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  • Rheinland-PfalzVerkaufsprozess: Neue Bieter werden jetzt geprüft

    Bis zum Ende der Frist im neu aufgelegten Bieterverfahren für den Hunsrück-Flughafen Hahn haben sich mehrere Kaufinteressenten gemeldet. Ihre Einsendungen werden jetzt von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG gesichtet, wie ein Sprecher des rheinland-pfälzischen Innenministeriums in Mainz mitteilte. "Es muss jetzt geprüft werden, wie belastbar das ist", hieß es. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zum Bieterprozess:

    Der Flughafen Hahn im Hunsrück. Archivbild: Werner Dupuis
    Der Flughafen Hahn im Hunsrück. Archivbild: Werner Dupuis

    Wie geht es mit dem Flughafenverkauf weiter?

    Wie in der ersten Runde gibt es auch beim Neustart ein dreistufiges Verfahren. Nach den Interessenbekundungen in der ersten Frist bis zum vergangenen Dienstag können überzeugende Kandidaten bis zum 1. September eine detaillierte Bewerbung einreichen. KPMG nimmt sie dafür unter die Lupe und entscheidet, wer im Internet Einblick in einen Datenraum mit vertraulichen Geschäftszahlen bekommt. In der dritten Phase folgen nach Angaben des Innenministeriums die Verhandlungen mit ausgewählten Interessenten. In der Ausschreibung der EU ist von möglicherweise mehreren Bieterrunden die Rede. Der Verkaufsprozess soll diskriminierungsfrei und transparent ablaufen. Wie viele Monate sich diese letzte Phase in Verantwortung der Landesregierung hinziehen wird, ist offen.

    Muss der Flugbetrieb auf jeden Fall weitergeführt werden?

    Nein, das ist keine Voraussetzung. Die EU-Kommission hat nach Angaben des Innenministeriums nur das höchste Kaufangebot als Kriterium für die Auswahl des Investors zugrunde gelegt. Die Behörde betont, dass Bewertung und Auswahl der Bieter auf Grundlage der vereinbarten Kriterien in der Verantwortung der deutschen Behörden liegen. Der Käufer kann allerdings nur bei Fortführung des Flugbetriebs staatliche Subventionen von bis zu rund 70 Millionen Euro bis 2024 unter bestimmten Bedingungen bekommen. Theoretisch möglich wäre beim Verzicht darauf auch die Umwandlung des Airports in ein Gewerbegebiet oder ein Fabrikverkaufszentrum. Allerdings müssten die betroffenen Kommunen zustimmen.

    Droht am verschuldeten Flughafen eine Insolvenz?

    Darüber wird spekuliert. Hahn-Aufsichtsratschef Salvatore Barbaro schätzt nach eigenen Worten, dass die Liquidität nur noch bis Ende September reicht. Doch der Mainzer SPD-Wissenschaftsstaatssekretär wiegelt ab. Auch wenn Businesspläne von Bietern erst im Herbst vorliegen sollten, könne es schon vorher grünes Licht für eine Zwischenfinanzierung geben. Entscheidend dafür sei eine positive Geschäftsprognose der Wirtschaftsprüfer der Dornbach GmbH für den ehemaligen US-Militärflugplatz. Dann könnte zur Überbrückung ein Gesellschafterdarlehen des Landes Rheinland-Pfalz in Höhe von maximal 34 Millionen Euro fließen.

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