Neues Magazin jetzt erhältlich
Bopparder sah sich als Hitlers Geheimagent
Das neue Magazin der Rhein-Zeitung und ihrer Heimtausgaben über das abenteuerliche Leben des Boris von Skossyreff ist ab sofort
Das neue Magazin der Rhein-Zeitung und ihrer Heimtausgaben über das abenteuerliche Leben des Boris von Skossyreff ist ab sofort erhältlich.
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Das neue Magazin „Ich, Hitlers Geheimagent – Die Geschichte des ‚Barons’ aus Boppard“ der Rhein-Zeitung ist ab sofort erhältlich. Die Auflage ist limitiert. Im Mittelpunkt steht das abenteuerliche Leben des Boris von Skossyreff.

Lesezeit 3 Minuten

Stalins Sekretär, Hitlers Geheimagent, Fürst von Andorra, Oxford-Doktorand, Major der Wehrmacht ... oder bloß ein talentierter Hochstapler? Wer war Boris von Skossyreff am Ende wirklich? Alles davon und doch nichts so richtig? Diesen und weiteren Fragen geht Maximilian Eckhardt für die Rhein-Zeitung und ihre Heimatausgaben im neuen Magazin „Ich, Hitlers Geheimagent – Die Geschichte des ‚Barons’ aus Boppard“ nach, das ab sofort erhältlich ist. Die Auflage ist limitiert.

In Boppard, wo Boris von Skossyreff am 3. März 1989 zu Grabe getragen wurde, sprechen die Älteren bis heute über ihn. Auch in Mörsdorf und Mermuth im Hunsrück lebte er einige Jahre. Die einen zweifeln sein abenteuerliches Leben nicht an, reden voller Bewunderung von ihm. Ehrfurchtsvoll nennen sie ihn Doktor oder Baron. „Ohne Frage, er hat Großes erlebt“, sagen sie. Von Abenteuern und Kommandounternehmen im Auftrag des „Führers“ ist die Rede. Vom Geheimagenten, der mit Menschen und Staatsgeheimnissen spielte wie brave Bürger mit Skatkarten.

Maximilian Eckhardt ist seit vielen Jahren Boris von Skossyreff auf der Spur. Seine Recherchen münden in das neue Magazin, das d
Maximilian Eckhardt ist seit vielen Jahren Boris von Skossyreff auf der Spur. Seine Recherchen münden in das neue Magazin, das den Titel "Ich, Hitlers Geheimagent – Die Geschichte des ‚Barons’ aus Boppard“ trägt.
Nina Borowski

Die alteingesessenen Bopparder erzählen auch viele Jahre nach seinem Tod voller Hingabe. Ihre Geschichten handeln von einem Mann, der Zar Nikolaus, Leo Trotzki, Wladimir Iljitsch Lenin und Josef Stalin traf. Sie drehen sich um jemanden, der auch mit Adolf Hitler und dessen Getreuen verkehrte. „Der Mann schien mir ein Stück Geschichte zu sein“, sagt der Bopparder Pfarrer Walter Krause. Andere hingegen winken ab, schütteln den Kopf. Ein Bopparder spricht aus, was sie denken: „Boris von Skossyreff war ein kleiner Münchhausen.“ Ein Lügenbaron. Ein Hochstapler, wie er im Buche steht. Ein Mann, der geschickt darin war, Menschen zu manipulieren und zu instrumentalisieren.

Maximilian Eckhardt will es genauer wissen. Ob in Andorra und Spanien, Großbritannien und Russland, den Niederlanden und Deutschland: Seine Recherchen, die im Jahr 2010 begannen, strengten sich in vielen Ländern an. Mit Zeitzeugen wurde gesprochen, Historiker befragt, Archive, Behörden und Geheimdienste kontaktiert, Hunderte alte Dokumente und Fotos gesichtet, ausgewertet und eingeordnet. Die Erkenntnisse münden in das neue Magazin, das sich in mehreren Kapiteln, auf 68 Seiten, dem Mythos „Boris von Skossyreff“ nähert.

Mehrere Kapitel

Das Kapitel „Der Mann in Jalta“ widmet sich dem, was Skossyreff selbst allzugerne als „Husarenstück“ bezeichnete. Getarnt als französischer General will er sich im Februar 1945 bei der Konferenz von Jalta eingeschlichen haben, um die geheimen Pläne der alliierten Staatschefs Josef Stalin (Sowjetunion), Franklin D. Roosevelt (USA) und Winston Churchill (Vereinigtes Königreich) auszukundschaften. Alles im Auftrag Hitlers, den Skossyreff anschließend persönlich im Berliner Bunker informiert haben will, so die Legende. Einer, der die Wahrheit kennen musste, ist Rochus Misch, Hitlers Leibwächter. Wir haben ihn gefragt, den letzten Überlebenden aus dem Führerbunker, der den Untergang miterlebte.

Ein weiteres Abenteuer will Skossyreff bereits 1934 erlebt haben. Da will er es zum „Fürsten von Andorra“, dem Zwergstaat in den Pyrenäen, gebracht haben. „Als Boris I. von Andorra lag die Regierungsgewalt in meinen Händen“, behauptete er ein Leben lang. Sogar Zeitungen in aller Welt berichteten über Aufstieg und Fall des „Fürsten von Andorra“. Sie schreiben über die „Tragikomödie“. Doch was steckt hinter der Geschichte? Hatte Skossyreff einen Auftrag zu erfüllen? Der Historiker Gerhard Lang weiß mehr, teilt sein Wissen mit unserer Zeitung.

Ein Mann mit Talenten

Wer war dieser Mann, der sich am liebsten Baron nennen ließ? Skossyreff hatte Talente, die sich Nachrichtendienste zunutze gemacht haben wollen – vor, während und sogar nach dem Zweiten Weltkrieg. Nach eigenen Angaben gehört er während des Zweiten Weltkriegs zeitweise dem Stab der Panzer-Aufklärungs-Abteilung 6 (Teil der 6. Panzerdivision) an. An der Ostfront in Russland werden Sonderführer händeringend gesucht, auch um nachrichtendienstliche Aufgaben im Sinne der Front- und Feindaufklärung zu übernehmen. Skossyreff will ein sogenannter Sonderführer B gewesen sein. Er will Aufgaben vom Führerhauptquartier übernommen und Einsätze an der Ostfront geleitet haben. Mehr darüber erfahren Sie im Kapitel „Der Sonderführer B“.

Aus der russischen Kriegsgefangenschaft kehrte Skossyreff als Spätheimkehrer 1956 nach Deutschland zurück. Warum ließ er sich ausgerechnet in Boppard nieder? Er bewohnte zunächst einige Räume in der „Weißen Villa“ am Rhein. Fortan ist er das Gesprächsthema in der Stadt. Der Mann mit dem Monokel. Viele halten ihn für einen Geheimagenten mit bewegter Vergangenheit. Zeitzeugen und Weggefährten berichten über ihre Begegnungen mit ihm. In den Kapiteln „Der Ehemann im Hunsrück“ sowie „Der Senior in Boppard“ nähert sich der Autor dem Privatmann Skossyreff, gibt Einblicke in dessen Lebensphasen am Mittelrhein und auf dem Hunsrück. red

Lesen Sie die spannende Geschichte über Boris von Skossyreff mitten aus der Heimat der Rhein-Zeitung. Das Magazin, das 68 Seiten umfasst und viele selten Bilder zeigt, können Sie ab sofort im Internet unter www.rhein-zeitung.de/magazin zum Preis von 6,90 Euro bestellen. Die Lieferung ist versandkostenfrei. Die Auflage ist limitiert.

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