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    MörsdorfMörsdorf: Hängeseilbrücke wird am 3. Oktober eingeweiht

    Zwei Blöcke aus Sichtbeton, die als Einstieg und Widerlager dienen, sind außer den freigeschnittenen Plateaus auf der Mörsdorfer und Sosberger Seite die einzigen sichtbaren Elemente der Baustelle zur Geierslay-Hängeseilbrücke, die am 3. Oktober eingeweiht werden soll. Augenscheinlicher sind die Bauarbeiten am ehemaligen Raiffeisenlager, das zum Besucherzentrum ausgebaut wird.

    Nicht mehr wiederzuerkennen sein, wird der „Kassenschuppen“ nach seinem Umbau. Vom Raiffeisenlager und Bauhof mutiert er zum Besucherzentrum.
    Nicht mehr wiederzuerkennen sein, wird der „Kassenschuppen“ nach seinem Umbau. Vom Raiffeisenlager und Bauhof mutiert er zum Besucherzentrum.
    Foto: Werner Dupuis

    Von unserem Reporter Werner Dupuis

    Im ehrenamtlichen Einsatz sind tagtäglich mehrere Rentner.
    Im ehrenamtlichen Einsatz sind tagtäglich mehrere Rentner.
    Foto: Werner Dupuis

    Mörsdorfs Bürgermeister Marcus Kirchhoff und alle an dem ehrgeizigen Projekt Beteiligten sind voller Optimismus, dass am Tag der Deutschen Einheit, die ersten Wanderer den Mörsdorfer Bach in schwindelerregender Höhe über Deutschlands längste Hängeseilbrücke überschreiten werden.

    Bis zu neun Meter tiefe Löcher wurden im Frühjahr in den Schieferfels gebohrt, um den Verankerungen für die Tragstelle der 360 Meter langen Brückenkonstruktion sicheren Halt zu geben. Erst nachdem die Widerlager mit den Einstiegen auf beiden Seiten des Tals fertig waren, konnten die Schweizer Brückenbauer die exakte Länge der Stahlseile festlegen. Zwölf Zentimeter kürzer als ursprünglich von den Ingenieuren berechnet werden die vier Tragseile, die jetzt passgenau hergestellt werden. Bald sollen sie gespannt werden: per Zugseil, das zuvor von einem geländegängigen und ortskundigen Waldläufer durch das Tal von der Mörsdorfer auf die Sosberger Seite gebracht wird. Ursprüngliche Pläne mit einer Drohne oder per Hubschrauber die Stahltrossen auf die gegenüberliegende Talseite zu bringen, wurden als viel zu teuer verworfen.

    Arbeiten am Besucherzentrum laufen auf Hochtouren

    Sind die Seile gespannt, wird der Laufsteg montiert. Er besteht aus Lärchenholz und wird auf den, im Abstand von 1,50 Meter montierten, Hängekonstruktionen verschraubt. Das Kernholz der Lärche ist allen anderen einheimischen Nadelhölzern überlegen. Seine Haltbarkeit ist mit der des Eichenholzes vergleichbar.

    Parallel zu den Brückenbauern laufen die Arbeiten in Mörsdorf auf Hochtouren. Das ehemalige Raiffeisenlager am Ortseingang an der Straßenkreuzung nach Lahr ist nicht mehr wiederzuerkennen. Mit Holz werden Teile der Fassade des Kassenschuppens, wie er von den Mörsdorfern genannt wird, verkleidet. Große Türen und Fenster bringen Licht und Transparenz in das Innere des Gebäudes. Hier entsteht ein frei zugängiger Bereich zum Rasten und Informieren. In einem kleinen Restaurant könne die Besucher einkehren und sich stärken. Dafür wird von der Gemeinde noch ein Betreiber gesucht.

    Bei schönen Wetter können die Brückentouristen eine Terrasse nutzen und Kinder auf dem Rasen spielen. Dafür wird von der Grünfläche der unmittelbar ans Besucherzentrum angrenzenden Kriegergedächtniskapelle ein Stück abgezweigt. Bürgermeister Kirchhoff ist froh darüber, das anfängliche Bedenken aus dem Weg geräumt wurden. Erfreut ist er auch über die überwiegend positive Resonanz auf das Großprojekt im Dorf. Ein Indikator dafür ist für ihn zum Beispiel die große Beteiligung an freiwilligen Arbeitseinsätzen an Wochenenden. In Eigenleistung erfolgt auch der komplette Ausbau des "Kassenschuppens" Hier sind seit Wochen schon handwerklich versierte Rentner tätig.

    Mehrere Rundwege mit unterschiedlichen Anforderungen

    Direkt am Besucherzentrum entstehen 80 Parkplätze. Ein weiterer Platz mit 80 Stellplätzen liegt am Sportplatz. Für Busse wird am Dorfrand ein gesonderter Parkbereich angelegt. Laut eines mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) abgestimmten Verkehrskonzepts sollen die Besucher nur auf ausgewiesenen Parkplätzen ihre Fahrzeuge abstellen. Mörsdorfer bekommen spezielle Plaketten fürs Parken im Dorf.

    Großräumig wird der Bereich um die Brücke für motorisierte Fahrzeuge gesperrt. Bei einem 1,3 Kilometer langen Spaziergang kann sich der Besucher auf die - übrigens kostenlose - spektakuläre Passage der Brücke einstimmen. Es gibt mehrere, zwischen fünf, zehn und zwölf Kilometer lange Rundwege mit unterschiedlichen Anforderungen. Vom Saar-Hunsrück-Steig führt ein Abzweig zur Hängeseilbrücke.

    Aufgehübscht wird auch das, in den vergangenen Jahren ein recht stiefmütterlich Dasein fristende Alte Rathaus. Das darin untergebrachte Dorfmuseum wird neu gegliedert und in einen "Erzählpfad" durch die Gemarkung integriert. Dieser beschäftigt sich mit dem Wandel der Epochen bei der Nutzung von Energie angefangen bei den Römern bis in die Gegenwart.

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