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    Hellerhöhenweg: Grandiose Grenzerfahrung

    Bei all den Steigen, Traumpfaden und Premiumwanderwegen, die in den vergangenen Jahren überall wie Pilze aus dem Boden geschossen sind, gibt's auch noch – die zeitlosen „Klassiker“. Zu diesen zählt der im nördlichsten Zipfel von Rheinland-Pfalz gelegene Hellerhöhenweg, der auf einer Länge von rund 37 Kilometern Betzdorf an der Sieg mit dem hessischen Haiger verbindet.

    Foto: red

    Der Westerwaldverein, der über seine örtlichen Zweigvereine ein Wanderwegenetz von mehr als 2500 Kilometern zwischen Rhein, Lahn, Dill und Sieg betreut, hat den Hellerhöhenweg kürzlich überarbeitet und neu ausgeschildert. Für die „Grenzerfahrung“ im Dreiländereck von Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen sollte man zwei Tagesetappen einplanen, rät Wegewart Rüdiger Utsch.

    Die Heller, ein Nebenfluss der Sieg, ist Namensgeberin für den mit einem weißen H auf schwarzem Grund markierten Wanderweg, der von der Mündung in Betzdorf bis nach Haiger führt – dort, am südwestlichsten Ausläufer des Rothaargebirges, befindet sich das Quellgebiet der Heller.

    Los geht es aber am Bahnhof in Betzdorf. Von dort führt der Weg durch die Fußgängerzone und eine Bahnunterführung zur katholischen Kirche St. Ignatius. Kurz darauf geht es durchs „Rainchen“, eine Parkanlage mit Bachlauf und Ententeichen. Bergauf, an einer Fußgängerampel überqueren wir die L 288 und erreichen kurz darauf die Kapelle im Kreuzland – hier beginnt der neue Pilgerweg von Betzdorf nach Schönstatt bei Vallendar.

    Aus dem Wald kommend, gehen wir durch Alsdorf, überqueren in der Ortsmitte die Hauptstraße und an der Kirche die Brücke über die Heller. An der L 280 nach Daaden geht es links ab, am Alsdorfer Friedhof vorbei, weiter über einen Feldweg und dann steil hinauf – oben lädt eine Bank an der alten Grenzeiche zum Verweilen ein. 238 Höhenmeter gilt es zu überwinden, bis man die Hachenburger Höhe (431 Meter) erklommen hat. In diesem Bereich des Hellerhöhenweges bieten sich immer wieder beeindruckende Ausblicke auf das Daadetal und die Weiten des Westerwalds. Bald überqueren wir die L 285 Daaden-Herdorf und stehen vor dem Naturdenkmal Hüllbuche.

    Von dort ist es nur noch etwa eine halbe Stunde bis zu einer möglichen Rast in der mitten im Wald gelegenen Gaststätte mit Sonnenterrasse auf dem Hohenseelbachskopf (montags ist Ruhetag). Von hier lohnt sich ein kurzer Abstecher zur Mahlscheid. Aus dem ehemaligen Basalttagebau ist der Silbersee entstanden. Er liegt inmitten zweier Naturschutzgebiete, eines auf rheinland-pfälzischer, eines auf nordrhein-westfälischer Seite.

    Auf der ehemaligen Kuppe des Hohenseelbachskopfs (517 Meter), auch Köppel genannt, befand sich der Sage nach früher eine Raubritterburg. Auch hier treffen wieder beide Landesgrenzen aufeinander.

    Fortan verläuft der Hellerhöhenweg auf dem Europäischen Fernwanderweg E1. Seinen höchsten Punkt mit 613 Metern erreicht er bei den Trödelsteinen nahe Emmerzhausen. Bei diesem Naturdenkmal handelt es sich um eine Felsformation aus mehreren Klippen und einem darunterliegenden Säulen- und Blockfeld aus Feldspatbasalt. Der Pfad zum Gipfelkreuz lohnt sich: Hier hat man einen tollen Ausblick, und man kann sich ins Gipfelbuch eintragen.

    Durch Wald und Flur führt der Weg nun hinab ins malerische Buchhellertal, um kurz darauf zur ehemaligen Siegerlandskaserne bei Burbach aufzusteigen. Von dort aus geht es durch den Wald parallel zur B 54, wobei schöne Ausblicke und Rastplätze zum Verweilen einladen. Einkehrmöglichkeiten gibt es auch in Holzhausen, dem nächsten Ort an der Strecke. Dahinter führt die Route über einen Pfad durch den Wald und einen geteerten Höhenweg, der schöne Aussichten ins hessische Bergland bietet. Nun geht es noch ein Stückchen bergab, dann ist das Ziel der Wanderung erreicht: der Marktplatz in Haiger. daw

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