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    BaumholderHerrenloses Hotel kann nicht ohne weiteres abgerissen werden

    Seit Jahren sorgt das ehemalige Hotel zur Post für Verdruss. Nachdem in der Dachrinne des ehemaligen und seit Jahren leer stehenden Hotels von aufmerksamen Anwohnern Schieferziegel entdeckt worden sind, ist der Bürgersteig entlang des Gebäudes von der Stadt abgesperrt worden. Derzeit wird geprüft, welche Maßnahmen dem bisherigen Eigentümer auferlegt werden und gegebenenfalls im Wege der Ersatzvornahme durchzuführen sind, erklärt die Kreisverwaltung auf Anfrage. Der Eigentümer hat schon vor Jahren Insolvenz angemeldet und den Verzicht auf das Eigentumsrecht im Grundbuch eintragen lassen. Das enthebt ihn rechtlich nicht von der Verantwortung, für den ordnungsgemäßen Zustand des Gebäudes zu sorgen, erklärt die Kreisverwaltung. Im Alltag ist das aber ganz schwer durchzusetzen. Und so sorgt beispielsweise der Kreis für die Verkehrssicherheit und die Stadt übernimmt schon seit Jahren den Winterdienst

    Foto: Reiner Drumm

    Baumholder - Seit Jahren sorgt das ehemalige Hotel zur Post für Verdruss. Nachdem in der Dachrinne des ehemaligen und seit Jahren leer stehenden Hotels von aufmerksamen Anwohnern Schieferziegel entdeckt worden sind, ist der Bürgersteig entlang des Gebäudes von der Stadt abgesperrt worden. Derzeit wird geprüft, welche Maßnahmen dem bisherigen Eigentümer auferlegt werden und gegebenenfalls im Wege der Ersatzvornahme durchzuführen sind, erklärt die Kreisverwaltung auf Anfrage. Der Eigentümer hat schon vor Jahren  Insolvenz angemeldet und den Verzicht auf das Eigentumsrecht im Grundbuch eintragen lassen. Das enthebt  ihn rechtlich  nicht von der Verantwortung, für den ordnungsgemäßen Zustand des Gebäudes zu sorgen, erklärt die Kreisverwaltung. Im Alltag ist das aber ganz schwer durchzusetzen. Und so sorgt beispielsweise der Kreis für die Verkehrssicherheit und die Stadt übernimmt schon seit Jahren den Winterdienst

    Das verdreckte und aus Sicherheitsgründen abgesperrte Gebäude, das von Katzen und eventuell auch anderem Getier als Rückzugsort und immer wieder von Kindern als Abenteuerspielplatz genutzt wird,  ist herrenlos, da nur das Land Rheinland-Pfalz das gesetzliches Aneignungsrecht hat, das es bislang noch  nicht in Anspruch genommen hat.  

     Zwar sind nicht mehr alle Gebäudeteile betretbar, was im April auf tragische Weise deutlich wurde. Die Leiche eines seit Monaten vermissten Jugendlichen konnte aus dem Gebäude von der Feuerwehr nur unter großen Sicherheitsvorkehrungen geborgen werden. Eine Entrümpelung ist deshalb auch nicht möglich.  Da das  ehemalige Hotel nicht als einsturzgefährdet gilt, kann es  behördlicherseits nicht abgerissen werden, was aus städtebaulicher Sicht sicher die beste Lösung wäre. Damit ließen sich nicht nur die immer wieder anfallenden  Kosten zur Gewährung der Sicherheit  sparen.  Mit diesem Schritt wäre der Weg frei, um das  etwa 2000 Quadratmeter große Grundstück in markanter Lage zu vermarkten und neu zu gestalten.   

    Schon vor etlichen Jahren hatte die Stadt  überlegt, das Gebäude selbst zu übernehmen, es abreißen zu lassen und das Grundstück zu veräußern. Doch der Abbruch inklusive Entsorgung der nicht unerheblichen Müllmenge, die von vergammelten Matratzen, ausrangierten Möbeln bis hin zu Motorrädern und alten Autos reicht, wäre bei weitem teurer gekommen als der Grundstücksverkauf eingebracht hätte, weshalb man wieder Abstand von dem Vorhaben genommen hat.

    Stadtbürgermeister Peter Lang würde das Problem lieber heute als morgen in Angriff nehmen und nicht noch Jahre oder Jahrzehnte warten, bis dass Haus so baufällig ist,  dass rechtlich einem Abriss nichts mehr im Wege steht.  „Derzeit prüfen wir, ob sich nicht im Zuge einer gemeinsamen Anstrengung von Stadt und Kreis endlich eine gangbare Lösung finden lässt.“ gav

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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