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  • LeiselBei Einwohnerversammlung präsentiert: Neues Buch beleuchtet Leisels bunte Vielfalt

    Der bald bevorstehende Startschuss für ein 1-Million-Euro-Projekt, die Vorstellung eines druckfrischen 187-Seiten-Werks und − so überschrieb es Ortsbürgermeister Wolfgang Schüssler − „allerlei Buntes“ waren am Freitag die Zutaten eines Informationsabends, zu dem mehr als 70 Bürger in die Leiseler Vereinshalle kamen. Weil das 580-Einwohner-Dorf wachsen soll, rücken voraussichtlich Mitte April die Bagger an. Dann beginnt die Erschließung des Neubaugebiets „Auf Krummenacker“, in dem die Gemeinde insgesamt 25 Grundstücke zum Verkauf anbieten wird.

    Neun Parzellen sind schon reserviert

    Autor Edgar Mais (rechts) überreichte Ortsbürgermeister Wolfgang Schüssler das erste Exemplar seines neuen Buches, das den Titel „Leisel – Gestern und Heute“ trägt.  Foto: Brombacher
    Autor Edgar Mais (rechts) überreichte Ortsbürgermeister Wolfgang Schüssler das erste Exemplar seines neuen Buches, das den Titel „Leisel – Gestern und Heute“ trägt.
    Foto: Brombacher

    Anders als ursprünglich geplant hat sich der Leiseler Rat dazu entschlossen, die Arbeiten zur Herstellung der Straßen und zur Verlegung des Kanals sowie der Wasser- und anderer Versorgungsleitungen nicht in zwei Abschnitte zu unterteilen „und zweimal Dreck zu machen, sondern das Neubaugebiet in einem Rutsch zu erschließen“, sagte Schüssler. Das sei verantwortbar, weil bereits jetzt eine entsprechende Nachfrage bauwilliger Hausherren da ist und neun Parzellen bereits fest reserviert wurden. Wer im Nationalparkort sein Eigenheim errichten will, erhält „Auf Krummenacker“ die noch freien Grundstücke zum Quadratmeterpreis von 50 Euro. Die Erschließungsarbeiten kosten die Kommune schätzungsweise 1 Million Euro, wovon sie rund 220.000 Euro über Kredite finanzieren muss. Durch den Verkauf der Grundstücke fließt aber auch wieder Geld in die Gemeindekasse zurück. Da die Firmen voraussichtlich bis Spätherbst mit der Erschließung zugange sind, geht Schüssler realistischerweise davon aus, dass es mit der Errichtung der ersten Eigenheime ab Frühjahr 2018 losgehen kann.

    Bereits abgeschlossen wurden voriges Jahr zudem zwei Vorhaben, die Leisels Attraktivität steigern sollen. Zum einen wurde mithilfe einer 100-Prozent-Förderung des Landes am Rand des Dorfes eine Streuobstwiese mit fast 50 neu angepflanzten Bäumen angelegt, zum anderen können sowohl Einheimische als auch Ausflügler seit September 2016 die „Fanvier“ erkunden. Dabei handelt es sich um vier Rundwanderwege, die in und um Leisel ausgeschildert wurden. Deren Besonderheit ist, dass die im Ort reichlich vorhandenen Gewerbebetriebe in die Streckenführung eingebunden wurden, die Wanderer also auch gegebenenfalls in die Betriebe reingehen können, um zu schauen, was dort hergestellt wird.

    Kein Anlass für kontroverse Diskussionen lieferte anschließend der Blick auf den aktuellen Sachstand, den Schüssler bezüglich des Themas Windkraft erläuterte.

    Wie in der NZ mehrfach berichtet, war auf der Leiseler Gemarkung in der Nähe des Sportplatzes der Bau von zwei Windrädern geplant, die Teil eines gemeinsamen Windparks mit Siesbach und insgesamt acht Anlagen werden sollten. Der Kreis hat diesem Vorhaben im Dezember 2016 aber eine Genehmigung versagt, was in erster Linie auf das Veto der Bundeswehr zurückzuführen ist, die bei einem Bau der Windräder die Funktionsfähigkeit eines Antennenmastes an der Rilchenbergkaserne gefährdet sieht.

    Noch keine Klarheit bei Windkraft

    Die Investorenfirma Geres hat zwar Widerspruch gegen die Entscheidung des Kreises eingelegt. Er habe aber von der Birkenfelder Behörde die Auskunft erhalten, dass dieser noch keine schriftliche Begründung des Widerspruchs vonseiten der Projektierer aus Frankfurt vorliegt und es dafür auch keine feste Fristen gebe, informierte Schüssler die Zuhörer. „Das Prozedere kann sich also noch Monaten hinziehen. Im Moment sieht es aber so aus, dass bei uns in Sachen Windkraft nichts stattfinden wird“, sagte der Ortsbürgermeister.

    Missmut erregten im Publikum jedoch Überlegungen, auf die Bernhard Alscher hinwies. Nach Auskunft des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Birkenfeld hat der Landesbetrieb Mobilität nämlich vor, dass Autofahrer nach dem Bau der geplanten dritten Spur auf der B 269 ab Oberhambach auf der Höhe nicht mehr den Abzweig zur asphaltierten Forststraße benutzen können, die durch den Wald am Leiseler Sportplatz und dem Römergrab vorbei bis zum Kirschweilerer Golfplatz führt. An der Stelle des B 269-Einmündung auf diesen Forstweg soll nach Fertigstellung der dritten Spur − ein Projekt, das rund 5 Millionen Euro kosten soll − eine Unterführung entstehen, auf der nur noch Radler oder Wanderer auf das schmale Asphaltband abbiegen können. Alscher betonte ausdrücklich, dass er die Planungen des LBM in diesem Punkt sehr kritisch sieht und wurde mit dieser Einstellung durch das Echo der Leiseler Bürger bestätigt. Sie machten deutlich, dass sie nicht damit einverstanden wären, wenn die Zufahrt von der B 269 gekappt würde und man auf diesem Weg durch den Wald nicht mehr mit dem Auto zum Leiseler Sportplatz gelangen könnte.

    Edgar Mais blieb es vorbehalten, den Schlusspunkt der Einwohnerversammlung zu setzen. Der 90-jährige Idar-Obersteiner, der einst für die SPD im Landtag saß und bereits mehrere heimatgeschichtliche Publikationen erfasst hat, stellte sein neues Buch „Leisel − Gestern und Heute“ vor. Es entstand in Zusammenarbeit mit Anne Schadte, die seit 2009 im Dorf lebt, basiert auf drei früheren Ortsgeschehen und liefert auf 187 reich bebilderten Seiten im DIN-A4-Format einen Überblick über das Zeitgeschehen, das sich seit 1972 in Leisel abgespielt hat. Neben den familiären Wurzeln habe ihn vor allem die wirtschaftliche Kraft und die Tatsache, dass in diesem kleinen Ort noch so vielfältiger Handel und Gewerbe blüht, dazu bewogen, ein Buch über Leisel zu verfassen, betonte Mais.

    Sechs Themenfelder in sechs Farben

    Dass der Ort sehr bunt ist, wird in seinem Werk auch gestalterisch deutlich gemacht. Denn die sechs unterschiedlichen Themenbereiche Ortsgemeinde, Kirchengemeinde, Vereine, Gewerbe, Veranstaltungen und Menschen werden den Lesern auch in sechs unterschiedlichen Schriftfarben präsentiert. Das Buch kostet 20 Euro, wurde zunächst in einer Auflage von 100 Stück gedruckt und erfreute sich schon am Abend der Vorstellung eines guten Absatzes.

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    Axel Munsteiner
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