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    WesterwaldUnglück auf der B49: Brite war wohl auf der falschen Spur

    Noch ist die Ursache des Unfalls, bei dem Ende März zwei Männer im Alter von 70 und 77 Jahren auf der Bundesstraße 49 starben, ein Rätsel. Doch die Ermittlungsbehörden schließen nicht aus, dass der am Unfall beteiligte Brite auf der falschen Spur war. Über die Gründe dafür lässt sich allerdings derzeit nur mutmaßen.

    Zu einem folgenschweren Unfall kam es an einem sonnigen Märztag auf der Bundesstraße 49. Archivbild: Tobias Lui
    Zu einem folgenschweren Unfall kam es an einem sonnigen Märztag auf der Bundesstraße 49. Archivbild: Tobias Lui
    Foto: Tobias Lui

    Deshalb schaltete die Staatsanwaltschaft Koblenz umgehend einen Sachverständigen ein, der klären soll, wie es ausgerechnet an einem geraden Streckenabschnitt in Höhe der Abfahrt Bad Ems zu einem so tragischen Unfall kommen konnte.

    Die Staatsanwaltschaft reagiert auf Anfrage der Westerwälder Zeitung zurückhaltend, weil das endgültige Gutachten des Sachverständigen noch nicht vorliegt. So erklärt Oberstaatsanwalt Rolf Wissen: „Nach dem vorläufigen Stand der Ermittlungen dürfte die Ursache des Unfalls am 31. März möglicherweise darin liegen, dass der 70 Jahre alte Unfallbeteiligte ein britischer Staatsangehöriger ist, der auf der falschen Straßenseite gefahren sein könnte.“

    Zur Erinnerung: Auf der B 49 kam es zwischen Koblenz und Montabaur an einem Freitagnachmittag auf gerader Strecke zu einem Frontalzusammenstoß in Höhe Abfahrt Bad Ems. Das Wetter war trocken und sonnig. Weitere Fahrzeuge waren nicht beteiligt und bisher gibt es wohl auch keine Zeugen für den Unfall. Den Rettungskräften dagegen bot sich ein Bild des Grauens. Beide Autos waren im Frontbereich völlig zusammengequetscht, eines lag auf dem Dach. Wrackteile waren auf der Straße verstreut. Vier Freiwillige Feuerwehren der Region, viele Helfer des Deutschen Roten Kreuzes sowie der Polizei und ein Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Die Bundesstraße war für drei Stunden voll gesperrt.

    Nach Erkenntnissen unserer Zeitung gab es zuletzt im Jahr 1998 einen schweren Unfall zwischen Hillscheid und Vallendar, bei dem ein englischer Autofahrer aus Gewohnheit die falsche Straßenseite nutzte. Damals wurden drei Menschen schwer verletzt, zum Teil trugen sie lebenslange gesundheitliche Schäden davon. Darüber hinaus aber gab es bisher im Westerwald kaum Unfälle dieser Art, sagt Andreas Bode, Pressesprecher der Polizeidirektion Montabaur. Auch sei im aktuellen Fall unklar, ob der Mann, der wohl mit einem in Deutschland angemeldeten Leihwagen unterwegs war, tatsächlich aus Gewohnheit auf die linke Spur geraten war. Denn immerhin sei er bereits rund 15 Kilometer auf der richtigen Straßenseite gefahren. Somit seien andere Gründe wie zum Beispiel gesundheitliche Probleme als Unfallursache nach wie vor nicht auszuschließen.

    Doch ohne ein endgültiges Gutachten sei dies alles nur Spekulation, warnt Bode vor voreiligen Schlüssen. Beunruhigend bleibt indes die Vorstellung, dass vielleicht zwei Menschen gestorben sind, weil die Macht der Gewohnheit das Steuer übernommen hatte.

    Von unserer Redakteurin Susanne Willke

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