Was mit einem Experiment auf dem Gelände des Flughafens Hahn begann, hat sich inzwischen zu einem der europaweit größten Festivals für elektronische Tanzmusik (EDM) entwickelt: 1995 als eintägiger Open-Air-Rave gestartet, im Jahr darauf dann umgezogen auf die ehemalige Raketenbasis Pydna bei Kastellaun, bringt die Nature One (30. Juli bis 2. August) heute jährlich bis zu 65.000 Technofans mit den Stars der internationalen Elektroszene zusammen.
Einer, der diesen steilen Aufstieg von Beginn an miterlebt hat, ist Oliver Vordemvenne, Geschäftsführer des Festivalveranstalters I-Motion in Mülheim-Kärlich. Wobei so etwas wie Routine für den Musikmanager auch nach drei Jahrzehnten Nature One noch weit entfernt scheint: Für ihn sei das Festival vielmehr bis heute „ein Herzensprojekt“, das auch in der Organisation unverändert spannend bleibe, betont der 51-Jährige in der neuen Folge unseres Podcasts „RZähl mal!“.
Neues auf dem Radar, die Wurzeln im Blick
Eine abwechslungsreiche Aufgabe also, die sich in wesentlichen Teilen auch auf die Festival-DNA selbst zurückführen lässt, schließlich galt bei der Nature One seit jeher der Anspruch, ein möglichst breites Spektrum der EDM-Palette abzubilden. „Die Musik muss als Kern der Veranstaltung natürlich aktuell und modern sein, auch neue Strömungen und Künstler präsentieren – ohne dabei die Wurzeln zu vergessen“, benennt Vordemvenne das Credo und verweist beispielhaft auf das „Classic Terminal“, in dem auch bei der bevorstehenden Ausgabe wieder Nature-One-Veteranen wie Westbam oder Woody van Eyden auflegen werden.
In die Rubrik Neuerungen hingegen fällt unter anderem der Floor des Indian Spirit Festivals mit Goa-, Progressive- und Psy-Trance-Sounds. Erstmals im Line-up zu finden ist zudem auch die britische DJ-Legende Fatboy Slim, über den Vordemvenne sagt: „Das ist tatsächlich so eine Art Running Gag bei uns, weil wir ihn seit 30 Jahren anfragen und jedes Mal eine Absage erhalten. Aber diesmal kam tatsächlich relativ schnell die Rückmeldung: Er hat Zeit, er hat Bock!“

Ein spannender Blick hinter die Kulissen. Und doch nur eines von vielen Themen im Podcast, in dem es unter anderem auch um den besonderen Geist der Nature One, das neue Festivalerlebnis in der jüngeren Generation und den verrücktesten Campingplatz der Welt geht.
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