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  • Hochmoselübergang: Die Moselbrücke und der Maulkorb

    Rheinland-Pfalz. Mit der CDU-Forderung, den Chefgeologen Harald Ehses zur Hochmoselbrücke im Ausschuss zu hören, tut sich Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne) schwer. Aber Fraktionsvize Christian Baldauf will wissen, "warum eine neutrale Landesbehörde, die Regierung und Parlament berät, plötzlich nicht mehr reden darf".

    So sieht die Hochmoselbrücke fertig aus.
    So sieht die Hochmoselbrücke fertig aus.
    Foto: dpa

    Von unserem Mitarbeiter Frank Giarra

    Ehses ist jener kritische Chef des Landesamts, der in einem Vermerk an Lemke im August 2013 vor Hangrutschen gewarnt und die Standfestigkeit der Betonpfeiler für die 160 Meter hohe und 1,7 Kilometer lange Hochmoselbrücke angezweifelt hatte. Ehses hatte auch ein neues Gutachten zum Verhalten des Sickerwassers im Hang vehement gefordert. Doch zu Jahresbeginn verdammte ihn das für das Landesamt Geologie und Bergbau zuständige Wirtschaftsministerium zum Schweigen. Ehses darf Anfragen nicht mehr beantworten.

    Die Grüne betont, bei diesem wichtigen Projekt herrsche völlige Transparenz. "Alle Infos sind schon im Internet hochgeladen worden." Ihr Ministerium und das federführende Infrastrukturministerium arbeiteten eng zusammen. Baldaufs Forderung bügelt die Ministerin zunächst mit diesem Hinweis ab: "Wenn ich hier Auskunft erteile, erhalten Sie das von der höchsten Stelle. Damit können Sie doch zufrieden sein."

    Gutachten soll bis Ostern vorliegen

    Erst als der CDU-Politiker beharrlich nachhakt und die Transparenz bezweifelt, gibt Lemke nach. Sie schätze Ehses, seine Forderungen seien umgesetzt. "Er wird sich äußern, wenn das Gutachten vorliegt. Derzeit sehe ich keine Notwendigkeit." Das 70.000 Euro teure Gutachten soll bis Ostern vorliegen. Aus Sicht von Innen-Staatssekretärin Heike Raab (SPD) handelt es sich nur um eine ergänzende Expertise, die "zur weiteren Vertiefung der Erkenntnisse dient". Inzwischen gebe es 180 Bohrungen, teils bis zu 70 Meter Tiefe, und es seien zehn besondere Grundwasser-Messeinheiten installiert. Ferner werde der Hang satellitentechnisch überwacht. Nach den Worten Raabs ist es "allgemeine Überzeugung, dass das Baugrundrisiko beherrschbar ist".

    Die CDU kritisiert, der Brückenbau sei nicht komplett durchdacht. Das Sickerwasser-Gutachten hätte längst vorliegen müssen. Baldauf: "Man sollte erst grübeln und dann dübeln."

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