Bad Ems

Vom Altar zum Anwalt? Scheidung in Rheinland-Pfalz immer seltener

Von dpa
Hochzeitsdekoration
Der Rest einer Hochzeitsdekoration liegt auf einer Brücke über den Rhein. Die Zahl der Scheidungen ist in Rheinland-Pfalz seit langem rückläufig. Foto: Martin Gerten/DPA

Bis dass der Tod euch scheide – oder eben ein Familiengericht: 2023 hat es in Rheinland-Pfalz rund 7000 Scheidungen gegeben. Vor allem Ehen aus einer gewissen Zeit sind mittlerweile oft geschieden.

Lesezeit: 1 Minute
Anzeige

Im vergangenen Jahr haben sich in Rheinland-Pfalz weniger Menschen scheiden lassen als noch ein Jahr zuvor. Rund 7100 Ehen seien geschieden worden, teilte das Statistische Landesamt am Montag in Bad Ems mit. Das seien rund 630 und damit 8,1 Prozent weniger als 2022 gewesen. Die Zahl der Scheidungen sei seit 2011 rückläufig – außer leichten Anstiegen 2016 und 2022.

Von den Scheidungen im vergangenen Jahr betrafen 92 Ehen zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern. Mit etwa 49 Prozent hatte die Hälfte der geschiedenen Paare minderjährige Kinder. „Landesweit waren im vergangenen Jahr rund 5600 Minderjährige von der Scheidung ihrer Eltern betroffen“, teilte das Statistikamt mit.

Von den Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre geschlossenen Ehen sind laut Mitteilung inzwischen rund 45 Prozent geschieden worden. Damit seien die Trennungsquoten in diesen Heiratsjahrgängen am höchsten.