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  • Drei Staatspreise gehen in die Nahe-Region

    Stipshausen/Idar-Oberstein - In Mainz sind zum 18. Mal die Staatspreise des Landes für Kunsthandwerk und zum 6. Mal der Preis des Handwerks verliehen worden. Ziel des Wettbewerbs ist es, die kulturelle Entwicklung des Handwerks in Rheinland-Pfalz anzuregen und zu fördern. Neben den Staatspreisen wurden auch Förderpreise verliehen. Unter den Preisträgern befinden sich neben dem mehrmaligen Staatspreisträger Tom Munsteiner (Stipshausen) auch zwei ehemalige Studentinnen der Hochschule Trier im Fachbereich Edelstein und Schmuck mit Sitz in Idar-Oberstein.

    Die Schmuck- und Edelsteindesignerin Carmen Hauser, die in Odernheim am Glan lebt und arbeitet, überzeugte die Jury mit sieben Schmuckstücken aus Erde, Harz, Rosenblättern, Efeu und Ahorn, die, kombiniert mit edlen Steinen und Metallen, zu echten Hinguckern werden. "Carmen Hauser schneidet, presst und schichtet pflanzliche Materialien perfekt und kombiniert sie mit edlen Steinen und Metallen gekonnt zu faszinierenden skulpturalen Schmuckobjekten, die einen unbefangenen Weg von der formalen Strenge bis zur Poesie gehen.", lobt die Jury. "Vergänglichkeit des Materials, Leichtigkeit des Seins und zukunftsweisende Gestaltung werden in diesen Arbeiten zum schlüssigen Konzept. Der Schmuck von Carmen Hauser entfaltet eine herausragende Wirkung: opulent, mächtig und würdevoll, schlicht und sensibel zugleich. Er vermittelt eine neue Stufe der Kreativität."

    Die 38-Jährige, die schon andere wichtige Preise für ihre Arbeiten gewonnen hat, arbeitet seit 2006 als selbstständige Schmuckkünstlerin. Ihren Masterabschluss in Schmuck- und Edelsteindesign hat sie im Januar dieses Jahres an der Hochschule Trier/Idar-Oberstein gemacht. "Ich freue mich sehr über diesen Preis", sagt sie. Momentan arbeitet die gelernte Goldschmiedin an einer Ausstellung, die im Januar 2014 in den Niederlanden zu sehen sein wird.

    Der Edelsteinschleifermeister Tom Munsteiner wurde für seinen Cut "Hexagonal" mit dem Preis des Handwerks ausgezeichnet: "Perfekt ist die handwerkliche Ausführung des kunstvollen Schliffs der Edelsteine Amethyst und Citrin, mit dem Tom Munsteiner Steine erst zum Leben erweckt und faszinierende optische Effekte erzielt", urteilt die Jury. Und: "Im Bewusstsein der handwerklichen Tradition entwickelt er moderne Steinpersönlichkeiten, die zum einmaligen Schmuckstück und Objekt werden. Formensprache, Tiefe und Brillanz, Weiterentwicklung des Edelsteinschliffs und zeitgemäße Umsetzung überzeugten die Jury.

    Anna Ameling wurde für ihre Arbeit mit einem Förderpreis ausgezeichnet. Die 29-jährige ehemalige Studentin der Hochschule Idar-Oberstein ließ sich für ihre Schmuckstücke vom Modeschmuck der Gründerzeit beeinflussen. "Nach anfänglicher Irritation beeindrucken die mit sicherem Gespür und großem Geschick gearbeiteten Schmuckstücke. Mit liebevoller Hingabe werden aus den verschiedensten Materialien kleine, sehr persönliche Kunstwerke gefertigt", urteilte die Jury. "Selbst die Verpackung ist so gestaltet, dass sie zur Bühne für den großen Auftritt wird und einlädt in eine sehr besondere Welt."

    Während ihrer Arbeit in der Idar-Obersteiner Bengel-Fabrik, wo Anna Ameling eine Zeit lang eine eigene Werkbank hatte, wurde sie auf alte Glassteine aufmerksam, die ihr von der Firma für ihre Arbeiten zur Verfügung gestellt wurden. Zudem bekam sie erstmals Einblick in alte Techniken der Schmuckverarbeitung, wie zum Beispiel das Stanzen. "Das ist mein erster Preis", sagt Ameling, "und für den bin ich sehr dankbar, weil ich es durch meinen eigenwilligen Stil immer recht schwer hatte. Ich sehe diesen Preis als Geschenk Gottes an." Demnächst wird Anna Ameling nach Irland reisen. Dort hat sie eine Werkbank gemietet, an der sie Schmuck herstellen möchte.

    104 Anmeldungen und 95 Einreichungen belegen, dass die Neuregelung der Teilnahmebedingungen - jetzt können sich auch Handwerker und Kunsthandwerker bewerben, die nicht Mitglied einer Handwerkskammer sind - der richtige Schritt war: Die Teilnehmerzahl hat sich deutlich erhöht. Insgesamt hatte die Fotojury nicht weniger als 253 Objekte aus den Bereichen Edelstein, Fotografie, Glas, Holz, Keramik, Metall, Musikinstrumentenbau, Textil, Schmuck und Stein zu bewerten.

    Am Ende wurden davon zehn Preisträger ermittelt. Neben Carmen Hauser sind dies in der Kategorie Staatspreis Batho Gündra aus Laudert (Schmuck) und Martin Schlotz aus Worms (Keramik) gewesen. Den Preis des Handwerks gewannen neben Tom Munsteiner Günther Matten aus Bad Marienberg (Metallgestaltung), Andreas Schiegnitz (Orgelbau) aus Albsheim an der Eis und Sebastian Schreiber (Metall) aus Ludwigshafen.

    Von unserer Mitarbeiterin Silke Bauer

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