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  • Umstellung auf SEPA kostet Vereine viel Zeit und Nerven

    Kreis Birkenfeld. Es tut sich einiges im bargeldlosen Zahlungsverkehr: Die bisherigen nationalen Zahlverfahren für Überweisungen und Lastschriften werden im Februar 2014 abgelöst. Von da an gelten EU-weit einheitliche Vorgaben für Zahlverfahren, wie sie der Gesetzgeber für Sepa (Single Euro Payments Area), den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum, vorgesehen hat. Banken und Kunden müssen reagieren.

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    Foto: mrz

    Bei diesen Sepa-Zahlverfahren, die es übrigens schon seit etwa zwei Jahren gibt, kommen künftig die internationale Bankkontonummer (IBAN) und die internationale Bankleitzahl (BIC) statt der gewohnten deutschen Kontonummer und Bankleitzahl zum Einsatz. Kunden finden diese Kontoadressen in den eigenen Kontoauszügen sowie auf der Rückseite der Bankkarte. Privatkunden können bis 1. Februar 2016 bei Überweisungen als Übergangslösung noch Kontonummer und Bankleitzahl verwenden, sofern die Bank diese Ausnahmeregelung zulässt.

    Leonhard Stibitz, bei der Kreissparkasse Birkenfeld Leiter Marketing, rät, ebenso wie Thomas Mayer von der Volksbank Hunsrück-Nahe, vor allem Vereinen und Firmen zu handeln und sich auf das neue Zahlungssystem einzustellen. Im Gespräch mit der NZ erklären die beiden Bankmitarbeiter, was auf die Menschen zukommt. "Die Veränderungen im Überweisungsverkehr sind überschaubar", sagt Mayer. Knifflig werde es vor allem beim Lastschriftverfahren. "Dennoch muss niemand Angst vor dieser Umstellung haben", fügt Stibitz hinzu.

    Betroffen sind auch Tausende Menschen im Kreis Birkenfeld. Mitgliedsbeiträge für den Sportverein, Gebühren für die Müllabfuhr oder Rechnungen für den Internetanbieter - Zahlungsverkehr ohne Lastschrift ist in Deutschland fast undenkbar. Das macht die Umstellung auch so kompliziert: "Das Lastschriftverfahren gibt es hauptsächlich in den Niederlanden, Österreich und Deutschland", sagt Mayer. In den übrigen Ländern werde anders bezahlt. Er nennt als Beispiel, dass vielerorts immer noch der Scheck und Kreditkarten zum Einsatz kommen.

    Ganz wichtig: Für das Sepa-Lastschriftverfahren müssen alle Einzugsermächtigungen in ein Sepa-Mandat umgewandelt werden. So wird nun die frühere Einzugsermächtigung bezeichnet, also die schriftliche Erlaubnis, per Lastschrift Beiträge oder fällige Forderungen einziehen zu dürfen. Allerdings können bereits bestehende Einzugsermächtigungen weitergeführt werden, wenn gewisse Regeln eingehalten werden. Um einen Lastschrifteinzug tätigen zu können, muss ein Bankkunde zunächst eine Gläubiger-ID bei der Bundesbank beantragen. Das geht per Internet und dauert nur wenige Minuten, wie ein Schnelltest der NZ bei der Kreissparkasse ergab.

    Je nach Anzahl der Lastschrifteinzüge allerdings, die durch Unternehmen, Kommunen oder durch Vereine getätigt werden, müssen schließlich Hunderte oder sogar Tausende an Datensätzen aktualisiert werden. Entsprechend hoch ist die Zahl der E-Mails oder Briefe, die an Mitglieder und Kunden (sie müssen informiert werden) zur Umstellung auf Sepa-Lastschriftverfahren und den ersten Lastschrifteinzug zu übermitteln sind. Das kann laut Mayer, der dabei hauptsächlich an die in den Unternehmen verwendete Software denkt, unter Umständen richtig teuer werden - sofern sie nicht spezielle Programme ihres Kreditinstituts verwenden.

    Stibitz und Mayer raten allen Schatzmeistern von Vereinen oder sonstigen Gruppierungen, sofern noch nicht geschehen, auf eine Vereinssoftware umzustellen, die Sepa-fähig ist. Denn die Einreichung einer Lastschrift wird in Zukunft nur noch online möglich sein - Papier oder Diskette haben ausgedient. Das kann nicht nur wegen schlechter Internetanbindung zum Problem werden, sondern auch gerade ältere Kassierer vor Herausforderungen stellen. Das ist übrigens ein Thema, mit dem sich auch KSK und VoBa bereits seit Längerem auseinandersetzen.

     

    In diesem Punkt sowie jetzt bei der Sepa-Umstellung ist eine umfassende Information der Kunden das A und O. "Wir haben zur Unterstützung für die Umstellung für alle Firmen- und Vereinskunden Checklisten, Mustertexte und Formulare erstellt", sagt Stibitz. Damit könne die Umstellung problemlos bewältigt werden. Zudem werden die Mitarbeiter geschult, um auch am Schalter jederzeit Auskunft geben zu können.

    Denn egal, ob man das neue System, das auch Vorteile mit sich bringt, etwa bei Überweisungen ins Ausland, gut oder schlecht findet, es hilft nichts: Die Europäische Zahlungsverkehrsrichtlinie gilt, und daran führt kein Weg vorbei. Deshalb betont Stibitz, und damit spricht er auch für Mayer: "Die Umstellung auf Sepa ist eine große Herausforderung. Deshalb kommen wir zunächst auf alle Firmenkunden und Vereine aktiv zu und geben Hilfestellungen bei der Umstellung."

    Von unserem Redakteur

    Andreas Nitsch

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