Archivierter Artikel vom 31.05.2010, 08:35 Uhr
Trier

Katholische Hotline zu Missbrauch: Ansturm ist vorbei

Der große Ansturm bei der seit zwei Monaten geschalteten Missbrauchs-Hotline der katholischen Kirche ist vorbei. „Es gibt deutlich weniger Anrufe als am Anfang“, sagte der Leiter der Hotline, Andreas Zimmer. Vergangene Woche wählten „nur noch“ knapp 300 Anrufer die kostenlose Hotline (0800/120 10 00).

Trier – Der große Ansturm bei der seit zwei Monaten geschalteten Missbrauchs-Hotline der katholischen Kirche ist vorbei. „Es gibt deutlich weniger Anrufe als am Anfang“, sagte der Leiter der Hotline, Andreas Zimmer. Vergangene Woche wählten „nur noch“ knapp 300 Anrufer die kostenlose Hotline (0800/120 10 00). Gut 90 Gespräche kamen mit Beratern und Seelsorgern zustande.

Die katholische Kirche hat die Telefonberatung Ende März geschaltet, um Opfern von sexuellen Übergriffen in katholischen Einrichtungen eine Anlaufstelle zu bieten. Bislang gab es insgesamt 2350 Gespräche. „Sehr stark zugenommen“ hat – im Gegensatz zur Anfangszeit – die Zahl der „Scherzanrufe“, sagte Zimmer. Oft sind es Kinder, die die Hotline aus Spaß anwählen.

Von 90 Gesprächen in der vergangenen Woche war daher letztlich nur ein Drittel Kontakt mit Opfern. In der ersten Woche wurden mehr als 13 000 Anrufversuche registriert und fast 400 Telefongespräche geführt. Ab jetzt sitzt nur noch ein Mitarbeiter am Telefon – in den ersten Wochen waren es bis zu vier. „Wir gehen davon aus, dass wir jetzt pro Schicht zwischen fünf und zehn ernsthafte Anrufe haben“, sagte Zimmer. Die Telefonberatung ist dienstags, mittwochs und donnerstags von 13 bis 20.30 Uhr besetzt. Eine Online-Beratung gibt es im Internet unter hilfe-missbrauch.de