt: "Warum treten sonst Mitglieder aus?" Theis selbst ist seit vergangenem Jahr nicht mehr in der FöG. Eine weitere Aussprache soll es nach der Leistungsschau (30./31. Mai) geben. Darauf einigten sich alle Beteiligten.

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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