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    Bad KreuznachKyrylo Sonn begeistert mit seiner WM-Kür

    Steffen Eislöffel reißt die Arme in die Höhe, nachdem Kyrylo Sonn sicher gelandet ist. Auch Sonn freut sich riesig, fällt seinem Trainer um den Hals. In der Finalkür ist dem Trampolinturner des MTV Bad Kreuznach etwas Großes gelungen. Seine Darbietung ist nicht nur atemberaubend, sondern bis auf eine kleine Unsicherheit beim Stand auch nahezu perfekt geglückt. Schon in der ersten Kür hatte der 23-Jährige seine für das Weltmeisterschafts-Halbfinale einstudierte Übung gezeigt, die einen Schwierigkeitsgrad von 16,9 aufweist. Da er in Daytona Beach den Einzug ins Semifinale verpasst hatte, kam nun das Publikum in der Konrad-Frey-Halle in den Genuss der WM-Kür. Sonn: "Vom Gefühl her war die erste Kür etwas durchgegammelt, aber Hauptsache durchgekommen. Bei der zweiten war ich mir sicher, das kann nur besser werden." Und er behielt recht. Zum ersten Mal beim Vergleichswettkampf zwischen dem MTV Bad Kreuznach und dem Nationalteam der Niederlande bewertete das Kampfgericht eine Übung mit mehr als 41 Punkten. Exakt 41,6 Zähler wurden für Sonn notiert, und der 413,4:372,9-Sieg des MTV war besiegelt.

    Gab ihre Premiere vor heimischem Publikum: Jugend-Weltmeisterin Silva Müller. Beim Vergleichskampf gegen die Niederlande zeigte die MTV-Turnerin zwei gute Übungen, ihre Finalkür musste sie abbrechen. Foto: Klaus Castor
    Gab ihre Premiere vor heimischem Publikum: Jugend-Weltmeisterin Silva Müller. Beim Vergleichskampf gegen die Niederlande zeigte die MTV-Turnerin zwei gute Übungen, ihre Finalkür musste sie abbrechen.
    Foto: Klaus Castor

    Von unserer Mitarbeiterin

    Tina Paare

    Eislöffel war sichtlich begeistert von der Leistung seines Schützlings. "Kyry hat das Ganze überstrahlt", freute sich der MTV-Trainer und schob hinterher: "Das tut ihm so gut, das ist Balsam für ihn nach der WM." Eine der Herausforderungen für alle MTVler nach einem anstrengenden Jahr mit Weltmeisterschaft und der Mannschafts-DM vor Wochenfrist war gewesen, die Spannung hochzuhalten und noch mal Höchstleistungen zu bringen. Die knapp 200 Zuschauer, die zum zweiten Vergleichskampf in diesem Jahr gekommen waren, hatten jedenfalls keinen Grund zum Klagen - auch wenn es den einen oder anderen Abbruch gab. Jugend-Weltmeisterin Silva Müller touchierte im Finale beim zweiten Sprung die Umrandung. "Mit der Pflicht war ich super zufrieden. In der ersten Kür habe ich mich so durchgekämpft, der Abbruch in der zweiten war aber schon ärgerlich", bilanzierte die 18-Jährige. Der Zugang aus Cottbus trat erstmals vor dem Bad Kreuznacher Publikum auf und war angetan: "Wenn wir zu Hause einen Wettkampf hatten, waren nie so viele Zuschauer da. Das ist klasse." Wie ihre Teamkameraden auch ist Silva Müller froh, dass das Wettkampfjahr nun beendet ist und sie Zeit zum Runterkommen hat. Und natürlich freut sie sich auf das Weihnachtsfest in ihrer Heimat.

    Der zweite Abbruch in der Finalkür war Fabian Vogel passiert. "Die beiden Abbrüche sehe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Dadurch standen die letzten beiden unter Druck, und das brauchen die Jungs. Da gibt es keinen Unterschied, ob es um einen Vergleichskampf oder um Olympische Spiele geht", erklärte Eislöffel. Sonn und Martin Gromowski hielten dem Druck stand und sicherten sich die Tageshöchstnoten. 109,3 Punkte wurden für Sonn notiert, Gromowski kam auf 108,6 Zähler. Auch wenn sich der Routinier dieses Mal mit Platz zwei begnügen musste, erwies er sich als guter Verlierer. "Ich freue mich super für Kyry und bin froh, dass er diesmal gezeigt hat, was er im Training macht. Ich hoffe, dass er jetzt den Schalter umlegt für internationale Wettkämpfe", sagte Gromowski. Seine eigene Darbietung bezeichnete er als solide:"Klar geht es von der Qualität her besser. Ich war in den Übungen jeweils ein bisschen am Rand, was Punkte kostet." Ein Problem für ihn sowie alle anderen Spitzenturner: die fehlende Deckenhöhe in der Halle. "Da nimmst du von Anfang an eine andere Höhe, und der Rhythmus ist ein anderer. Das hier ist mit angezogener Handbremse", analysierte Gromowski.

    Drittbester Akteur der Gastgeber war Moritz Best, der sein Heimdebüt im MTV-Trikot gab und in der Gesamtwertung Platz sechs belegte (90,6). "Die Höhe ist für mich ungewohnt, deshalb wusste ich nicht, ob die Werte gut waren. Aber die Trainer waren ganz zufrieden", erzählte der 14-Jährige. Die drei anderen MTVler, Silva Müller, Sarah Eckes und Fabian Vogel, leisteten sich jeweils einen Abbruch und mussten sich deshalb in der Einzelwertung mit hinteren Rängen begnügen.

    Doch auch die Gäste aus den Niederlanden blieben nicht fehlerfrei. "Ich bin nicht ganz zufrieden. Es lief nicht so gut wie erhofft. Aber es ist für die Sportler das Ende der Saison. Und so einen Wettkampf mit Publikum und Musik und so sind sie nicht gewohnt. Aber es hat allen sehr viel Spaß gemacht", sagte Sven Mooij, der niederländische Trainer. Er ist übrigens der ehemalige Synchronpartner von Alan Villafuerte, der viele Jahre im MTV-Trikot in der Bundesliga begeistert hatte. Mooij war mit einem jungen Team - seine Turner sind zwischen 14 und 22 Jahre alt - nach Bad Kreuznach gekommen. Seit Dienstag weilte er mit seinen Schützlingen an der Nahe. Nach einem gemeinsamen Besuch des Nikolausmarktes ging es am späten Samstagabend dann nach Hause. "Ich danke dem MTV herzlich für die Einladung. Das hat uns allen gut gefallen. Es wäre schön, so einen freundschaftlichen Wettkampf auch in den Niederlanden zu haben", erklärte Mooij. Sein Team hatte in der Pflicht und den beiden Kürdurchgängen zwar jeweils das Nachsehen, zeigte aber ebenfalls schöne Übungen. Allen voran Jimmy Demmers, der mit 95,70 Punkten der drittbeste Turner war. Auf den Plätzen vier und fünf folgten Bo Bet (94,0) und Roel Teillers (90,9).

    "Ich hoffe, die Zuschauer, die da waren, sind zufrieden und kommen nächstes Mal wieder", sagte Sonn. Der Termin für den nächsten Vergleichskampf steht übrigens schon fest: Am 21. März 2015 erwarten die MTV-Höhenflieger Turner aus Weißrussland. Klar ist aber auch: Die Konrad-Frey-Halle ist für so einen Knaller-Wettkampf zu niedrig, deshalb wird er wohl in der Realschulhalle ausgetragen.

    Regionalsport extra (E)
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