Archivierter Artikel vom 08.08.2016, 19:27 Uhr

Iraner und Afghanen interessieren sich für die Taufe

Katholische und evangelische Kirche registrieren bundesweit ein gesteigertes Taufinteresse bei Flüchtlingen. Offizielle Zahlen gibt es nicht, eine Umfrage bei sämtlichen 27 katholischen Bistümern und 20 evangelischen Landeskirchen hat aber ergeben: Schätzungsweise etwa 1200 Asylbewerber, größtenteils aus dem Iran und Afghanistan, haben sich in diesem Jahr mit einem Taufbegehren an die Gemeinden gewandt.

Darunter sind offenbar viele, die sich schon im Iran im Untergrund zum Christentum bekannt haben und nun ihren Glauben frei ausleben möchten. Vereinzelt erhoffen sich Flüchtlinge durch die Taufe einen positiven Effekt auf ihren Asylantrag. Der Glaubensübertritt soll eine Abschiebung verhindern, da als gläubiger Christ im Heimatland Leib und Leben in Gefahr wären.