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    MontabaurDommermuth glaubt an weiteres Wachstum

    Als Bereicherung für Montabaur und die gesamte Region hat Investor Ralph Dommermuth das neue Fashion Outlet Center (FOC) bei der offiziellen Eröffnung bezeichnet. 20 Jahre seien vergangen, seit er zum ersten Mal mit seinem Architekten und besten Freund Gerd Graf über ein solches Einkaufszentrum gesprochen habe.

    Foto: Sascha Ditscher

    Von unserem Redakteur Thorsten Ferdinand

    Nach seinem ersten FOC-Projekt in Zweibrücken wollte Dommermuth gerne auch einen Fabrikverkauf in seiner Heimatstadt realisieren. "Dass es so lange dauert, hätte allerdings niemand gedacht", gestand er bei der Feier.

    Der Internet-Unternehmer und Milliardär ließ es sich nicht nehmen, zur Eröffnung des Einkaufszentrums einige persönliche Worte an die Macher im Hintergrund zu richten. Der Politik und in der Anfangsphase insbesondere Altbürgermeister Paul Possel-Dölken sei es zu verdanken, dass sich der ICE-Park in Montabaur zu dem heute so attraktiven Standort entwickelt habe. Die Zusammenarbeit habe über die Jahre immer gut funktioniert, lobte der Investor.

    Im WZ-Gespräch machte Dommermuth deutlich, wie wichtig der ICE-Bahnhof und die Lage an der A 3 für die Entwicklung des Standorts waren und sind. Heute pendeln die Leute mit dem Zug teilweise schneller von Köln zu ihrer Arbeitsstelle in Montabaur als zu einer S-Bahn-Haltstelle in der Domstadt, erläuterte der Unternehmer. Dank der guten Erreichbarkeit könne er für die Arbeit in seiner Firma auch Fachleute gewinnen, die sonst in einer ländlichen Region nicht zu bekommen wären, so der 51-Jährige. Das FOC sei nun ein weiterer Baustein zur Steigerung der Attraktivität seiner Heimatregion. Er selbst jedenfalls sei gerne in Montabaur zu Hause. "Ich fühle mich hier wohl. Hier gibt es alles, was ich brauche."

    Dem Einzelhandel in der Innenstadt und in den umliegenden Kommunen empfahl der Investor, das FOC als zusätzliches belebendes Element für den ländlichen Raum zu betrachten. Kleine Fachgeschäfte müssten sich in der heutigen Zeit auf beratungsintensive Dienstleistungen konzentrieren, meinte Dommermuth. Bei weniger beratungsintensiven Produkten seien das Internet und große Einkaufszentren im Vorteil.

    Das FOC in Montabaur soll für Dommermuth nicht das Ende der Fahnenstange sein. "Ich wäre ein schlechter Unternehmer, wenn ich sagen würde, das war es jetzt für mich", erklärte er. Der ICE-Park soll nun in Richtung Eschelbach weiter wachsen. Und die Hoffnung auf eine mögliche Vergrößerung des FOC hat der Investor auch noch nicht aufgegeben. In seinem ersten Outletcenter in Zweibrücken habe inzwischen der vierte Bauabschnitt begonnen, sagte Dommermuth im Pressegespräch. Das sei anfangs auch nicht abzusehen gewesen. Derzeit gebe es in Montabaur zwar keine konkreten Pläne zur Erweiterung oder Vergrößerung. Es sind von den Verwaltungsgerichten bislang auch nur 10 000 Quadratmeter Verkaufsfläche als verträglich für die Nachbarkommunen definiert worden. Ob das in Zukunft aber immer so bleibe, könne er im Moment nicht einschätzen, sagte der Investor. "Darüber mache ich mir im Augenblick noch keine Gedanken."

    Ähnlich äußerte sich Dommermuth auch zu den umstrittenen Sonntagsöffnungszeiten. Man habe von dem Antrag auf jährlich zwölf verkaufsoffene Sonntage letztlich abgesehen, weil aus dem Einzelhandel und der Politik massive Widerstände zu erwarten waren, erklärte der Investor. Aber vielleicht fordere die Gastronomie in Montabaur und Umgebung ja sogar irgendwann, dass das FOC häufiger sonntags öffnen müsste, meinte Dommermuth abschließend.

    Ein Schnitt für Montabaur: FOC offiziell eröffnet Als Milliardär der Heimat verbunden geblieben Erfolgreiche erste Tage Das FOC Montabaur ist jetzt auch offiziell eröffnet.
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