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    Bad KreuznachPrinz besiegt überraschend Olympia-Starter

    Der Kanu-Standort Bad Kreuznach zeigte sich nicht nur als Gastgeber der süddeutschen Slalom-Meisterschaften von seiner besten Seite. Auch das Abschneiden der Lokalmatadoren konnte sich sehen lassen. Zwölf Titelgewinne, zahlreiche Medaillen und noch mehr gelöste Tickets für die deutschen Meisterschaften sprechen eine eindeutige Sprache.

    Kämpften sich durch den anspruchsvollen Kurs am Salinenwehr: Malin Schmitt und Felix Schmidt vom RKV Bad Kreuznach holten sich bei der süddeutschen Meisterschaft im Canadier-Zweier in der Jugendklasse die Silbermedaille und qualifizierten sich für die DM.  Foto: Klaus Castor
    Kämpften sich durch den anspruchsvollen Kurs am Salinenwehr: Malin Schmitt und Felix Schmidt vom RKV Bad Kreuznach holten sich bei der süddeutschen Meisterschaft im Canadier-Zweier in der Jugendklasse die Silbermedaille und qualifizierten sich für die DM.
    Foto: Klaus Castor

    Von unserem Redakteur Olaf Paare

    In den vier olympischen Klassen hatten gleich dreimal Sportler des KSV Bad Kreuznach die Nase vorn. "Für mich war Marcel Prinz die größte Überraschung überhaupt. Sein Sieg kam völlig unerwartet. Der Junge wird richtig gut", lobte Peter Mannheim, der Fachwart des Kanuverbands Rheinland. Prinz gewann im Canadier-Einer. Er ließ dabei in Christos Tsakmakis (Schwaben Augsburg) sogar einen griechischen Olympiateilnehmer hinter sich. Auf Rang drei landete in Alexander Funk ein weiterer KSVler. Funk hatte wie so viele Teilnehmer im unteren Bereich der selektiven, anspruchsvollen Strecke große Probleme, berührte im zweiten Lauf die Stange am vorletzten Tor. Beinahe hätte er das letzte Tor sogar auslassen müssen, doch mit einem dynamischen Manöver rettete er den Lauf.

    Die Strecken waren am Vorabend der Titelkämpfe von Trainern aus Baden-Württemberg und Hessen gesetzt worden. "Sie haben viele Standardpassagen mal anders interpretiert. Ein sehr guter Kurs", lobte Christian Bahmann, der Trainer des Bundesstützpunkts Bad Kreuznach, stellvertretend für viele. Dabei ist das Setzen des Kurses kompliziert. Schließlich muss die Strecke für Weltklasseathleten anspruchsvoll, aber auch von Kindern zu bewältigen sein.

    Die Leistungen der Kanu-Minis waren bemerkenswert. Wie sie sich durchs Wasser kämpften, nötigte Respekt ab. "Ich finde es wichtig, dass bei süddeutschen Meisterschaften die Großen genauso gefordert sind wie der Nachwuchs. Das ist eine gute Motivation für die Talente, auch mal so zu fahren wie ihre Idole", erklärte Bahmann. In der Klasse der Jüngsten, der Schüler C, durfte sich der VfL Bad Kreuznach über Gold freuen. Enrico Dietz gewann mit neun Sekunden Vorsprung. "Es hat sich bei den bisherigen Regatten angedeutet, dass er vorne dabei ist", erklärte Steffen Dietz, sein Vater und Pressechef der Titelkämpfe.

    Doch zurück zu den Leistungsklassen: Im Canadier-Zweier, seiner Spezialdisziplin, gewann Funk nicht nur, er unterstrich mit Eric Mendel, dass mit dem KSV-Boot nach der schweren Verletzung Mendels wieder zu rechnen ist. Im Kajak-Einer der Frauen musste Fee Maxeiner um den Sieg bangen. Sie ließ im ersten Lauf ein Tor aus. Mit den 50 Strafsekunden fiel sie weit zurück. "Das konnte ich vor eigenem Publikum nicht auf mir sitzen lassen. Im zweiten Lauf habe ich noch einmal alles ausgepackt", berichtete sie. Mit einem fehlerfreien Lauf verwies die letztjährige WM-Teilnehmerin die nach dem ersten Lauf führende Rebecca Plonka aus Nürnberg noch um 1,50 Sekunden auf Rang zwei. Gemeinsam mit Alexander Funk holte sich Fee Maxeiner auch den Titel im Canadier-Mixed. Der Mannschaftssieg im Canadier-Einer ging ebenfalls an den KSV. Funk, Prinz und Michael Schütze durften jubeln.

    Neben den Leistungsklassen dokumentierte der Standort Bad Kreuznach auch im Nachwuchsbereich seine Ausnahmestellung. Beeindruckend war das Abschneiden in der prestigeträchtigen und ältesten Schülerklasse A. Im Kajak-Einer belegten fünf Mitglieder des Teams Rheinland-Pfalz, das Bahmann am Stützpunkt in Bad Kreuznach trainiert, die ersten fünf Ränge. In Joshua Dietz hatte ein VfLer die Nase vorn, Paul List und Pedro Kegler (beide KSV) folgten auf den Plätzen. "Selbst die bayerische Landestrainerin Jenny Apel hat mir ein Kompliment gemacht, welch herausragende Arbeit in Bad Kreuznach geleistet wird", berichtete Mannheim. Die Vorgängerin Bahmanns ist am bundesweit führenden Stützpunkt in Augsburg tätig. Die Talente, die im dortigen Eiskanal gestählt werden, sind deutschlandweit die Nummer eins, hatten auf der Nahe aber das eine oder andere Mal das Nachsehen.

    Auch im Mannschaftsrennen der Schüler stellte der VfL das Siegerteam. Joshua Dietz legte gemeinsam mit Maxi Dilli und Fiona Kaletka die schnellste Zeit ins Nahewasser. Fiona Kaletka hatte ihrerseits die Schülerinnen-Klasse für sich entscheiden können. Und auch für Dietz/Dilli sprang ein weiterer Titel heraus. Die beiden gewannen im Canadier-Zweier. Im Canadier-Einer war List wiederum nicht zu schlagen. "Christian Bahmann trainiert unsere Jungs ehrenamtlich im Canadier-Bereich außerhalb seiner Dienstzeiten als Stützpunkttrainer. Das finde ich ganz toll, und es zahlt sich aus, weil er es versteht, seinen feinen Canadier-Stil, der ihn zum Weltmeister gemacht hat, auf die Kinder zu übertragen. Die Fortschritte sind gigantisch", lobte Vater Dietz. Nächstes großes Ziel der Talente sind die deutschen Schülermeisterschaften in vier Wochen in der Nähe von Hamburg. Die DM-Quali sicherte sich bei den süddeutschen Meisterschaften übrigens, wer in den vorderen 66 Prozent des Teilnehmerfeldes landete.

    Titel Nummer zwölf aus Bad Kreuznacher Sicht ging an KSV-Seniorenfahrer Stefan Senft im Kajak-Einer. Doch nicht nur die Sieger durften mit ihren Leistungen zufrieden sein. Robin Senft war in seinem ersten Jugendjahr als Fünfter bester Nicht-Augsburger. KSV-Kollege Schütze musste sich im Canadier-Einer nur Florian Breuer geschlagen geben, der vor vier Wochen in Australien Junioren-Weltmeister geworden war. Auch dessen Kanukünste durften die vielen Zuschauer an der Strecke bewundern.

    Der Regen am Samstagmorgen tat der Strecke übrigens gut. "Dadurch hatten wir speziell am zweiten Tag eine ordentliche Wasserhöhe und nicht jeder Stein war ein Hindernis", berichtete Steffen Dietz. Am ersten Tag war es bei niedrigerem Wasser noch zur einen oder anderen Kenterung gekommen. Doch die fleißigen Helfer von der DLRG waren stets zur Stelle und halfen den Verunglückten aus dem Wasser.

    Regionalsport extra (E)
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