Ende der 1980er-Jahre hat Sönke Neitzel seinen Wehrdienst in einer Instandsetzungseinheit abgeleistet. Mittlerweile hat es der Obergefreite der Reserve zum renomiertesten deutschen Militärhistoriker gebracht. Die neue Wehrpflicht light kritisiert der 58-Jährige im Interview mit unserer Zeitung scharf. Das Modell der Freiwilligkeit sei gescheitert. Kai Bublitz
Die Wehrpflicht light sollte die Reihen der Bundeswehr auffüllen. Doch die Resonanz auf den freiwilligen Dienst ist äußerst gering. Für den Militärhistoriker Sönke Neitzel ist das Modell zum Scheitern verurteilt, wie er im Interview erklärt.
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Wirklich beliebt ist der Wehrdienst auch früher nicht gewesen. „Das war ein Zwangsdienst, den Millionen Bundesbürger geleistet haben“, räumt Sönke Neitzel im Interview mit unserer Zeitung ein. Der Postdamer Militärhistoriker erinnert sich noch gut an 1987, als er für 250 Mark Sold im Monat für 15 Monate eingerückt ist.