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  • Nach Felssturz: B9 am Mittelrhein ist wieder passierbar – mit Einschränkungen [Update]

    St. Goar. Aufatmen am Mittelrhein: Die wichtige Verkehrsverbindung zwischen den Rheinstädten St. Goar und Oberwesel ist ab Samstagnachmittag wieder befahrbar - wenn auch vorerst nur einspurig. Der Felsbrocken, der locker in der Felswand oberhalb der Bundesstraße 9 saß, hat sich in der Nacht von Freitag auf Samstag selbstständig gelöst.

    Von unserer Reporterin Suzanne Breitbach

    Freie Fahrt ist dennoch nicht möglich. Eine Ampelanlage regelt den Verkehr im Kurvenbereich, zumal die Bauarbeiten am Felssturz in den nächsten Wochen noch für Behinderungen sorgen werden. „Mit kurzfristigen Vollsperrungen im Zeitfenster von fünf bis zehn Minuten müssen die Verkehrsteilnehmer rechnen“, sagt ein Sprecher des Landesbetriebs Mobilität am Samstagmittag.

    Ein rund 100 Tonnen schwerer Felsbrocken, der die Spezialfirma und die Mitarbeiter des LBMs mehrere Tage intensiv beschäftigt hat, ist ohne Fremdeinwirkung im Fangraum an der Stützmauer der Bundesstraße 9 gelandet und hat keinerlei Schäden verursacht. Rund vier Meter tief ist der Fangraum, der durch das nächtliche Ereignis randvoll gefüllt ist.

    Bereits seit einer Woche ist eine Spezialfirma vor Ort, um das lockere Gestein kontrolliert zu Tal zu bringen. Deshalb verzögerte sich immer wieder die Öffnung der Bundesstraße 9. Am Freitagnachmittag rückte die Drehleiter der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel an, um den Arbeitsraum auszuleuchten. Am Samstag atmeten die Verantwortlichen dann auf, als sie den gewaltigen Felsbrocken im Fangraum bei Arbeitsbeginn vorfanden. Er hatte sich über Nacht selbstständig gemacht.

    Vorsorglich war der Bewohner eines benachbarten Hauses durch die Verbandsgemeinde am Freitagmittag evakuiert worden. Der ältere Herr fand eine vorübergehende Bleibe bei seiner Tochter und wird in sein Haus wieder zurückkehren können.

    Anfang der Woche wird ein Arbeitshubschrauber erwartet, der Arbeitsgeräte in den Steilhang bringen soll. Mit Spritzbeton, Spezialnägeln und drei und fünf Meter tiefen Bohrungen soll die restliche Felswand gesichert werden. Danach wird der Fangzaun im Bereich des Hangrutsches errichtet. Von den Gesteinsbrocken befreit werden muss auch die rund vier Meter tiefe Mulde hinter der Stützmauer, die nach dem erneuten Felssturz gut gefüllt ist.

    Am Samstagmittag ging es mit vereinten Kräften schneller als gedacht. Der Bauhof der Stadt St. Goar, die Straßenmeisterei Simmern und die Spezialfirma beteiligten sich an der Säuberung der Fahrbahn für die Verkehrsfreigabe.

    [Update:] Laut Landesbetrieb Mobilität (LBM) soll die Ampel voraussichtlich in den nächsten zwei bis drei Wochen in Betrieb bleiben. Täglich sind nach LBM-Angaben hier rund 3600 Fahrzeuge unterwegs. 

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