Podcast über Tod und Trauer 
„Es wird nie mehr ein Tag so sein, wie der davor“
In seinem großen Atelier im Kloster kann Bruder Stephan all seine Kreativität ausleben. Dabe kommen verschiedene Materialien zum
In seinem großen Atelier im Kloster kann Bruder Stephan all seine Kreativität ausleben. Dabe kommen verschiedene Materialien zum Einsatz.
Nina Borowski

Die Bestattungskultur ist im Wandel. Neue Formen bringen Wahlmöglichkeiten und Vielfalt. Bruder Stephan, Mönch im Kloster Maria Laach und Bestattender, schätzt das sehr. Im Podcast spricht er darüber, warum all das ohne Dialog aber nicht geht.

Lesezeit 2 Minuten

Neue Bestattungsformen fördern den Wandel in der Bestattungs- und auch Gedenkkultur. Mehr Raum für individuelle Wünsche bedeutet für Stephan Oppermann, Benediktinermönch im Kloster Maria Laach, auch ein Auseinandersetzen mit den Themen Tod und Trauer. Im Podcast „überLeben - einer Gesprächsreihe über Tod und Trauer“ spricht der 44-Jährige mit Host Nina Borowski über diese Themen.

Stephan Oppermann ist ein Mensch, der viele verschiedene Facetten mitbringt und sie alle in seiner Arbeit vereint. Mit dem Eintritt in die Glaubensgemeinschaft in Maria Laach 2007 wurde aus Stephan Oppermann „Bruder Stephan“. Der gelernte Florist entschied sich bewusst für ein Leben im Kloster und schätzt diesen Ort bis heute für seine Vielfältigkeit und an vielen Stellen auch für seine Ruhe. Mit seinem Eintritt ins Kloster beginnt er ein Kunststudium. Er widmet sich der Malerei, der Bildhauerei und auch der Keramik. Einige Jahre ist er Leiter der Keramikwerkstatt in Maria Laach. Dort werden unter anderem auch Urnen gefertigt. Zudem ist Bruder Stephan Trauerbegleiter und arbeitet heute als Quereinsteiger bei einem Bestattungsunternehmen in Koblenz.

Stephan Oppermann ist nicht nur Florist, sondern auch Bildhauer, Trauerbegleiter und Quereinsteiger im Bestattungswesen.
Stephan Oppermann ist nicht nur Florist, sondern auch Bildhauer, Trauerbegleiter und Quereinsteiger im Bestattungswesen.
Nina Borowski

Mit Blick auf die neuen Wahlmöglichkeiten beim Thema Bestattung sagt er: „Was ich sehr schätze, dass ich, wenn ich eine der neuen Bestattungsformen wähle, ich in den Dialog gehen muss. Ich muss jemanden finden und mit jemandem sprechen, der meine Totenfürsorge wahrnimmt. Wem übertrage ich die Sorge für meinen Leichnam? Also, ich muss mich wirklich ganz ernsthaft damit auseinandersetzen.“ Dieses Auseinandersetzen ist Oppermann sehr wichtig. Denn für ihn gehören die Themen Tod und Trauer wieder mehr in die Mitte der Gesellschaft. Gerade in der Trauer sieht der 44-Jährige soziale Kontakte als etwas sehr Wichtiges an. Ein Friedhof könne ein wichtiger Begegnungsort sein: „Der Kampf um die Gießkanne kann auch Sozialkontakt sein, der sehr wichtig ist“, sagt Oppermann. Das ganze Gespräch gibt es ab sofort im Podcast - Jetzt reinhören!

„überLeben“-Staffel zwei – Die Folgen

Jeden Freitag erscheint eine neue Folge.

- Folge 7: „Es wird nie mehr ein Tag so sein, wie der davor“ – Bruder Stephan Oppermann (4. September)

- Folge 8: „Suizidenten sind keine Mörder“ – Christa Albrecht (11. September)

- Folge 9: „Trauer ist Höchstleistung für den Körper“ – Christina Gippert (18. September)

- Folge 10: „Meine Tochter hat viel geheilt“ – Vera Zens (25. September)

- Folge 11: „Auf uns muss man keine Rücksicht nehmen“ – Bianca Schott, Dirk Griesel, Jutta Jellinek (2. Oktober)

- Folge 12: „Wir haben nie nach dem ’warum’ gefragt“ – Maike Vogt (9. Oktober)

- Folge 13: „Ich bin bei mir angekommen“ – Ina Rohlandt (16. Oktober)

Alle Folgen gibt es unter www.ku-rz.de/ueberleben

Ressort und Schlagwörter

Rheinland-PfalzGlaube & Kirche

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