Kollege KI zieht bei immer mehr Unternehmen in den Arbeitsalltag ein. Das bedeutet nicht nur für die gesamten Kollegien, sondern insbesondere auch für Führungskräfte eine neue Herausforderung. Wie moderiert man dieses neue Miteinander? Moderiert man es überhaupt? Wie baut man Ängste ab und wandelt sie in einen echten Zugewinn für die Teams und das Unternehmen?
Fragen, die Ralf Kölbach, Vorstandssprecher der Westerwaldbank, und RZ-Chefredakteur Lars Hennemann in der neuesten Podcast-Folge des gemeinsamen „Business Talk“ bewogen haben, sich dieses Thema einmal genauer anzuschauen. „KI sitzt in vielen Büros längst mit am Tisch. Das ist Fakt. Damit muss man aktiv umgehen, den Wandel gestalten. Hier sind Führungskräfte ganz klar gefordert“, betont Kölbach.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht allein lassen

Das Kontraproduktivste, was man dabei machen könne, sei es, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den neuen Entwicklungen allein zu lassen. „Selbst diejenigen, die den Wandel aktiv angehen und mitgestalten wollen, fragen sich dann unweigerlich, wo denn die Reise hingehen soll. So entsteht keine Produktivität, sondern Verwirrung oder Schlimmeres.“
Von daher sei es wichtig, das Thema detailliert anzugehen. „Wo kann KI tatsächlich Mehrwert schaffen, wo kann sie Menschen entlasten? Und wo braucht es den Menschen weiterhin, vielleicht von KI unterstützt? Das sind die Fragen, die sich allen stellen. Mit dem richtigen Blickwinkel kann man dem eigenen Unternehmen neue Möglichkeiten eröffnen, die über bloßes Heben von Effizienzen hinaus gehen“, ist sich Kölbach sicher.
Dass dieses neue Miteinander kein Selbstläufer ist und durchaus einige Komplexitäten beinhaltet ist allerdings auch klar. „Aber auch das war schon immer so. Wenn eine neue Technik oder eine neue Methode verfügbar wird, dann muss man versuchen, sie zu verstehen. Nur wer versteht und sich aktiv darum bemüht, gewinnt im Wandel. Das war zumindest in der freien Wirtschaft schon immer so, auch vor KI“, so Kölbach.









