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    Kobern-Gondorf

    Reliquienschrein für das Apostelhaupt

    Zu den in vieler Hinsicht bemerkenswertesten, originellsten und geheimnisvollsten Gebäuden in Rheinland-Pfalz gehört die auf einem sechseckigen Grundriss gebaute Matthiaskapelle in Kobern-Gondorf. Sie ist eine der bedeutendsten spätromanischen Kapellen im Land. Vorbild für den Bau der Matthiaskapelle war die Grabeskirche in Jerusalem.

    Die Matthiaskapelle verfügt über einen reichen architektonischen Formenschatz. Foto: GDKE Rheinland-Pfalz / Pfeuffer 
    Die Matthiaskapelle verfügt über einen reichen architektonischen Formenschatz.
    Foto: GDKE Rheinland-Pfalz / Pfeuffer 

    Die Kapelle wurde erbaut, um das Haupt des heiligen Matthias, einer der zwölf Apostel, aufzubewahren. Diese Reliquie hatte der Ritter Heinrich von Isenburg-Kobern vom Kreuzzug von Damiette mitgebracht. Der von der Kirche geförderte erfolglose Kreuzzug in den Jahren 1217 bis 1221 hatte die Rückeroberung Jerusalems zum Ziel und führte die Kreuzfahrer nach Ägypten, wo sie die Stadt Damiette eroberten, nach einer Niederlage im Nildelta aber wieder aufgeben mussten. 130 Jahre wurde die Apostelreliquie in der Matthiaskapelle aufbewahrt und gelangte dann über Umwege nach Trier.

    Im Innern ist die Kapelle mit Arkaden, Säulen, Kapitellen und einem Mosaikfußboden ausgestaltet. Nach der Restaurierung nach mittelalterlichem Vorbild leuchtet der Innenraum wieder in kräftigen Farben. Der Baustil der Matthiaskapelle war in seiner Zeit eher untypisch für Deutschland und fand eher Entsprechungen in Spanien und Portugal, die sich ebenfalls an der Grabeskirche in Jerusalem orientierten und deshalb auch Vorbild für die Matthiaskapelle gewesen sein könnten.

    So ranken sich auch heute noch viele Fragen und Mutmaßungen um die Kapelle und Burg. Wann wurden sie erbaut? Wer war der Erbauer der Alten- oder Oberburg? Welche Geschichten gibt es aus archäologischer Sicht über das Höhenplateau zu berichten? Und warum wird die Matthiaskapelle als ein „baukünstlerisches Juwel“ beschrieben?

    Eine Führung mit Gerhard Straus auf der Oberburg und in der Matthiaskapelle bringt Licht in die Geheimnisse rund um die Kapelle. Sie findet an jedem letzten Sonntag im Monat, jeweils um 15 Uhr statt. Treffpunkt ist vor der Matthiaskapelle auf der Oberburg im Ortsteil Kobern. Die Teilnahme kostet pro Person 2 Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

    Informationen: Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Festung Ehrenbreitstein, Koblenz, Telefon: 0261/667 50. Weitere Ausflugstipps gibt es unter www.gastlandschaften.de/mosel-saar.

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