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    Koblenz

    Tipps für die Bewerbung: So klappt es mit dem Traumjob

    Abitur, Studium, Praktika – auf dem Weg in den Traumberuf muss man einige Hürden nehmen. Doch die größten warten bei der Bewerbung. Unzählige Fettnäpfchen, Unachtsamkeiten oder Schlampereien können den Erfolg kurz vor der Ziellinie noch zunichtemachen.

    Beim Lebenslauf kann der Bewerber in allerlei Fallen tappen: Rechtschreibfehler, Eselsohren oder schlechte Fotos schrecken potenzielle Arbeitgeber schon ab, bevor man überhaupt zum Gespräch eingeladen wird, sagt Personalberaterin Nicole Broockmann.
    Beim Lebenslauf kann der Bewerber in allerlei Fallen tappen: Rechtschreibfehler, Eselsohren oder schlechte Fotos schrecken potenzielle Arbeitgeber schon ab, bevor man überhaupt zum Gespräch eingeladen wird, sagt Personalberaterin Nicole Broockmann.
    Foto: dpa

    Nicole Broockmann, Geschäftsführerin der Personal- und Karriereberatung Personnel insight in Koblenz, sagt: „Es gibt sehr viele Fehler, die gemacht werden können.“ Rund 20000 Lebensläufe hat sie nach eigenen Angaben im Laufe ihrer Karriere durchgesehen – sie weiß, was alles schief gehen kann. Unserer Zeitung hat sie verraten, welche Fehler leicht zu vermeiden sind und wie man erfolgreich an ein Bewerbungsgespräch kommt. Das A und O für die Personalberaterin: „Setzen Sie sich intensiv mit der Bewerbung auseinander.“

    1. Schludrigkeit: Rechtschreibfehler, Tippfehler, Eselsohren – all diese Fehler lassen sich durch aufmerksames Durchlesen vermeiden. Schleicht sich doch ein Fehler ein, sollte man cool bleiben und abwarten. „Wenn ich merke, ich habe meine E-Mail-Adresse falsch geschrieben, dann würde ich mich melden“, sagt die Bewerbungsexpertin. „Was auch nicht geht: unprofessionelle Schriftarten“, mahnt Broockmann. Comicschrift oder Schreibschrift hat in einem Anschreiben nichts verloren – das wirkt wenig seriös.

    2. Alte Infos über das Unternehmen sollten möglichst aus dem Lebenslauf gestrichen werden. Peinlich, wenn der ehemalige Chef, der längst nicht mehr in dem Unternehmen tätig ist, als Vorbild im Anschreiben genannt wird. Aber auch veraltete und irrelevante Angaben über sich selbst haben im Lebenslauf nichts verloren, sagt Broockmann. Ein Praktikum aus der Schulzeit? Raus damit!

    3. In der Kürze liegt die Würze: Zu lange Lebensläufe oder Anschreiben schrecken den Personalleiter eher ab. „Oft wird im Anschreiben der Lebenslauf nur nacherzählt“, sagt die Personalberaterin. Dabei ist das Anschreiben das Herzstück einer jeden Bewerbung: „Es sollte eigentlich ein Akquiseschreiben sein, denn der Bewerber akquiriert sich ja eigentlich selbst.“ Kurz, knapp, knackig sollten die wichtigsten Infos aufgelistet werden. Nebensächlichkeiten oder standardisierte Floskeln sind für die Expertin ein absolutes No-Go in der Bewerbung.

    4. „Ich bin leistungsstark, kommunikationsfähig und ein Teamspieler. Diese Begriffe sind zu globalgalaktisch.“ Mit konkreten Beispielen arbeiten und Floskeln weglassen, fordert Broockmann. „Ich bewerbe mich bei Ihnen, weil ich die und die Erfahrungen gemacht habe mit den und den Erfolgen und deswegen bin ich der geeignete Kandidat“, empfiehlt sie. Und: Unbedingt auf die Stellenausschreibung eingehen im Anschreiben. „Wenn darin schon etwas konkret gefordert wird, sollte man sich darauf auch beziehen“, schlägt Broockmann vor. Außerdem zeigt das dem Arbeitgeber, dass man sich schon mit der Stelle auseinandergesetzt hat.

    5. Die Bewerbung darf ruhig ein paar persönliche Aspekte beinhalten. „‚Auf ein Gespräch mit Ihnen freue ich mich jetzt schon’ – das ist für mich persönlich“, sagt die Bewerbungsexpertin. Soll man den Familienstand angeben? Ja, sagt Broockmann. „Ich stelle mich ja als Person im Ganzen vor. Und da muss ich die Hosen runterlassen: Ich zeige, wer ich bin, weil mich das als Person auch ausmacht.“ Und wie sieht es mit Hobbys im Lebenslauf aus? Das macht den Arbeitgeber neugierig, also ja, meint Broockmann. „Man soll doch auch authentisch bleiben in seinem Lebenslauf.“ Was man hingegen unterlassen sollte: allzu konkrete Forderungen. „‚Ich bin Vater von zwei Kindern. Deshalb möchte ich jenes Gehalt und brauche so und so viele Urlaubstage und muss auch immer pünktlich Feierabend machen‘ – das kommt nicht so gut an“, sagt Broockmann lachend.

    6. Bei der Gestaltung des Lebenslaufs darf man durchaus ein wenig kreativ werden. Ein schönes Layout fällt dem Arbeitgeber schneller ins Auge, als Bewerbungsunterlagen mit einer Standardvorlage, heruntergeladen aus dem Internet. Aber Achtung! Es darf natürlich nicht überladen sein. Broockmanns Tipp: Auch hier lohnen sich Investitionen, zum Beispiel in einen Grafiker. Auf alle Fälle gehört aber ein professionelles Foto mit in eine Bewerbung. „Das Foto sollte auch ein Bild von der Person vermitteln, und nicht so ein 0815-Automatenfoto sein, bei dem man eher an Sträflingsfoto denkt“, sagt die Karriereberaterin.

    Einen kleinen Geheimtipp hat Broockmann dann am Ende auch noch: „Ich finde es schön, wenn sich der Bewerber zuvor telefonisch ein paar Infos einholt. So kann man sich über die Stelle austauschen und bleibt im besten Fall in Erinnerung“ – und das ist beim Vorstellungsgespräch dann von Vorteil.

    Von unserer Reporterin Nina Kugler
     

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