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    Koblenz

    Bewegte Geschichte: Das rheinische Potsdam der Kaiserin

    Clemens Wenzeslaus von Sachsen, Erzbischof und Kurfürst von Trier, ließ das Kurfürstliche Schloss in Koblenz von 1777 an erbauen. Es ist neben dem Schloss Wilhelmshöhe in Kassel, dem Fürstbischöflichen Schloss in Münster und dem Residenzschloss in Ludwigsburg eines der letzten Residenzschlösser, die vor der französischen Revolution in Deutschland gebaut wurden. Die alte Residenz Schloss Philippsburg in Ehrenbreitstein war dem neuen Erzbischof nicht repräsentativ genug.

    Foto: Rheinland-Pfalz

    Als sich 1794 die französischen Revolutionstruppen Koblenz näherten, floh Kurfürst Wenzeslaus samt des beweglichen Mobiliars per Schiff nach Augsburg. Kurz danach wurde Koblenz von General François Desgraviers Marceau eingenommen. Die Innenausstattung des Residenzschlosses konnte deshalb nie vollendet werden. Viele Stücke aus den Repräsentationsräumen des Koblenzer Schlosses sind heute im Schloss Johannisburg in Aschaffenburg, im Schloss Nymphenburg in München, in der Münchner Residenz, in der Stadtresidenz Landshut und in der Neuen Residenz Bamberg zu sehen.

    In französischer Zeit war das Schloss ab 1795 Militärlazarett. Als Koblenz nach 1815 Teil des Königreichs Preußen wurde, diente die Anlage zunächst als Kaserne, dann beherbergte sie verschiedene Behörden. Nachdem der Bau als offizielle Residenz des preußischen Königshauses ausersehen wurde, veränderte Johann Claudius von Lassaulx zwischen 1842 und 1845 nach Entwürfen von Friedrich August Stüler die Innenräume. In den Jahren 1850 bis 1858 residierte im Schloss Prinz Wilhelm, der spätere Kaiser Wilhelm I., mit seiner Gattin Augusta. Bis zum Ersten Weltkrieg blieb das Schloss zeitweiser Wohnsitz der königlich-preußischen Familie. Kaiserin Augusta ließ in dieser Zeit die später nach ihr benannten Kaiserin-Augusta-Anlagen als Park anlegen. Als Kaiserin besuchte Augusta immer wieder das Schloss und die Stadt Koblenz, die sie ihr „rheinisches Potsdam“ nannte. 1944 wurde das Kurfürstliche Schloss zerstört und 1950/51 wieder aufgebaut. Seit der Koblenzer Bundesgartenschau erstrahlen das Schloss und seine Gartenanlagen in neuem Glanz und sind Mittelpunkt der Eröffnungsveranstaltung der Koblenzer Gartenkultur am Sonntag, 23. April, von 11 bis 17 Uhr.

    Info: Koblenz-Touristik, Bahnhofplatz 7, Koblenz, Telefon 0261/303.880. Weitere Ausflugstipps:  www.gastlandschaften.de/romantischer-rhein

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