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    Idar-Oberstein/StuttgartMartin Jasper: Amsterdam gebucht und schon von Rio geträumt

    Bei Martin Jasper läuft es gerade. Am vergangenen Wochenende sicherte sich der Dreispringer aus Weierbach bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Kassel mit einer Weite von 16,55 Metern die Silbermedaille (wir berichteten), und am Mittwoch erfuhr er, dass er im Kader des Deutschen Leichtathletik-Verbandes für die Europameisterschaft vom 6. bis zum 10. Juli in Amsterdam steht.

    Von unserem Redakteur Sascha Nicolay

    Martin Jasper zeigt die Silbermedaille. Mit 16,55 Metern wurde er Deutscher Vizemeister im Dreisprung.  Foto: Wolfgang Birkenstock
    Martin Jasper zeigt die Silbermedaille. Mit 16,55 Metern wurde er Deutscher Vizemeister im Dreisprung.
    Foto: Wolfgang Birkenstock

    Die Nominierung für die Europameisterschaft kommt ein bisschen überraschend, denn Jasper verfehlte bei der DM die Norm, die der DLV für die EM aufgestellt hat um zehn Zentimeter. "Aber meine 16,55 Meter bedeuten exakt die internationale Norm, und deshalb hat der Bundestrainer entschieden, mich zu nominieren. Am Mittwoch kam dann die Bestätigung vom DLV, und ich habe schwarz auf weiß auf der DLV-Homepage gelesen, dass ich nominiert bin", erzählt Jasper. Der Weierbacher, der für den VfB Stuttgart auf Weitenjagd geht, gehört also zum 104 Athleten zählenden Rekordaufgebot des Deutschen Leichtathletikverbandes für die EM in Amsterdam. Jasper ist einer von zwei Dreispringern im DLV-Kader. Außer ihm ist noch der frisch gebackene Deutsche Meister Max Heß vom LAC Chemnitz, der bei der DM in Kassel 17,06 Meter weit gesprungen war und Jasper besiegt hatte, dabei. Heß ist Jasper noch in einer weiteren Sache voraus. Er hat bereits das Ticket für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro in der Tasche.

    Olympia ist der Traum

    Dieses Billett ist natürlich auch für Jasper der große Traum. Und er sieht Chancen, die Olympia-Norm, die bei 16,85 Meter liegt, zu erreichen. "Ich würde mir das zutrauen", sagt er und erzählt: "In Kassel bei der DM habe ich am Brett 20 Zentimeter verschenkt und bei der Landung ein paar weitere Zentimeter. Das könnten die fehlenden Zentimeter bis zur Norm gewesen sein." Um exakt 30 Zentimeter müsste sich Jasper steigern, um das Olympiaticket noch zu lösen. Er wäre der erste Sportler aus dem Kreis Birkenfeld, der an Olympischen Spielen teilnehmen darf seit Joelle Franzmann, die 2000 in Sydney und 2004 in Athen bei den Triathlon-Wettbewerben startete.

    Martin Jasper aus Weierbach schaffte bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel einen persönlichen Rekord im Dreisprung und wurde für die Leichtathletik-Europameisterschaft nominiert.  Foto: Wolfgang Birkenstock
    Martin Jasper aus Weierbach schaffte bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel einen persönlichen Rekord im Dreisprung und wurde für die Leichtathletik-Europameisterschaft nominiert.
    Foto: Wolfgang Birkenstock

    Doch so weit ist es natürlich noch längst nicht. Jasper macht nicht den Eindruck, als würde er sich zu stark unter Druck setzen, sondern im Gespräch wirkt er entspannt, aber zielgerichtet. "Im Moment lege ich meine volle Konzentration auf den Sport", erzählt der gelernte Sport- und Fitnesskaufmann, der die Wochenenden meist in seiner Heimat, in Weierbach, verbringt. Unter der Woche trainiert er beim VfB Stuttgart. "Ich bin dort in einer Trainingsgruppe und arbeite beim VfB aushilfsweise im Büro. Derzeit ist das Training nicht so hart wie in der Aufbauphase einer Saison. "Im Moment habe ich quasi jede Woche einen Wettkampf, da stehen vor allem Läufe, etwas Technik- und ein wenig Krafttraining auf dem Programm", erklärt er.

    Von Werfern ist bekannt, dass sie in Trainingseinheiten schon einmal Leistungen erbringen, die im Wettkampf Normen erfüllen oder gar Rekorde bedeuten würden. Ist das bei Martin Jasper genauso, hat er im Training womöglich die 16,85 Meter, die Olympianorm, schon einmal erreicht? "Bei Werfern mag das so sein, bei Springern habe ich das aber noch nie erlebt", winkt Jasper ab und ergänzt: "Ich bin im Training noch nie so weit gesprungen wie im Wettkampf. Im Training fehlt das Adrenalin und sicherlich auch die allerletzte Anspannung." Insofern wäre die Europameisterschaft ein idealer Zeitpunkt, um 16,85 Meter weit zu springen und sich für Olympia zu qualifizieren.

    17 Meter sind das Ziel

    Doch selbst wenn Jasper das nicht gelingen sollte, so kann er von sich behaupten, in seinem Sportlerleben alles richtig gemacht zu haben. "Ursprünglich habe ich wie alle Fußball gespielt, aber dann bin ich bei Bundesjugendspielen 6,81 Meter weit gesprungen", erinnert er sich an seine Anfänge als Springer. "Mein Lehrer hat damals gesagt, dass ich mit der Leichtathletik anfangen soll." Jasper folgte dem Lehrerrat, blieb aber zunächst beim Weitsprung. Er war erfolgreich und wurde sogar Deutscher Jugendmeister. Wann genau er auf den technisch viel komplexeren Dreisprung umgesattelt ist, weiß Jasper gar nicht mehr so genau. "2008 oder 2009 muss das gewesen sein", überlegt er. "Ich habe es jedenfalls in Saarbrücken aus Spaß versucht und es hat auf Anhieb ganz gut geklappt", lacht der 26-Jährige. Allerdings glaubt Jasper, dass es durchaus ein Handicap ist, erst relativ spät zum Dreisprung gekommen zu sein. "Dreisprung ist technisch sehr, sehr anspruchsvoll, und deshalb wäre es sicher von Vorteil gewesen, wenn ich früher angefangen hätte. Doch ich bin dabei, das jetzt aufzuholen."

    Jasper hat seine Weiten bisher kontinuierlich steigern können. Die 16,55 Meter bei der DM in Kassel bedeuteten persönlichen Rekord. "Mein Ziel sind 17 Meter. Das wäre dann schon internationale Spitze", erzählt er. Und natürlich die Erfüllung der olympischen Norm. Vielleicht haut Jasper ja schon in Amsterdam den entscheidenden Dreisatz raus - verwunderlich wäre das nicht, schließlich läuft es gerade bei ihm...

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