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    Kelberg/EifelGroßbrand in der Eifel: Große Lagerhallen in Flammen - Millionenschaden

    Die zerstörten Hallen im Gewerbegebiet von Kelberg/Vulkaneifel rauchen nur noch. Erst nach vielen Stunden war das Feuer, das einen Millionenschaden anrichtete, gelöscht - Grund für die Probleme waren vor allem die eisigen Temperaturen.

    Einen Schaden in Millionenhöhe hat ein Brand in einem Gewerbegebiet in Kelberg (Vulkaneifelkreis) verursacht. In der Nacht zu Dienstag war das Feuer gegen 1.30 Uhr ausgebrochen und griff auf drei Firmen mit insgesamt vier Hallen über.

    Rund 170 Feuerwehrleute aus den Verbandsgemeinden Kelberg, Ulmen, Gerolstein und dem Kreis Daun bekämpften bis in die späten Abendstunden die Flammen. Am heutigen Mittwoch soll ein Gutachter die Brandstelle untersuchen.

    "Arbeit von 18 Jahren in Stunden zerstört"

    Eine große schwarze Rauchwolke steht noch am Morgen über Kelberg, im Gewerbegebiet „Steinrausch“ sitzen Herbert Bauer und Reinhold Etten in einem nicht vom Feuer betroffenen Gebäude. Die beiden sind Chefs der Firma Bauer & Etten, die sich auf die CNC-Zerspanungstechnik spezialisiert hat – ihre Firma liegt in Schutt und Asche. Maschinen im Wert von mehreren Hunderttausend Euro sind zerstört, die auszuliefernde Ware für Kunden ist verbrannt.

    „Der Aufbau von 18 Jahren Arbeit ist in Stunden zerstört worden, alles ist weg. Wir müssen jetzt schauen, wie wir das mit den Kunden abwickeln“, sagt Reinhold Etten. Neun Mitarbeiter beschäftigte das Unternehmen und war seit 1995 in der angemieteten Halle.

    Auch die Hallen der Firmen TechniForm mit Spritzgießerei, Werkzeugbau sowie einer Baugruppenmontage und TechniSat sind betroffen, insgesamt vier Hallen sind weitestgehend zerstört. Werkzeuge von hohem Wert zum Herstellen von Kunststoffprodukten, Kunststoffspritzmaschinen, CNC-Maschinen, Kunststoffgranulate, Aluminium, Kartons, Pappe zum Verpacken und Fertigprodukte sind verbrannt.

    Feuerwehr: Wasser "ist uns vor den Tanklöschfahrzeug gefroren"

    Als die Feuerwehren zum Brandort kamen, stand alles in Flammen. Mitten in der Nacht, gegen 1.27 Uhr, wurde Alarm ausgelöst, Mitarbeiter der Nachtschicht einer Firma hatten das Feuer bemerkt und die Polizei alarmiert. 170 Einsatzkräfte eilten aus allen Himmelsrichtungen zum Großbrand und versuchten bei eisigen Temperaturen, das Feuer zu löschen. Zuerst wurde das Wasser aus dem Löschbehälter Kelberg, der 200.000 Liter fasst, zum Löschen des Feuers verwendet.

    Der Brand in einem Kelberger Gewerbegebiet hat einen Millionenschaden verursacht. Vier Hallen wurden Opfer der Flammen, mit ihnen teure Werkzeuge, große Lagerbestände und weiteres wertvolles Material. Foto: Sascha Ditscher
    Der Brand in einem Kelberger Gewerbegebiet hat einen Millionenschaden verursacht. Vier Hallen wurden Opfer der Flammen, mit ihnen teure Werkzeuge, große Lagerbestände und weiteres wertvolles Material.
    Foto: Sascha Ditscher

    „Das ging auch ganz gut, bis er leer war, danach haben wir eine 2,3 Kilometer lange Leitung nach Köttelbach gelegt, doch die ist uns dann vor dem Tanklöschfahrzeug eingefroren“, erzählt Einsatzleiter Albert Berens.

    Nach einiger Zeit schafften sie es, das Problem zu beheben. Dennoch waren die Wehrleute erfolgreich. So schafften sie es unter anderem, einen Tank mit 15.000 Liter Heizöl vor dem Flammen abzuschirmen. „Erst um 4.30 Uhr hatten wir den Brand unter Kontrolle. Bis wir komplett fertig sind, wird es wohl bis Mittwoch dauern“, berichtet Einsatzleiter Albert Berens.

    Was den Feuerwehrleuten das Löschen neben Kälte und Glatteis erschwerte, waren die eingestürzten und verbogenen Stahlträger in den Hallen. „Dieses Wirrwarr aus einem Stahlgeflecht hindert uns weiterhin daran, in den Hallen die immer wieder aufschwellenden Brandherde zu löschen“, sagte Berens am Dienstagvormittag. „Wir werden sie wohl mühsam mit Schneidbrennern durchschneiden müssen, um dann Halle für Halle sukzessive ablöschen zu können.“ Weiteres Problem: die rissigen und somit einsturzgefährdeten Hallenwände.

    Wodurch das Feuer entstanden ist, kann noch nicht gesagt werden. Derzeit können die Brandermittler der Kriminalpolizei Wittlich die Brandstelle noch nicht betreten. Ein Gutachter soll am Mittwochvormittag den Brandort untersuchen. Den Schaden beziffert die Polizei aktuell auf deutlich über eine Million Euro.

    Wegen der Löscharbeiten kam es zwischenzeitlich auch zu einer starken Rauchentwicklung. Die Bevölkerung in Kelberg und den den angrenzenden Ortschaften wurde vorsorglich mit Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, sich im Haus aufzuhalten und Türen und Fenster zu schließen. Luft- und Wasserproben sollen schnellstmöglich Aufschluss darüber geben, ob das betroffene Gebiet nun infolge übermäßig mit Schadstoffen belastet ist.

    Wasser gefror in den Rohren: Löschmarathon bei Großbrand in KelbergGroßbrand von Lagerhallen in Kelberg/Vulkaneifel: Millionenschaden
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