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    MontabaurAls die Reformation über den Westerwald kam: Historischer Roman erzählt aus der Zeit Martin Luthers

    In der Montabaurer Buchhandlung Erlesenes ist jetzt bei der Premierenlesung der neue historische Kriminalroman „Schatten über Montabaur“ vorgestellt worden. Die beiden Autoren Dr. Hermann Josef Roth und Carsten Gerz vermittelten den aufmerksam lauschenden Zuhörern einen Eindruck davon, welche zwiespältigen Gefühle sich im Schatten der Reformation regten. Anja Müller von der Buchhandlung Erlesenes stellte die Autoren vor und fragte nach den geschichtlichen Hintergründen der beiden Erzählungen.

    Anja Müller von der Buchhandlung Erlesens stellt den Zuhörern Dr. Hermann Josef Roth und Carsten Gerz (von links) vor. Die Autoren geben bei der Lesung Einblicke in den Kriminalroman „Schatten über Montabaur“. Foto: Metternich
    Anja Müller von der Buchhandlung Erlesens stellt den Zuhörern Dr. Hermann Josef Roth und Carsten Gerz (von links) vor. Die Autoren geben bei der Lesung Einblicke in den Kriminalroman „Schatten über Montabaur“.
    Foto: Metternich

    Gerz hat in die Mitte seiner ansonsten fiktiven Handlung die Figur des Simon Reichwein gestellt. Der bedeutende Humanist stammte aus Montabaur und war eine wichtige Stimme im Zuge der sich anbahnenden Reformation. Diese kam ja nicht plötzlich. Zur Überraschung mancher Hörer konnte Hermann Josef Roth Zitate aus Zisterzienser-Klöstern vortragen, die lange bevor Luther zu wirken begann, bereits „evangelisch“ beteten. Die bange Frage, ob man den Eintritt in den Himmel sozusagen kaufen könne, etwa durch Kasteiung und Wohltätigkeit, trieb auch im Westerwald viele um. Eingekleidet in spannende Rahmenhandlungen erzählt Roth so getreu wie möglich, was damals tatsächlich geschah.

    „Das Weltbild bekommt Risse. In Montabaur und Hachenburg, Marienstatt und Westerburg finden neue Ideen Eingang. Landesherren mischen sich in kirchliche Angelegenheiten. Mönche stellen die alte Ordnung in Frage, Kaufleute und Handwerker taktieren listig zwischen den Fronten. Unzählige Landesgrenzen begünstigen Schieber und Schmuggler. Im Wirrwarr der Zuständigkeiten wird Selbstmord verschleiert, bleibt Mord ungesühnt. Die einen sehen das Ende nahe. Andere bauen auf Reform.“ Eine verschlüsselte Inschrift aus jener Epoche im Kloster Marienstatt treibt den Erzähler aus Montabaur um: Jetzt endlich kann er sie entschlüsseln, weil er aufdeckt, was vor 450 Jahren im Kloster geschehen ist. Die Ereignisse in seiner Heimstadt überlässt er dagegen dem Erzähltalent des jungen Nachwuchsautors Carsten Gerz.

    Von unserem Mitarbeiter Hans-Peter Metternich

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