L iebe Leserinnen und Leser, oder besser: liebe Podcast-Hörerinnen, liebe Podcast-Hörer!
Als Autorin und Moderatorin der Podcastreihe „überLeben“ freut es mich sehr, dass die Folgen und damit die Themen Tod und Trauer bei Ihnen so viel Anklang gefunden haben – und nach wie vor finden. Die Idee zu diesem Podcast entstand aus einer eigenen Verlusterfahrung heraus. Durch das eigene Er- und Überleben habe ich gemerkt: Es wird leichter, wenn man darüber spricht. Denn der Tod betrifft uns alle.
In der ersten Staffel habe ich mit meiner Kollegin Celina de Cuveland über den Tod unserer Mütter gesprochen. Das war auch für mich etwas sehr Besonderes. Denn als Journalistin bin ich es gewohnt, über die Geschichten anderer zu schreiben. Meine Eigene zu erzählen, dafür brauchte es etwas Mut. Mit spannenden Gesprächspartnerinnen habe ich in den weiteren Folgen über ihren Umgang mit den Themen als Pfarrerin, Bestatterin, Ärztin oder auch Trauerbegleiterin geredet.
Die Themen sind damit noch längst nicht auserzählt. In der zweiten Staffel der Podcastserie geht es weiter. Unter anderem spreche ich mit Bruder Stephan, Benediktinermönch im Kloster Maria Laach, über Gedenkkultur. Christa Albrecht engagiert sich im Raum Koblenz ehrenamtlich in einer Selbsthilfegruppe für Angehörige nach Suizid. Bei einem Besuch durfte ich die Gruppe und Albrechts Arbeit kennenlernen. Für ein Enttabuisieren von Trauer macht sich Christina Gippert stark. Sie coacht Unternehmen für den Umgang mit Trauer am Arbeitsplatz. In einer weiteren Folge spreche ich mit Vera Zens über das Thema Sternenkinder. Sie ist heute Mama von zwei Kindern und hatte selbst drei Fehlgeburten. Im Gespräch gibt die ehemalige Pfarrerin sehr persönlichen Einblick, wie diese Zeit ihr ganzes Leben umgekrempelt hat.
Dass Tod keine Frage des Alters ist, blenden wir oft aus. Umso wichtiger ist das Engagement zu diesem Thema. Zwei Kolleginnen und ein Kollege des Kinder- und Jugendhospizes aus Koblenz waren bei mir im Studio zu Gast und geben Einblick in ihre Arbeit und sprechen darüber, wie wichtig es ist, Kinder beim Thema Trauer nicht außen vor zu lassen. Durch dieses Gespräch ergab sich eine weitere Gesprächspartnerin für den Podcast. Maike Vogt ist Schirmherrin im Jubiläumsjahr des Kinder- und Jugendhospizes. Die junge Mutter hat selbst ihren kleinen Sohn verloren – er hatte einen Hirntumor. Im Podcast erzählt sie, wie sie mit Begleitung des Hospizes als Familie durch diese schwere Zeit gekommen sind. Im Gespräch mit Ina Rohlandt geht es nicht nur um ihre Arbeit als Geschäftsführerin des Koblenzer Hospizvereins, sondern auch um den Moment, in dem sie durch eine Krebsdiagnose mit ihrer eigenen Endlichkeit konfrontiert wurde.
Auch bei allen Folgen der zweiten Staffel gilt, obwohl es ein ernstes Thema ist: Die Gespräche sind bunt, und es wird auch gelacht. Denn auch der Tod ist bunt. Er betrifft uns alle, und es wird leichter, wenn man darüber spricht.
Die neuen Folgen erscheinen ab sofort immer freitags. Jetzt reinhören!
„überLeben“-Staffel zwei – Die Folgen
Jeden Freitag erscheint eine neue Folge.
- Folge 7: „Es wird nie mehr ein Tag so sein wie der davor“ – Bruder Stephan Oppermann (4. September)
- Folge 8: „Suizidenten sind keine Mörder“ – Christa Albrecht (11. September)
- Folge 9: „Trauer ist Höchstleistung für den Körper“ – Christina Gippert (18. September)
- Folge 10: „Meine Tochter hat viel geheilt“ – Vera Zens (25. September)
- Folge 11: „Auf uns muss man keine Rücksicht nehmen“ – Bianca Schott, Dirk Griesel, Jutta Jellinek (2. Oktober)
- Folge 12: „Wir haben nie nach dem ’warum’ gefragt“ – Maike Vogt (9. Oktober)
- Folge 13: „Ich bin bei mir angekommen“ – Ina Rohlandt (16. Oktober)
Alle Folgen gibt es unter www.ku-rz.de/ueberleben











