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Westerwald

Leben im Corona-Modus: RZ-Redakteur beschreibt ein Wochenende im Zeichen des Virus

Von Rainer Stauber
Wer noch geöffnet hat, versucht, sich und seine Kunden nach bestem Wissen und Gewissen vor einer Infektion zu schützen.
Wer noch geöffnet hat, versucht, sich und seine Kunden nach bestem Wissen und Gewissen vor einer Infektion zu schützen. Foto: Rainer Stauber

Aus gegebenem Anlass. Bis auf Weiteres. Ab sofort. Geschlossen. Abgesagt. Fällt aus. Es sind kleine Worte, die dieser Tage eine große Wirkung entfalten. Keine schöne Wirkung. Doch das Leben im Corona-Modus ist alternativlos. Stand heute auf unbestimmte Zeit … Ein Wochenende im Westerwald, das so ganz anders daherkam als geplant:

Lesezeit: 3 Minuten
Freitag: Im Zeitschriftenladen ist wenig Betrieb. „Normalerweise bin ich nicht so, aber die Angst ist jetzt schon ein bisschen da“, sagt die Inhaberin fast entschuldigend, dass auf der Ablage hinter der Verkaufstheke eine kleine Wanne steht. Mit Desinfektionsmittel. Lotto spielen, Zeitungen kaufen, dann geht es weiter. Die nächste Etappe sollte sich ...
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Virologe rät: Ins Freie gehen und Flaschenbier trinken

Wegen der Coronavirus-Pandemie müssen sich die Menschen in Deutschland nach den Worten des Virologen Christian Drosten nicht von heute auf morgen zu Hause einschließen. „Wir haben jetzt im Moment in Deutschland noch nicht eine so hohe Infektionsdichte, dass man überall hinter jeder Ecke den nächsten Infizierten vermuten muss“, sagte der Wissenschaftler der Berliner Charité im NDR-Podcast. Bei Menschen, die momentan Symptome haben, ist derzeit immer noch wahrscheinlicher, dass eine Grippe oder eine normale Erkältungskrankheit dahintersteckt, betont er. „Natürlich kann man jetzt noch einkaufen gehen in den Supermarkt“, sagte Drosten. Hamsterkäufe hält er für Unsinn, dazu gebe es keinen Anlass.

Der Mediziner empfiehlt insbesondere den Aufenthalt im Freien: Viruströpfchen sind nur eine kurze Zeit in der Luft und fallen dann zu Boden. „Es ist nicht so, dass man sich beim Spazierengehen, wenn man sich begegnet, infiziert.“

Den Besuch einer Kneipe sollte man sich hingegen eher überlegen und ein Treffen mit Freunden stattdessen in die eigenen vier Wände verlegen. „Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendjemand im Freundeskreis infiziert ist, ist im Moment immer noch sehr, sehr gering.“ Aber im engen Kontakt mit vielen anderen Menschen über den Abend verteilt in einer Kneipe, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit. Auch über unzureichend gespülte Gläser kann das Virus übertragen werden.

Drosten selbst bestelle schon seit vielen Jahren generell Bier aus der Flasche, erzählt er. Jeder müsse für sich selbst ausprobieren, wo er eigene Verhaltensweisen ändern kann und wo er das nicht will.

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