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  • Junge Leute halten alte Sprachen lebendig

    Marienstatt. Das Private Gymnasium Marienstatt und die namensgebende Abtei waren jetzt Treffpunkt für die derzeit besten Latein- und Griechischschüler in Rheinland-Pfalz: Denn im Tal der Nister fand die Preisverleihung im 26. Landeswettbewerb „Alte Sprachen/Certamen Rheno-Palatinum“ statt. So versammelten sich junge Leute aus allen Landesteilen im Westerwald. Schul- wie Mönchsgemeinschaft erwiesen sich dabei als würdige Gastgeber. Einige heimische Schüler gestalteten unter Leitung von Pater Jakob Schwinde den Festakt musikalisch mit.

    Auf dem Abteihof in Marienstatt versammelten sich die Preisträger und Laudatoren zum Gruppenfoto.
    Auf dem Abteihof in Marienstatt versammelten sich die Preisträger und Laudatoren zum Gruppenfoto.
    Foto: Röder-Moldenhauer

    Marienstatt - Das Private Gymnasium Marienstatt und die namensgebende Abtei waren jetzt Treffpunkt für die derzeit besten Latein- und Griechischschüler in Rheinland-Pfalz: Denn im Tal der Nister fand die Preisverleihung im 26. Landeswettbewerb „Alte Sprachen/Certamen Rheno-Palatinum“ statt. So versammelten sich junge Leute aus allen Landesteilen im Westerwald. Schul- wie Mönchsgemeinschaft erwiesen sich dabei als würdige Gastgeber. Einige heimische Schüler gestalteten unter Leitung von Pater Jakob Schwinde den Festakt musikalisch mit.

    Die Sieger haben sich aus der großen Zahl von 534 Teilnehmern der ersten und 55 Schülern der zweiten Runde im Sprachenwettbewerb herauskristallisiert. Acht stellen sich nun in der dritten Runde einem Kolloquium an der Universität Mainz. Bei Erfolg winkt ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes. „Das Anforderungsprofil des Wettbewerbs ist sehr hoch. Alle Sieger haben bereits große Leistungen erbracht“, lobte Walter Schumacher, Staatssekretär im Landesbildungsministerium. Während in der ersten Runde jeweils Klausuren anstanden, waren im zweiten Teil Hausarbeiten gefordert. „Es freut mich, dass Latein und Griechisch nach wie vor so hoch im Kurs stehen“, so Schumacher.

    Dass dies auch gut ist, machte Miriam Wendel (Görrres-Gymnasium Koblenz) deutlich, die sich mit dem Herzog-Wolfgang-Preis den ranghöchsten Preis sicherte. In einer bemerkenswerten Rede unterstrich die Schülerin, „dass die Ideen und Gedanken antiker Schriftsteller bis heute Gültigkeit besitzen. Sie sprach damit Staatssekretär Schumacher aus der Seele, der sagte, dass auch heutzutage nicht nur Programmiersprache wichtig sei. „Sondern wir brauchen Menschen, die die Welt als Ganzes verstehen wollen. Die alten Sprachen helfen dabei.“ Neben Miriam Wendel für die dritte Runde qualifiziert sind: Jana Bender (Bischöfliches Cusanus-Gymnasium Koblenz), Martin Hollmann (Görres-Gymnasium Koblenz), Katharina Majer (Stefan-George-Gymnasium Bingen), Mareike Pfeil (Private Hildegardisschule Bingen), Alexander Riegel (Bertha-von-Suttner-Gymnasium Andernach), Yannik Steffens (Privates Johannes-Gymnasium Lahnstein) und Björn Weißenberger (Bischöfliches Willigis-Gymnasium Mainz).

    Welch hohen Stellenwert die alten Sprachen im Marienstatter Gymnasium haben, erläuterte Schulleiter Klemens Schlimm, der zudem allen Beteiligten für die Ausrichtung der wichtigen Preisverleihung dankte. „Griechisch und Latein stehen für unsere Tradition einer christlich-humanistischen Bildung“, erklärte Schlimm. Apropos Humanismus: Dass der womöglich eine neue Hochphase erlebt, prognostizierte Hartmut Loos, Vorsitzender des Altphilologenverbandes im Land. „Es gibt eine Sehnsucht junger Menschen, sich mit zweckfreier Bildung zu beschäftigen. Tragen Sie den Humanismus weiter“, appellierte er an die ausgezeichneten Schüler. Vom Ort der Preisvergabe zeigte sich der in der Pfalz wohnende Hartmut Loos überwältigt.

    Landeswettbewerbsleiter Dr. Hartmut Wilms, der die Verleihung moderierte, freute sich am Ende noch über eine besondere Auszeichnung: Im Namen der Ebernburg-Stiftung konnte er Schülerin Sophia Farnbauer (Rudi-Stephan-Gymnasium Worms) den Althebräisch-Preis überreichen. „Auch das Hebräische hat unsere Kultur und unsere Sprache geprägt. Der Preis erinnert uns daran, dass wir heutzutage wieder besonders wachsam sein müssen gegen alle Wurzeln von Hass und Fremdenfeindlichkeit“, so Wilms.

    Unter den den Gästen in Marienstatt waren auch Vertreter der zahlreichen Sonderpreis-Sponsoren, so beispielsweise der Italienischen Botschaft, die den Preisträgern persönlich gratulierten.

    Die Namen aller Preisträger im Einzelnen:

    Preisträger der ersten Stufe (Klausurarbeiten)/Hauptpreise Latein Jahrgangsstufe 11: erster Preis/Preis der Stadt Mainz Clara Brügner (Gymnasium Theresianum Mainz), zweiter Preis Yannick Steffens (Johannes-Gymnasium Lahnstein), dritter Preis Sabrina Becker (Gymnasium am Römerkastell Alzey).

    In der MSS 12 setzten sich in dieser Kategorie durch: erster Preis/Preis der Stadt Andernach Alexander Riegel (Bertha-von-Suttner-Gymnasium Andernach), zweiter Preis/Preis der Stadt Trier Vanessa Krauß (Gymnasium Birkenfeld), dritter Preis Alexander Keßler (Cusanus-Gymnasium Koblenz). Im Bereich Griechisch/MSS 11 waren erfolgreich: erster Preis/Preis der AZ: Christina Guckelsberger (Stefan-George-Gymnasium Bingen)

    Preisträger der ersten Stufe/Hauptpreise Griechisch Jahrgangsstufe 11: erster Preis/Preis der AZ Christina Guckelsberger (Stefan-George-Gymnasium Bingen), zweiter Preis Lukas Gebhardt (Rabanus-Maurus-Gymnasium Mainz), dritter Preis Daniel Schoepflin (Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium Neustadt/Weinstraße).

    In der MSS 12 setzten sich in dieser Kategorie durch: erster Preis/Preis der Stadt Zweibrücken Katerina Tsohataridou (Gymnasium Theresianum Mainz), zweiter Preis/Preis der Stadt Koblenz Miriam Wendel (Görres-Gymnasium Koblenz), dritter Preis Florian Bergmann (Rabanus-Maurus-Gymnasium Mainz).

    Der Thomas-Morus-Preis für herausragende Leistungen in Griechisch und Latein ging an Simon Felten (MSS 11, Gymnasium Saarburg, Saarburg). Ebenfalls für herausragende Leistungen in beiden alten Sprachen wird der Philipp-Melanchthon-Preis verliehen. Er ging diesmal an Katharina Majer (MSS 12, Stefan-George-Gymnasium Bingen). Den Sonderpreis der Italienischen Botschaft erhielt Theresa Wilkes (MSS 12, Megina-Gymnasium Mayen).

    Die Preisträger der zweiten Stufe (Hausarbeiten): Herzog-Wolfgang-Preis an Miriam Wendel (Görres-Gymnasium Koblenz), Preis des Ministeriums an Yannik Steffens (Johannes-Gymnasium Lahnstein), Paul-Pöstgens-Preis an Björn Weißenberger (Bischöfliches Willigis-Gymnasium Mainz), Preis der Stadt Neustadt an Mareike Pfeil (Hildegardisschule Bingen), Preis der Stadt Bingen an Clara Brügner (Gymnasium Theresianum Mainz), Preis der Stadt Kaiserslautern an Katharina Majer (Stefan-George-Gymnasium Bingen), Preis der Stadt Ludwigshafen und Ulrich-von-Hutten-Preis der Ebernburgstiftung an Martin Hollmann (Görres-Gymnasium Koblenz), Preis der Stadt Neuwied an Mark Kevin Schrolle (Peter-Joerres-Gymnasium Bad Neuenahr-Ahrweiler) und Preis der Stadt Speyer an Laura Visser (Görres-Gymnasium Koblenz).

    Den Althebräisch-Preis der Ebernburg-Stiftung erhielt Sophia Farnbauer (Rudi-Stephan-Gymnasium Worms).

    Von unserer Redakteurin Nadja Hoffmann-Heidrich

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