Archivierter Artikel vom 19.04.2016, 15:12 Uhr
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Oberwesel

Mit dem Schröter durchs Welterbetal

Der Beruf „Schröter“ ist mancherorts in Vergessenheit geraten. Allerdings wäre der Weinhandel im 19. Jahrhundert bis zur Erfindung der Weinpumpe ohne die Weinschröter nicht möglich gewesen. Sie hievten die schweren Weinfässer die steilen Treppen aus den Weinkellern hinauf. Ging ein Fass zu Bruch und der Wein verlief buchstäblich im Sande, hafteten die Schröter für den Verlust. Außerdem war in den engen Kellergängen die Verletzungsgefahr groß. Die Berufsbezeichnung leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort „schroten“ ab, was so viel heißt wie schroff, schleifen oder reißen.

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