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    Einwurf von unserem Redakteur Marco Rosbach: Handballer sind irgendwie anders

    Wenn der Philosoph Wolfram Eilenberger, wie dieser Tage geschehen, fernab von Satire über Handball als "Alternative für Deutschland" schreibt, ist das in der aktuellen politischen Debatte natürlich äußerst befremdlich. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass sie etwas Besonderes sind, diese Ballwerfer. In Vereinen wie dem TuS Holzheim oder dem TV Bad Ems, um die größten aus dem Rhein-Lahn-Kreis zu nennen, ist es völlig normal, wenn Aktive zusätzlich eine Jugendmannschaft trainieren oder Funktionäre am Wochenende auch noch als Schiedsrichter unterwegs sind. Auch ein Engagement in mehreren Mannschaften ist keineswegs unüblich, was zu Touren führen kann, die im Grunde nur noch Tortouren sind. Drei Tage zwischen Halle und Autobahn hat etwa Holzheims Stephan Wolfgram erlebt.

    Am Donnerstag ging's für Wolfgram, der kurz vor Weihnachten trotz zweier eigener Mannschaften auch kurzzeitig das Landesliga-Team des TuS betreut hat, mit seiner A-Jugend ins nördlich von Kassel gelegene Ihringshausen, wo für den ältesten Nachwuchs das Spiel bei der SG Fuldatal/Wolfsanger anstand. Da bereits für Samstag das nächste Spiel bei Eintracht Baunatal terminiert war, nutzten die TuS-Talente die Gelegenheit, gleich in Nordhessen zu bleiben und in einer Jugendherberge zu nächtigen. Der Trainer kam dabei nicht so sehr auf seine Kosten. Weil einer seiner Spieler freitags eine Prüfung hatte, setzte sich Wolfgram ins Auto, um den Schützling zurück an die Aar zu kutschieren. Kaum angekommen, ging's schon wieder zurück. Das nächste Spiel wartete ja. Und als hätte dieses hin und her nicht genügt, fuhr der TuS-Coach nach der Partie des eigenen Jugendteams noch nach Frankfurt-Goldstein, wo abends die von ihm trainierte Reserve im Einsatz war. Schade eigentlich, dass die Holzheimer Erste fast zeitgleich antreten musste...

    Menschen wie Wolfgram, die deutschen EM-Helden von Polen oder alle anderen Handballer für eine Kolumne in einen Topf zu werfen mit Populisten wie Petry und Co., finde ich - bei allem Verständnis für Provokation - einfach nur daneben. Nicht zu leugnen ist jedoch, dass Handballer in einer von Fußballern geprägten Sportwelt eine Erscheinung sind, die anders ist. Wohltuend anders. Eine gute Alternative, könnte man sagen.

    E-Mail an marco.rosbach@ rhein-zeitung.net

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