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    MontabaurTriathlon: Trikids sind für die RSG Montabaur das höchste Gut

    Es gab Zeiten, da war die RSG Montabaur geprägt von Radfahrern, etwa 90 Prozent des Vereins machten sie aus gegenüber 10 Prozent Triathleten. Heute ist das anders, ganz anders sogar.

    Gemeinschaft wird groß geschrieben bei den Steuler Trikids. "Das Training ist nicht nur Training. Die Kinder treffen sich hier mit ihren Freunden", sagt Heiko Spitzhorn. Seit 2006 hat sich die Jugendabteilung enorm entwickelt und erfährt inzwischen national Beachtung. Am 3. Mai sind acht Kaderathleten der RSG bei der Duathlon-DM in Cottbus am Start, am 20. Juli geht es für sie dann bei der Triathlon-DM in Grimma um Titel.
    Gemeinschaft wird groß geschrieben bei den Steuler Trikids. "Das Training ist nicht nur Training. Die Kinder treffen sich hier mit ihren Freunden", sagt Heiko Spitzhorn. Seit 2006 hat sich die Jugendabteilung enorm entwickelt und erfährt inzwischen national Beachtung. Am 3. Mai sind acht Kaderathleten der RSG bei der Duathlon-DM in Cottbus am Start, am 20. Juli geht es für sie dann bei der Triathlon-DM in Grimma um Titel.
    Foto: Marco Rosbach

    "Der Radsport macht vielleicht noch 5 Prozent aus", sagt Heiko Spitzhorn, zweifacher Deutscher Meister über 800 Meter, Marathonläufer, Ironman-Finisher, Trainer und Jugendwart in der Radsportgemeinschaft. "95 sind Triathleten." In konkreten Zahlen heißt das: Unter rund 150 Mitgliedern sind 100 aktive Triathleten, von denen 80 mit Startpass am Renngeschehen teilnehmen, den Sportler ab 13 Jahren benötigen.

    Erstaunlich: Die Steuler Trikids (unter diesem Namen startet der RSG-Nachwuchs bei Wettkämpfen) machen mit 46 Talenten fast ein Drittel des Vereins aus. Tendenz: steigend. Die Rückkehr der Seniorenmannschaft in die Bundesliga ist also längst nicht die einzige Erfolgsgeschichte in diesem etwas anderen Verein. Geplant war das so nicht, wie Spitzhorn weiß: "Im Herbst 2006 fragten zwei Kinder von RSG-Papas, ob sie nicht auch mal mit zum Sport kommen könnten. So fing alles an." Nina Spitzhorn, damals acht Jahre jung, und der ein Jahr ältere Yannick Ackermann kamen an einem Samstagnachmittag also zum ersten Mal mit, um mit ihren Vätern Mountainbike zu fahren und ein bisschen zu laufen. Das sollte alles sein. War es aber nicht. Im November ging es zum ersten Volkslauf, "ab dann war alles ein Selbstläufer", berichtet Heiko Spitzhorn.

    Die Kinder erzählten in der Schule von ihrem neuen Hobby, einige fanden das komisch, andere aber cool. Nach einem halben Jahr waren es schon 15 Kinder, die samstags mit zum Training kamen. In Richtung Triathlon entwickelte sich das Ganze im Frühjahr 2007: Der RSG-Nachwuchs begann mit dem Schwimmtraining. "Und schon gab's die ersten Probleme", erinnert sich Spitzhorn. "Nach einigen Verhandlungen haben wir dienstags eine Stunde im Wirgeser Schwimmbad bekommen, später kam eine Stunde am Freitag dazu. Um diese beiden Termine herum mussten wir den Rest des Trainings organisieren und aufbauen."

    Die aktiven Läufer und Triathleten waren selbst Sportler, aber Trainer waren sie (noch) nicht. "Wir haben Neuland betreten", sagt Spitzhorn. "Wir haben viel ausprobiert, Fehler gemacht, diese auch durch Gespräche mit anderen erkannt und neue Dinge ausprobiert."

    Als die bunte Gruppe mit ihren Rädern ins Stadion fuhr, um auf der Bahn Koppeleinheiten zu absolvieren, wurde sie anfangs noch belächelt. Doch schon die ersten Wettkämpfe zeigten, dass es den Talenten und ihren Trainern ernst war. Die Trainingsbeteiligung ist hoch, Kinder, die wieder abspringen, sind eher die Ausnahme. "Wir versuchen, den Individualsport Triathlon so gut wie möglich zu gestalten", sagt Spitzhorn, der nach wie vor zum Trainerteam gehört, in dem auch RSG-Sportler wie Boris Stein, Andreas Knopp oder Geschäftsführer Oliver Spitzhorn tätig sind. Teamgeist, wie ihn der Niederelberter als ehemaliger Fußballer und Spielertrainer kennt und schätzt, ist ein äußerst hohes Gut.

    Ein weiterer Antrieb ist der Erfolg. Seit 2010 organisiert die RSG Montabaur als einen ihrer beiden "eigenen" Wettkämpfe die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft für den Nachwuchs, auch im Landeskader der 13- bis 19-Jährigen sind die Trikids fortan gut vertreten. An sechs Tagen haben die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit zu trainieren, in der Saison kommen Wettkämpfe dazu. Der organisatorische Aufwand ist enorm, inzwischen wird in jeder Einheit in vier Gruppen mit vier Trainern trainiert. Längst sind die älteren der Trikids mit eingestiegen und betreuen die Jüngsten, die gerade mal in die erste Klasse gehen. Auch das "Gründungsmitglied" Nina Spitzhorn, inzwischen 16 Jahre alt, sowie Carla Dahlem (17) und Charlotte Holly (18) geben längst ihre Erfahrungen weiter. Triathlon schon im Grundschulalter? Für Heiko Spitzhorn und seine Mitstreiter ist das kein Widerspruch. Im Gegenteil. "Das Training ist altersgerecht", betont er. "Und die Distanzen in den Wettkämpfen sind kurz." Außerdem sei Triathlon eine Disziplin, die aus drei Grundsportarten bestehe. "Schwimmen, Radfahren, Laufen - das kann eigentlich jedes Kind." Die Zeiten, in denen sich die RSG Montabaur auf eine dieser drei Komponenten spezialisiert hatte, sind längst vorbei. Ein Problem ist das nicht.

    Von unserem Redakteur Marco Rosbach

    Hintergrund

    Vom Radsport zum sportlichen Dreikampf: Lange Zeit war die RSG Montabaur ihrem Namen entsprechend eine feste Größe in der Westerwälder Sportszene. Die Radsportgemeinschaft hatte nicht nur eine Vielzahl an Talenten in ihren Reihen, sondern machte sich auch als Organisator und Ausrichter von Rennen einen Namen. Bei "Rund in Montabaur" schickte das damalige Führungsduo Heinz-Peter Rüffin und Peter Jurkschat das Feld der schnellen Radler, in dem sich auch immer wieder Profis tummelten, mitten durch die Fußgängerzone. Die Ein-Kilometer-Runde begann und endete vor dem Alten Rathaus und führte über Kopfsteinpflaster hinauf zur Kirche, ehe es am Haus Mons Tabor wieder den kurzen, aber steilen Berg hinab Richtung Konrad-Adenauer-Platz und Steinweg ging. Einer der Höhepunkte für die RSG war das Jahr 1998, als der deutsche Nachwuchs in und um Montabaur um DM-Titel fuhr. "Als die Dopingproblematik auch Jan Ullrich und damit Radsport-Deutschland erfasste, war der Bruch da", sagt Jurkschat, der heute noch Vorsitzender der RSG ist. "Ohne Triathlon würde es unseren Verein vermutlich nicht mehr geben."

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