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    JenaGurskis Überraschungstitel macht Lust auf mehr

    "Deutscher Meister, das ist so geil!" Diesem Ausruf von Roger Gurski nach seinem Sieg über 200 Meter werden Sophia Junk und Moritz Beinlich vermutlich vorbehaltlos zustimmen. Die drei Athleten der LG Rhein-Wied holten bei den Deutschen Jugendmeisterschaften auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena jeweils einmal Gold und einmal Silber. Für den Verein waren es die bisher erfolgreichsten Nachwuchs-Titelkämpfe überhaupt.

    Erledigt, aber glücklich: Roger Gurski liegt nach seinem Meisterschaftslauf über 200 Meter auf der Bahn und streckt jubelnd alle Viere von sich.  Foto: Wolfgang Birkenstock
    Erledigt, aber glücklich: Roger Gurski liegt nach seinem Meisterschaftslauf über 200 Meter auf der Bahn und streckt jubelnd alle Viere von sich.
    Foto: Wolfgang Birkenstock

    "Der Kerl ist eine Wundertüte", urteilte Trainer Martin Schmitz über Roger Gurski, der, man kann es ruhig noch einmal erwähnen, im Mai des vergangenen Jahres seinen ersten Leichtathletik-Wettkampf absolviert hat. "Ihn hatte über 200 Meter niemand auf der Rechnung. Wir haben für diese Strecke im Training nichts gemacht." So war der Sieg Gurskis über die halbe Stadionrunde in der U 20 die vielleicht größte Überraschung der an Überraschungen nicht armen Titelkämpfe in Jena.

    Den Vorlauf war Gurski in 21,36 Sekunden noch verhalten angegangen, im Finale "habe ich einfach draufgeballert", erzählte der gebürtige Kasache. In 21,27 Sekunden sprintete er zu Gold. Nach dem Rennen war er völlig erschöpft und lag mit einem Lächeln im Gesicht auf der Bahn. "Es macht doch Spaß, die 200 Meter zu laufen", sagte er danach. Das muss er jetzt wohl öfters machen.

    Am Tag zuvor hatte sich Roger Gurski über 100 Meter bereits Silber gesichert. "Das war eine knappe Kiste. Ich hatte mir eine Medaille erhofft. Passt schon", kommentierte er sein erstes nationales Edelmetall. Nur der Bremer Fabian Netzlaff war im Finale in 10,60 Sekunden schneller. Gurski folgte in 10,63 Sekunden. Im Zwischenlauf hatte er seine persönliche Bestzeit auf 10,60 Sekunden verbessert. Sein Vereinskollege Pascal Kirstges wurde im 100-Meter-Finale in 10,89 Sekunden Siebter. Im Zwischenlauf wurde er in 10,77 Sekunden gestoppt.

    Sie habe Roger Gurski gefragt, wie das geht mit dem Titel über 200 Meter, erzählt Sophia Junk. "Einfach nur laufen", lautete dessen Ratschlag. Im Gegensatz zum Tippgeber zählte Junk als Bestenlisten-Zweite der U 18 im Vorfeld durchaus zu den Medaillenkandidatinnen auf der halben Stadionrunde. Auch sie ging den Vorlauf eher zurückhaltend an. "Ich habe das noch nichts so raus, wie man die Kurve läuft", räumt sie ein. Dennoch sprintete sie in 24,17 Sekunden deutsche Jahresbestzeit, mit denen sie bis auf weiteres die Bestenliste anführt.

    Im Finale war sie zwar in 23,86 Sekunden noch ein gutes Stück schneller, aber dort war der Rückenwind mit +2,1 m/s einen Hauch zu stark. Bis 2,0 m/s gilt der Wind noch als regelkonform. Den Endlauf ging sie aggressiver an. "Ich wollte als erste aus der Kurve raus und dann das Ding nach Hause laufen." Das gelang, die Konkurrenz hatte das Nachsehen. Auch Laura Sophia Großhaus, die als bis dahin Deutschlands Schnellste nach Jena gekommen war, musste sich deutlich geschlagen geben.

    Wie Gurski hatte Junk sich ihre erste DM-Medaille am Tag zuvor über 100 Meter ersprintet. "Ich freue mich so", sprudelte es direkt nach dem Finale aus ihr heraus. 11,97 Sekunden waren zwar bei spürbarem Rückenwind keine herausragende Zeit, aber die anderen, mit Ausnahme der Wattenscheiderin Keshia Beverly Kwadwo (11,79), waren auch nicht schneller.

    Die Konkurrenten waren in Jena ziemlich nett zu Moritz Beinlich, kamen ihm und seinen Fähigkeiten entgegen. "Meine Taktik ist genau aufgegangen", sagt der Läufer der LG Rhein-Wied. Das galt sowohl über die 5000 als auch über die 1500 Meter. Die Endläufe über beide Strecken waren typische Meisterschaftsrennen. Nicht so schnell, von taktischen Geplänkel geprägt. Alle setzten auf ein starkes Finish.

    Auf der längeren Distanz blieb das Läuferfeld lang zusammen, eine Folge des eher gemächlichen Tempos. Moritz Beinlich hielt sich immer in der Spitzengruppe, ohne sich allerdings zu exponieren. 800 Meter vor dem Ziel erfolgte eine erste Tempoverschärfung, das Feld zog sich auseinander. Zu Beginn der letzten Runde hatte sich eine Vierergruppe leicht abgesetzt, Beinlich war dabei.

    "Die Favoriten haben alle gewartet, da musste ich Gas geben", erzählte er nach dem Rennen. 200 Meter vor dem Ziel tat er genau das, zog einen langen Sprint an. Nur der Wattenscheider Fabian Gering, immerhin EM-Zweiter der U 20 über 10 000 Meter, konnte folgen. Am Ende, nach 12,5 Runden und einem packenden Duell auf der Zielgeraden, lag Beinlich gerade einmal 0,25 Sekunden vor dem Konkurrenten. In 14:47,23 Minuten holte der 19-Jährige Gold.

    Über 1500 Meter qualifizierte er sich am folgenden Tag in 3:55,86 Minuten sicher für das Finale, das mit seinem ruhigen Tempo auch wieder nach Beinlichs Vorstellungen verlief. Wie auf der langen Distanz fiel die Entscheidung im Schlussspurt auf der Zielgeraden, wieder war der LG-Läufer vorne dabei. Nach 4:00,82 Minuten war er als Zweiter im Ziel.

    In der U 18 erreichte Jannik Weiß, ebenfalls von der LG Rhein-Wied, auf der gleichen Strecke sicher in 4:07,99 Minuten das Finale, in dem er in 4:14,64 Minuten Fünfter wurde. Seine Vereinskollegin Maren Wilms hatte in ihrem Vorlauf über 400 Meter Hürden Pech, sie stürzte auf der Zielgeraden über das letzte Hindernis und war erst nach 71,52 Sekunden im Ziel.

    Niklas Iking von der LG Maifeld-Pellenz hatte sich in 1:56,42 Minuten noch gerade so für das 800 Meter-Finale der U 18 qualifiziert, in dem er in 1:56,33 Minuten Neunter wurde. Wolfgang Birkenstock

    Leichtathletik (ABCK)
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