Archivierter Artikel vom 19.06.2020, 06:25 Uhr
Rheinland-Pfalz

Schwimmbäder in der Region: Wann sie geöffnet haben, welche Bestimmungen zu beachten sind

Die Schwimmbäder in der Region öffnen in den nächsten Tagen ihre Pforten oder haben den Betrieb zum Teil schon wieder aufgenommen. An dieser Stelle geben wir einen Überblick, wie es in den einzelnen Kreisen im RZ-Gebiet aussieht. Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

Das Naturfreibad in Simmern gehört zu den ersten Bädern in der Region, die nach der Corona-Zwangspause wieder geöffnet haben. Weitere Schwimmbäder sind mittlerweile gefolgt oder bereiten sich darauf vor, zeitnah wieder Gäste begrüßen zu können.
Das Naturfreibad in Simmern gehört zu den ersten Bädern in der Region, die nach der Corona-Zwangspause wieder geöffnet haben. Weitere Schwimmbäder sind mittlerweile gefolgt oder bereiten sich darauf vor, zeitnah wieder Gäste begrüßen zu können.
Foto: Archiv Thomas Torkler

Koblenz und der Kreis Mayen-Koblenz

Das Freibad Bendorf bleibt geschlossen, weil die Öffnung nicht unter vertretbaren Umständen umsetzbar ist. Das Freibad in Winningen ist bereit seit dem 16. Juni geöffnet, das in Vallendar seit dem 10. Juni. Das Andernacher Freibad öffnet am 19. Juni. „Wir haben von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 19 Uhr geöffnet, damit möglichst viele Leute schwimmen können“, sagt der Andernacher Stadtsprecher Christoph Maurer. „Maximal 250 können gleichzeitig rein.“ Besucher müssten Kontaktformulare ausfüllen.

Das Pellenzbad will am 22. Juni öffnen und das Freibad in Mayen am 27. Juni. In Koblenz bleibt das Freibad Oberwerth wegen einer Beckensanierung geschlossen.

Kreis Birkenfeld

Das Freibad in Birkenfeld soll Anfang Juli wieder geöffnet werden. Der genaue Tag steht aber noch nicht fest. Um die Abstandsregelungen einhalten zu könnem, dürfen sich insgesamt 111 Personen in beiden Becken (Schwimme- und Nichtschwimmer) aufhalten. Beim vorgesehenen Zweischichtbetrieb ist somit für maximal 222 Gäste pro Tag der Eintritt möglich. Das subtropische Erlebnisbad „Pyramide“ im Ferienpark Hambachtal in Oberhambach ist seit Mittwoch, 17. Juni, geöffnet. Es können sich dort 70 Personen gleichzeitig aufhalten. Das Bad kann prinzipiell zwar auch von Nicht-Urlaubern besucht werden, allerdings werden aktuell Gäste der Ferienparks bevorzugt eingelassen. Das in Gemeindeeigentum befindliche Freibad in Schwollen bleibt in der Saison 2020 geschlossen. Ebenfalls geschlossen, zumindest vorerst, bleibt das Naturbad im Idar-Obersteiner Stadtteil Tiefenstein.

Wenn alles nach Plan läuft, wird der Baumholderer Weiher in den Sommerferien für den Badebetrieb geöffnet. Doch einiges wird anders sein als normalerweise. Die DLRG-Ortsgruppe hat ein umfassendes Hygienekonzept ausgearbeitet und Schichtpläne erstellt, um die notwendigen Auflagen in Zeiten der Corona-Pandemie zu erfüllen. Das Idarwaldbad in Rhaunen soll spätestens Anfang Juli, falls möglich sogar schon am letzten Juniwochenende geöffnet werden. Statt 1500 Badegästen wie zu Spitzenzeiten werden allerding höchstens 400 bis 500 eingelassen werden. Gäste sollen zu Dokumentationszwecken künftig per App beim Betreten und Verlassen des Bades gescannt werden.

Rhein-Hunsrück-Kreis

Das Naturfreibad in Simmern sowie das Schwimmbad in Gemünden haben bereits seit Ende Mai wieder geöffnet. Wie die Verbandsgemeinde Kirchberg mitteilt, sind in Gemünden „aufgrund der Hygienevorschriften maximal pro Tag 378 Besucher zulässig“. Nach den beiden Einrichtungen in Simmern und Gemünden folgte auch das Rheingoldbad in St. Goar-Werlau, das seit 5. Juni wieder Badegäste begrüßt. Um die Auflagen möglichst optimal erfüllen zu können, wird in Werlau ein „Zweischicht-Betrieb“ eingeführt, denn die Obergrenze an Besuchern wurde auf 200 festgelegt, „da aufgrund der Beckengrößen und Kontaktbeschränkungen sich nur maximal 70 Personen gleichzeitig in allen Becken zusammen aufhalten dürfen“. Vorerst nicht zum Besuch geöffnet sind das Freibad in Kirchberg und der Waldsee in Argenthal. Beim Freizeitbad in Simmern laufen derzeit die sonst im Herbst stattfindenden Revisionsarbeiten.

Rhein-Lahn-Kreis

Das Freibad Nassau öffnet am Samstag, 20. Juni. In dieser Badesaison können nur Einzeltickets für Erwachsene zum Preis von vier Euro und Jugendliche zum Preis von 2,50 Euro erworben werden. Das Bad ist täglich für jeweils maximal 200 Besucher, und zwar von 11 bis 14 Uhr und von 16 bis 19 Uhr, geöffnet. Das Freibad Singhofen öffnet am 27. Juni zunächst für vier Wochen auf Probe. Zwischen zwei festgesetzten Zeiträumen dürfen jeweils bis zu 100 Badegäste die Anlage benutzen. Und zwar von 10 bis 14 Uhr sowie zwischen 15 und 19 Uhr. Tickets müssen über die Website der Verbandsgemeinde bestellt und via Internet auch bezahlt werden. Erwachsene zahlen drei Euro, Minderjährige und Ermäßigungsberechtigte wie Auszubildende 1,50 Euro. Das Lahnsteiner Freibad hat mit täglich zwei Zeitfenstern geöffnet: 9:30 bis 14:00 Uhr und 15:00 bis 19:30 Uhr. Pro Zeitfenster sind maximal 500 Besucherinnen und Besucher zulässig.

Kreis Bad Kreuznach

In Bosenheim und Bad Münster werden die Freibäder nicht vor dem 6. Juli geöffnet. Die vier Freibäder in der VG Rüdesheim öffnen am Samstag, 27. Juni, ihre Pforten „unter Einhaltung der Hygieneregeln aus der achten Corona-Bekämpfungsverordnung“: Im Rüdesheimer Freibad soll ein Ampelsystem regeln, wer von den Badegästen wann ins Wasser darf. Auch das Bad in Argenschwang in der VG Rüdesheim öffnet seine Pforte: Am Samstag, 27. Juni, um 12 Uhr geht es los, hat der Gemeinderat aktuell entschieden. Am 27. Juni öffnet die Gemeinde Wallhausen ihr Freibad unter Auflagen. So ist die maximale Zahl von Besuchern eingeschränkt und es sind zwei Badezeiten festgelegt: 9:00 Uhr bis 13:30 Uhr und 15:00 Uhr bis 19:30 Uhr. Das Freibad Winterbach ist bereits seit dem 15. Juni unter den üblichen Hygieneregeln offen. Hier soll das Online-Ticketsystem, https://cm-access.de/winterbach für Reservierungen genutzt werden, um die Menge der Besucher zu regulieren.

Das Schwimmbad Seibersbach will Mitte des Sommers öffnen. In Bad Sobernheim und Meisenheim wird der 1. Juli angestrebt. Ansonsten wollen die beiden Bäder unter den bisherigen Rahmenbedingungen im Laufe des Sommers öffnen. Das Kirner Jahnbad dürfte in diesem Jahr wohl seine Pforten geschlossen halten. Ob das Schwimmbad in Windesheim öffnet, ist noch unklar, ein Hygienekonzept werde erstellt, heißt es.

Vorerst geschlossen bleiben in Bad Kreuznach die Bäder der Kreuznacher Badgesellschaft, also das Freibad Bosenheim, das Hallenbad, die crucenia thermen und das Bäderhaus. Die crucenia thermen, das Hallenbad und das Bäderhaus werden vor Oktober 2020 auch nicht wieder öffnen.

Kreis Mainz-Bingen

Das Bad in Ingelheim ist schon seit einigen Wochen geöffnet. Dort wird im Kreis mit genügend Abstand geschwommen. Im Internet zeigt eine Ampel, ob es voll ist oder noch Kapazitäten hat. Das Naturerlebnisbad in Bingen-Bingerbrück ist aktuell noch geschlossen, wird aber am 1.7. Juli öffnen. Das Hallen- und Freibad in Mainz-Mombach ist geöffnet; Freibad und Hallenbad können nur “entweder – oder" besucht werden. Das Freibad im Mainzer Taubersbergbad wird am 27. Juni geöffnet.

Kreis Neuwied

Im Kreis Neuwied haben aktuell zwei Bäder geöffnet.

Freibad Linz: Das Freibad hat seit Anfang Juni täglich ab 8 Uhr geöffnet. Wer schwimmen will, muss sich vorher auf der Internetseite www.freibad-linz.de einen Besuch buchen. Es dürfen nur 150 Badegäste gleichzeitig im Bad sein. Damit möglichst viele Menschen in den Freibadgenuss kommen, wurden Zeitfenster eingerichtet. Unter der Woche stehen drei Zeitfenster zur Verfügung, am Wochenende kann samstags und sonntags von 8 bis 13 Uhr und von 14 bis 19 Uhr geschwommen werden.

Freibad der Deichwelle Neuwied: Die Deichwelle wird ab dem 1. Juli im Freibad einen eingeschränkten Schwimmbetrieb ermöglichen. Dazu wird die Deichwelle in fünf Zeitfenstern zu je 90 Minuten bis zu 72 Personen ins Freibad lassen. Dies stellt die maximale Anzahl derer dar, die zeitgleich im Schwimmerbecken aktiv sein können. Rutschen, Sprungturm und Kleinkindbereich bleiben geschlossen, ebenso die Gastronomie. Wenn ab dem 1. Juli geöffnet wird, können Schwimmer um 9, 11, 13, 15 und 17 Uhr für jeweils 90 Minuten ins Bad. Die restlichen 30 Minuten bis zum nächsten Eintrittstermin werden für eine Zwischendesinfektion benötigt. Dazu gehören auch Sanitäranlagen und Umkleiden. Der Ticketverkauf erfolgt ausschließlich online: https://www.deichwelle.de/

Kreis Cochem-Zell

Das Erlebnisbad Zeller Land wird am Freitag, 19. Juni, wieder geöffnet, allerdings mit umfangreichen Sicherheits- und Hygienebestimmungen. Es dürfen maximal 100 Personen im Bad sein, jeweils in zwei Zeitblöcken (10-14 Uhr und 15-19 Uhr), dazwischen erfolgen umfangreiche Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen. Einlass erfolgt nur über ein Online-Ticket für das jeweilige Zeitfenster. Im Ein- und Ausgangsbereich sowie in den Umkleide- und Sanitärbereichen besteht Maskenpflicht, ebenso in der Schwimmbadgastronomie. Auch die Mitarbeiter tragen einen Mund-Nasen-Schutz. Der Saunabereich, der Whirlpool, die Sprunganlagen und die Wasserfontänen sind gesperrt, Die Sammelumkleiden sind nur zur Nutzung der Garderobenschränke freigegeben. Der Verleih von Schwimmutensilien ist nicht zulässig. Besucher mit Infektionen der Atemwege, Husten oder Fieber sind nicht zugelassen. Es gibt ein getrenntes Ein- und Ausgangssystem mit Abstandsregelungen und Wegbeschilderungen.

Das Hallenbad im Freizeitzentrum Cochem ist nicht geöffnet, es gibt auch derzeit noch keinen Termin für eine Wiedereröffnung. Die Freibäder in Cochem, Treis-Karden und Ellenz-Poltersdorf (ab 27. Juni) sind geöffnet. Auch hier ist ein Besuch nur mit Online-Reservierung für zwei Zeitblöcke möglich, Ein- und Ausgänge werden strikt getrennt. Schließfächer und Sonnenbänke sind gesperrt.

Kreis Altenkirchen

Das Freibad in Wissen hat seit 10. Juni die Türen geöffnet – allerdings ohne Hallenbad und Sauna. Badegäste sollen sich vorab online ein Zeitfenster reservieren (unter www.siegtalbad.de). Es wird zwei Zeitschienen geben, morgens von 10 bis 14 und nachmittags von 15 bis 20 Uhr. Das Waldschwimmbad Thalhauser Mühle in Hamm ist noch geschlossen, ebenso wie das Molzbergbad in Kirchen, Das Naturfreibad Schinderweiher im Mudersbacher Ortsteil Niederschelderhütte sowie das Daadener Freibad. Der Schwimmverein Dickendorf hat der RZ mitgeteilt, dass man dieses Jahr keine Möglichkeit sehe, das Freibad zu öffnen.

Westerwaldkreis

Das Freibad Hundsangen ist seit dem 15. Juni geöffnet. Das Schwimmbecken ist geteilt, es wird jeweils im Kreis geschwommen. Die Wege sind so gekennzeichnet, dass der Begegnungsverkehr minimiert wird. Mehrfachrutsche und Kleinkinderbecken sind zu, auch der Kiosk. Eine Online-Anmeldung ist erforderlich. Täglich werden zwei Badezeiten angeboten, von 10 bis 14 Uhr und von 15 bis 19 Uhr, außerdem Frühschwimmen mittwochs von 7 bis 8 Uhr. Ob und wie das Mons Tabor Bad in Montabaur öffnet, soll sich am kommenden Montag entscheiden.

Das Freibad von Ransbach-Baumbach, das im vergangenen Jahr an heißen Tagen bis zu 2000 Besucher registrierte, wird in dieser Saison mit Blick auf das gesundheitliche Risiko nicht öffnen. Das haben alle Fraktionen des VG-Rates einvernehmlich entschieden. Bürgermeister Michael Merz: „Wir wollen erst einmal die Erfahrung in Hundsangen abwarten und auswerten – und dann weitere Überlegungen führen. Unsere aktuelle Entscheidung ist jedoch nicht in Stein gemeißelt.“ Die Hygieneauflagen seien aber schwierig umzusetzen und erfordern mehr Personal.

Kreis Limburg-Weilburg

In unmittelbarer Nähe zur Landesgrenze werden zwei Bäder wieder öffnen: Limburg und Elz. In Elz kann der Badespaß am Samstag, 20. Juni, wieder losgehen. Das Parkbad Limburg folgt zum 6. Juli rechtzeitig vor den Sommerferien. In Elz dürfen bis zu 500 Personen ins Bad, 150 dürfen sich zeitgleich im Wasser aufhalten. Offen ist noch, ob das Freibad in Niederselters geschlossen bleiben wird oder wieder öffnet. Auch für das Freibad in Hadamar ist noch keine Entscheidung gefallen.