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    NentershausenFalschmeldung auf Facebook: Kein Strafverfahren gegen Verfasser

    Eine Falschmeldung auf Facebook, derzufolge „eine Frau in Nentershausen von drei Neubürgern überfallen, mit dem Messer bedroht und ausgeraubt worden sein“ hatte Anfang des Jahres im Westerwald für Aufregung. Nun steht fest: Gegen den Verfasser wird kein Strafverfahren eingeleitet.

    Facebook
    Foto: dpa

    Anfang Januar hatte eine Meldung im sozialen Netzwerk Facebook für Aufregung in Nentershausen und Umgebung gesorgt. Unter der Überschrift „Köln ist überall!“ hatte seinerzeit ein Nutzer aus der Verbandsgemeinde Montabaur unter anderem berichtet, dass eine Frau in der Westerwaldgemeinde „von drei ‚Neubürgern‘ überfallen, mit dem Messer bedroht und ausgeraubt“ worden sei. Eine Falschmeldung, wie sich damals schnell herausstellte.

    Der Verfasser löschte die Meldung einige Tage später zwar aus dem Netzwerk und veröffentlichte eine Richtigstellung, er wurde jedoch trotzdem bei der Polizei in Montabaur vorgeladen. Dort musste er sich für seine ursprünglichen Zeilen rechtfertigen. Zudem stand ein mögliches Strafverfahren im Raum. Von diesem sieht die zuständige Staatsanwaltschaft Koblenz nun allerdings ab, wie Oberstaatsanwalt Rolf Wissen als Sprecher der Behörde auf Anfrage dieser Zeitung mitteilte.

    „Nach Prüfung der Sach- und Rechtslage wurde davon abgesehen, gegen den Verfasser des Facebook-Eintrags ein  Ermittlungsverfahren einzuleiten. Insbesondere besteht kein Anfangsverdacht wegen eines Vergehens des Vortäuschens einer Straftat gemäß § 145d StGB“, erklärt Wissen. Eine Straftat setze nach diesem Paragraphen unter anderem voraus, dass die rechtswidrige Tat gegenüber der Polizei vorgetäuscht wurde. Das sei nach Angaben des Behördensprechers im vermeintlichen Fall von Nentershausen aber nicht der Fall.

    „Öffentliches Behaupten genügt nur dann, wenn der Täter billigend damit rechnet, dass seine Täuschungshandlung mittelbar einer Behörde bekannt wird. Hierfür fehlt jeglicher Anhaltspunkt. Insoweit hat der Verfasser unwiderlegbar angegeben, der angebliche Überfall sei ihm von einer Bekannten berichtet worden“, so Wissen weiter. Offenbar habe der Mann aus dem Westerwald etwas „falsch aufgeschnappt“ und im Anschluss ungeprüft auf Facebook veröffentlicht. aeg

    Aufregung um falsche Facebook-Meldung
    Montabaur Hachenburg
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