Podcast über Tod und Trauer
„Wir haben nie nach dem Warum gefragt“
Maike Vogt ist in diesem Jahr die Schirmherrin des Koblenzer Hospizvereins.
Maike Vogt ist in diesem Jahr die Schirmherrin des Koblenzer Hospizvereins.
Nina Borowski

Maike Vogt ist Mama von zwei Kindern und musste gemeinsam mit ihrem Mann die wohl schwerste Entscheidung als Eltern treffen: Bekommt der kleine Sohn eine weitere Chemo oder palliative Begleitung? Im Podcast spricht sie über ihren Weg als Familie.

Lesezeit 2 Minuten

Das eigene Kind auf dem letzten Lebensweg zu begleiten ist für Eltern ein schwerer Schritt. Maike Vogt und ihr Mann haben sich für diesen Weg entschieden, um ihrem kleinen Sohn Michel weiteres Leid zu ersparen. Er stirbt mit nur drei Jahren. Die Familie lässt sich während dieser schweren Zeit vom ambulanten Kinder- und Jugendhospiz und vom Team der PalliaKids aus Koblenz begleiten. Maike Vogt ist die Schirmherrin im Jubiläumsjahr 2026 des Koblenzer Hospizes. Im Podcast spricht sie mit Host Nina Borowski über Michels Geschichte und wie es für sie als Familie nun weitergeht.

Maike Vogt ist eine starke und lebensbejahende Frau - trotz oder vielleicht wegen ihrer Geschichte. Als ihr anderthalbjähriger Sohn Michel die Diagnose „Hirntumor“ bekommt, verändert das alles. Die Chancen auf Heilung sind zunächst gut. Es folgen OPs, eine Chemo und eine Reha für die ganze Familie. Alle atmen auf und wollen jetzt so richtig durchstarten. Bei einer Kontrolluntersuchung wird dann erneut ein Tumor im Kopf festgestellt. Die Ärzte geben dem kleinen Michel noch sechs bis acht Wochen Lebenszeit. Die Familie lässt sich während dieser Zeit vom ambulanten Kinder- und Jugendhospiz begleiten. Was Maike Vogt besonders wichtig ist: ein offener Umgang mit Michels Diagnose. „Wir leben auf dem Land und da ist es oft so, dass viele Gerüchte rumgehen. Mit Gerüchten kann ich schlecht umgehen“, sagt sie im Podcast. Das Team des Hospizes informiert Schule und Kindergarten, spricht mit den Großeltern und ist auch für Michels große Schwester ein wichtiger Anker. Was Familie Vogt durch diese Offenheit passiert, empfinden sie als Geschenk: große Anteilnahme und Hilfsbereitschaft. „Fast jeden Tag stand etwas zu Essen vor der Tür“, sagt Vogt. Die Familie erlebt intensive Monate. Das Zimmer von Michel wird zum Familienzentrum. In all dieser Zeit vertraut Maike Vogt auf ihre Intuition und geht mit ihrer Familie ihren ganz eigenen Weg. Das ganze Gespräch gibt es im Podcast. Jetzt reinhören!

„überLeben“-Staffel zwei – Die Folgen

Jeden Freitag erscheint eine neue Folge.

- Folge 7: „Es wird nie mehr ein Tag so sein wie der davor“ – Bruder Stephan Oppermann (4. September)

- Folge 8: „ Das ist das Härteste, was man erleben kann “ – Christa Albrecht (11. September)

- Folge 9: „Trauer ist Höchstleistung für den Körper“ – Christina Gippert (18. September)

- Folge 10: „Meine Tochter hat viel geheilt“ – Vera Zens (25. September)

- Folge 11: „Auf uns muss man keine Rücksicht nehmen“ – Bianca Schott, Dirk Griesel, Jutta Jellinek (2. Oktober)

- Folge 12: „Wir haben nie nach dem Warum gefragt“ – Maike Vogt (9. Oktober)

- Folge 13: „Ich bin bei mir angekommen“ – Ina Rohlandt (16. Oktober)

Alle Folgen gibt es unter www.ku-rz.de/ueberleben

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