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Dafür: Peter Hintze (CDU)

Von Peter Hintze

Hintze: „Die Präimplantationsdiagnostik (PID) bedeutet ein Ja zum eigenen Kind und ein Ja zum Leben. Sie ermöglicht erblich vorbelasteten Eltern, sich für ein eigenes Kind zu entscheiden.“

Ich setze mich für eine Regelung ein, mit der wir den betroffenen Eltern das klare Signal geben, dass sich der Gesetzgeber ihrer existenziellen Nöte annimmt und sie in ihrem Wunsch nach einem eigenen Kind stärkt. Die Präimplantationsdiagnostik (PID) bedeutet ein Ja zum eigenen Kind und ein Ja zum Leben. Sie ermöglicht erblich vorbelasteten Eltern, sich für ein eigenes Kind zu entscheiden. Und sie hilft, Tot- und Fehlgeburten sowie die besonders problematischen Spätabtreibungen zu vermeiden. Die Zulassung der PID ist für mich ein Gebot der humanitären Vernunft.

Ich möchte, dass wir von der Situation der Frau ausgehen und deren Selbstbestimmung stärken. Um Frauen vor körperlichen und seelischen Qualen zu bewahren, soll eine PID in zwei Fällen erlaubt sein:

Wenn aufgrund einer erblichen Vorbelastung der Eltern beziehungsweise eines Elternteils eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass das Kind ebenfalls eine schwerwiegende Erbkrankheit aufweisen wird.

In den Fällen, in denen aufgrund einer schwerwiegenden genetischen Schädigung des Embryos mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Tot- oder Fehlgeburt droht, ohne dass bei den Eltern eine genetische Vorbelastung festgestellt werden kann. In diesen Fällen muss die Frau entweder befürchten, aufgrund ihres Wissens über eine schwere genetische Schädigung ihres Kindes in einen schwerwiegenden Schwangerschaftskonflikt zu geraten, der eine Abtreibung rechtfertigen würde. Oder sie muss befürchten, mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Tot- oder Fehlgeburt zu erleiden, die tief in ihr Leben eingreift und traumatisch nachwirkt.

Frauen, die die Tortur einer künstlichen Befruchtung aus dem sehnlichen Wunsch nach einem Kind heraus auf sich nehmen, ein Interesse an einem Designerbaby zu unterstellen, wäre anmaßend und ginge an der Lebenswirklichkeit vorbei. Häufig sind es gerade die Eltern, die bereits ein Kind mit Behinderungen haben und sich liebevoll um dieses Kind kümmern, die sich ein weiteres Kind wünschen und nun große Gewissensqualen erleiden. Diesen Eltern sollten wir helfen, sich für ein Kind zu entscheiden.

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Leserkommentare (3)

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von Woody Alien vom 07.01 - 13:35 Uhr
genauso wie Frau Klöckner die Grenzen zu eng zieht. Es muss in seltenen Fällen sowohl Pid als auch Abtreibung möglich sein. Abtreibung ist ...
2
von Pellenzer vom 07.01 - 13:46 Uhr
Von Pfarrer Hintze hätte ich das aber jetzt am allerwenigsten erwartet. Aber dafür meine Hochachtung. Die Klöckner sollte sich ein Beispiel daran ...

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