Plus
Rheinland-Pfalz

Was bringen Ausgangssperren? Am Beispiel Mainz zeigt sich, wie fragwürdig der Erfolg der Maßnahme ist

Als die Landeshauptstadt Mainz am 1. April eine Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr verhängte, lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 121. 16 Tage später, als die Ausgangssperre gerichtlich gestoppt wurde, war die Inzidenz schon bei 199. Das Interessante: Mainz hatte am 1. April die vom Land verordnete Notbremse für Kommunen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 gezogen, doch im Grunde änderte sich nicht viel. Die Geschäfte waren bereits seit dem 15. März zu, möglich war nur noch Terminshopping. Garten- und Baumärkte blieben ebenso offen wie die Wochenmärkte und die Friseure, die Schulen blieben im Wechselunterricht, die Kitas geöffnet. Allein die Außengastronomie musste schließen – nach nur einer Woche.

Von Gisela Kirschstein Lesezeit: 2 Minuten
+ 4402 weitere Artikel zum Thema