Archivierter Artikel vom 05.07.2015, 19:45 Uhr
Berlin/Mainz

Streit über Burka: Klöckner legt nach

Die rheinland-pfälzische CDU-Vorsitzende Julia Klöckner bekräftigt ihre Forderung nach einem Burka-Verbot. Eine Vollverschleierung verstoße gegen die Regeln des Zusammenlebens in Deutschland.

„Das ist ein klares Signal, dass unsere freie Gesellschaft abgelehnt wird“, sagte Klöckner der „Bild am Sonntag“. „Wer aber unsere offene Gesellschaft für so schrecklich hält, der ist nicht gezwungen, hier zu leben.“

Klöckner verglich das Tragen einer Burka mit Exhibitionismus. So gebe es auch Menschen, die nackt durch die Straßen laufen wollen. „Das ist bei uns aber nicht erlaubt, weil es auch um andere geht.“

Die Vollverschleierung verhindere, jemandem offen ins Gesicht zu sehen. „Frauen zu verstecken, das passt jedenfalls nicht zu unserer Demokratie, und nur die Rosinen rauszupicken auch nicht“, sagte die Vize-Bundesvorsitzende der CDU.