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  • Rheinland-PfalzMit Turbo-Kontaktbörsen zu neuen Geschäftsfeldern

    Speed-Dating kennt man vom Beziehungsmarkt. Hier versuchen Singles möglichst viele potenzielle Partner in möglichst kurzer Zeit zu treffen. Doch diese Turbo-Kontaktbörsen gelten auch in der Wirtschaft als Erfolgsfaktor. Knapp zwei Dutzend rheinland-pfälzische Unternehmer versuchten, in Argentinien und Uruguay Geschäfte anzubahnen. Sie bildeten die Wirtschaftsdelegation im Tross von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Repräsentiert wurde die Gruppe von Wirtschaftsstaatssekretär Andy Becht (FDP).

    Fachkräfte von morgen: Wirtschaftsstaatssekretär Andy Becht (ganz rechts) und Mitglieder seiner Delegation treffen Schüler eines deutsch-argentinischen Berufsbildungszentrums (Instituto Ballester).  Foto: Dietmar Brück
    Fachkräfte von morgen: Wirtschaftsstaatssekretär Andy Becht (ganz rechts) und Mitglieder seiner Delegation treffen Schüler eines deutsch-argentinischen Berufsbildungszentrums (Instituto Ballester).
    Foto: Dietmar Brück

    Mit dabei waren auch einige Unternehmer aus dem eher nördlichen Rheinland-Pfalz wie Frank Eckstein, Geschäftsführer der Firma Eckstein GmbH in Diez, die hochwertige Schlauchsysteme herstellt, oder etwa der Westerwälder Rohstoffhändler Walter Baak. Ingesamt schlossen sich kleine bis mittlere mittelständische Unternehmen der Reise Dreyers an. „Sie können keine eigene Außenhandelsabteilung unterhalten und brauchen die Landesregierung und die Außenhandelskammer als Türöffner“, so Staatssekretär Becht im Gespräch mit unserer Zeitung.

    Für das Wirtschaftsministerium sind solche Delegationsreisen ins Ausland Alltagsgeschäft. Sie finden in hoher Frequenz statt. Das System: Die Unternehmen sagen, wen sie treffen wollen. Die jeweilige Außenhandelskammer macht die Kontakte. Ministerium oder Staatskanzlei bieten einen hochwertigen politischen und repräsentativen Rahmen. Zudem setzen sich die politischen Vertreter wie der Wirtschaftsminister, ein Staatssekretär oder ein hoher Ministerialbeamter für bessere wirtschaftliche Bedingungen in dem entsprechenden Land ein. In Argentinien und Uruguay warben Ministerpräsidentin Dreyer und Staatssekretär Becht in allen Gesprächen für die Vorzüge der dualen Ausbildung. Die rheinland-pfälzischen Unternehmen vor Ort, aber auch diejenigen, die Dependancen gründen oder Partnerschaften eingehen, brauchen allesamt gut ausgebildete, einheimische Fachkräfte.

    Die meisten Firmenchefs waren nach den beiden Kooperationsbörsen (Match-Days) in Buenos Aires und Montevideo zufrieden. Frank Eckstein hatte gleich mehrere potenzielle Partner gefunden, Walter Baak freute sich ebenfalls über Geschäftsaussichten. Ein paar Unternehmer genossen allerdings auch einfach nur die Vorzüge dieser besonderen Reise – der Geschäftsabschluss war Nebensache.

    Schließlich gibt es keine rheinland-pfälzische Wirtschaftsreise ohne so süffige wie fachliche Präsentationen einheimischer Weine. Die Rebensäfte sind beliebte Exportartikel. Um für sie zu werben, war eigens die Deutsche Weinkönigin Lena Endesfelder (Mehring/ Mosel) mit an Bord. Dietmar Brück

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