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  • Geburtshilfe der Simmerner Hunsrück-Klinik peilt 600 Babys im Jahr an

    Simmern. Läutete der Geburtshilfestation an der Simmerner Hunsrück-Klinik noch vor wenigen Jahren das Totenglöckchen - der Abteilung drohte aus Kostengründen das Aus -, so erstrahlt sie jetzt in neuem Glanz. Nicht nur, dass vor einigen Tagen das 400. Baby im Simmerner Krankenhaus das Licht der Welt erblickte, der ganze Bereich wurde aufwendig und nach modernsten Standards umgebaut, neu gestaltet und räumlich erweitert.

    Chefarzt Dr. Hans Walter Eibach (von links), Hebamme Romy Ihmig, Technik-Chef Stefan Nolte und Hebamme Lina Knebel präsentieren einen der neuen Kreißsäle in der Hunsrück-Klinik. Die für 500 000 Euro umgebaute Abteilung stellt sich am Samstag der Öffentlichkeit vor.  Foto: Werner Dupuis
    Chefarzt Dr. Hans Walter Eibach (von links), Hebamme Romy Ihmig, Technik-Chef Stefan Nolte und Hebamme Lina Knebel präsentieren einen der neuen Kreißsäle in der Hunsrück-Klinik. Die für 500 000 Euro umgebaute Abteilung stellt sich am Samstag der Öffentlichkeit vor.
    Foto: Werner Dupuis

    Rund ein Jahr haben die Arbeiten gedauert, entstanden ist eine "Geburtshilfe sanft und sicher in neuem Wohlfühlambiente", wie Chefarzt Dr. Hans Walter Eibach nicht ohne Stolz betont. Die Abteilung wird nach der Umbauphase an diesem Samstag, 3. Dezember, mit einem Tag der offenen Tür offiziell eingeweiht.

    Möglich war die Generalsanierung nur Dank des großen Engagements des Fördervereins der Hunsrück-Klinik und der Deutschen Fertighaus-Holding (DFH). Das Simmerner Unternehmen hatte die Arbeiten an der Geburtshilfe kurzerhand zum "Herzensprojekt" erklärt und mit großzügigen Spenden unterstützt. Für den Chefarzt selbst stand ein Umzug vom dritten in den vierten Stock an - seine bisherigen Räume wurden für die Erweiterung der Abteilung benötigt.

    Ziel: Hohe Qualität in angenehmer Atmosphäre

    Rund eine halbe Million Euro wurden in die Sanierung der beiden Kreißsäle, der angrenzenden Funktionsräume, Hebammen- und Entspannungsräume, von Logistik und Technik gesteckt. "Wir sind jetzt absolut professionell und nach den höchsten Qualitätsstandards eingerichtet", erklärt Eibach. "Unser Ziel ist es, den Patienten über Jahre eine hohe Qualität anzubieten in einer angenehmen Umgebung, in der sie sich wohlfühlen." Direkt neben den Kreißsälen steht nun ein spezieller Operationssaal für Kaiserschnitte zur Verfügung. "Geburtsmedizin ist ein Bereich, der von werdenden Eltern zu Recht kritisch ausgewählt wird. Versorgungsqualität ist hierbei nur ein Aspekt. Ausschlaggebend für die Wahl der Entbindungsklinik ist zunehmend ein ansprechendes räumliches Umfeld mit Wohlfühlambiente", hebt Eibach hervor.

    "Die Umbauarbeiten wurden zielgerichtet auf das Wohl der Patienten durchgeführt. Es gibt speziell für die Geburtshilfe hohe Strukturvorgaben, um den Patienten optimale Verhältnisse zu bieten. Schließlich wollen alle werdenden Mütter gesunde Kinder ohne großes Risiko zur Welt bringen. 99 Prozent der Geburten gehen heutzutage völlig problemlos über die Bühne", erläutert der Chefarzt. Waren vor wenigen Jahren noch 300 Geburten im Jahr an der Hunsrück-Klinik Standard, ist die Zahl mittlerweile auf mehr als 400 hochgeschnellt. Das Simmerner Krankenhaus dürfte dabei auch von der Schließung der Geburtsstationen in Zell, Traben-Trarbach und Boppard profitieren. Nicht zuletzt habe sich auch die gute Betreuung und Versorgungsqualität der Patienten herumgesprochen, ist Eibach überzeugt. Langfristig werden bis zu 600 Geburten pro Jahr angepeilt. "Nur bei einer hohen Geburtenzahl ist die Abteilung finanzierbar. Wichtig ist: In puncto Sicherheit werden wir garantiert keine Abstriche machen."

    Die Geburtshilfe hat am Samstag, 3. Dezember, von 12 bis 16 Uhr ihre Türen für Besucher geöffnet. Es gibt Führungen, Vorträge, Aktionen sowie Speisen und Getränke.

    Markus Lorenz

    Am 23. November um 22.25 Uhr erblickte Helene Schmidt in der Hunsrück-Klinik als 400. Baby in diesem Jahr das Licht der Welt. Bei einer Größe von 55 Zentimetern hatte die kleine Rekordhalterin ein Geburtsgewicht von 3470 Gramm. Zum zweiten Mal in Folge sind damit seit Bestehen der Geburtshilfestation in der Simmerner Klinik mehr als 400 Babys im Jahr geboren worden. "Wir haben uns bewusst für die Entbindung unseres ersten Kindes in der Hunsrück-Klinik entschieden, da es in der Geburtshilfeabteilung sehr familiär zugeht", erklären die glücklichen Eltern Carmen Schäfer und Dominik Schmidt aus Dörth.

    Helene Schmidt ist das 400. Baby, das in diesem Jahr in Simmern das Licht der Welt erblickte.
    Helene Schmidt ist das 400. Baby, das in diesem Jahr in Simmern das Licht der Welt erblickte.

     

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