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    Kreis NeuwiedWiederauferstehung der Mittelstandsunion der CDU: Vorstand gewählt

    Die Wirtschafts- und Mittelstandsunion der CDU (MIT) im Kreis Neuwied war in den vergangenen Jahren in der Versenkung verschwunden. Jetzt meldet sie sich wieder zurück.

    Die Mittelstandsunion der CDU im Kreis Neuwied hat im Food Hotel Neuwied einen neuen Vorstand gewählt. Foto: Ralf Grün
    Die Mittelstandsunion der CDU im Kreis Neuwied hat im Food Hotel Neuwied einen neuen Vorstand gewählt.
    Foto: Ralf Grün

    Von unserem Redakteur Ralf Grün

    Vorbei die Zeiten, in denen zu Mitgliederversammlungen bis zu 150 Personen erschienen, als die MIT ihren Einfluss mit Nachdruck in der aktuellen Politik geltend machte. Doch jetzt haben sich wackere Unionsmitglieder um den einstigen Vorsitzenden Wolfgang Reeder aus Unkel auf den Weg gemacht, der MIT im Kreis wieder Leben einzuhauchen. Ihr Ziel lautet: Den Bürgern deutlich machen, dass die CDU in der Wirtschaft immer noch eine ihrer wichtigsten Kernkompetenzen sieht.

    13 Personen hatten sich im Neuwieder Food-Hotel eingefunden, um den Kreisverband wiederzubeleben und bei dieser Gelegenheit einen der Satzung entsprechenden neuen Vorstand zu wählen. Der zuletzt aktive Vorstand unter dem Vorsitz von Wolfgang Reeder besaß kein gültiges Mandat mehr. Reeder: „Dafür haben zu lange keine Wahlen stattgefunden.“ Weil sich unter den Anwesenden auch der Bezirksvorsitzende und die Kreisvorsitzenden aus Koblenz und dem Kreis Ahrweiler befanden, waren letztlich ganze acht stimmberechtigte MIT-Mitglieder aus dem Kreis Neuwied der Einladung gefolgt. Das hielt diese keineswegs davon ab, neun Personen in den neuen Vorstand zu berufen. Das Gremium setzt sich nach jeweils einstimmigen Wahlentscheidungen wie folgt zusammen: Alter und neuer Vorsitzender ist Wolfgang Reeder. Zum Stellvertreter wählten die Mitglieder in Abwesenheit den CDU-Ortsvorsteher von Heimbach-Weis, Michael Kahn. Der Vorstand zählt zudem sieben Beisitzer, wobei Günter Rode als geschäftsführendes Mitglied dabei ist. Die übrigen Beisitzer sind: Martin Buchholz, der Neuwieder CDU-Fraktionschef Martin Hahn, Michael Klappert, Octavian-Constantin Oana, Simon Solbach und Thomas Zick. Allesamt wurden sie offiziell erst im zweiten Wahlgang bestätigt, weil die Frauenquote – für einen Kreisverband maßgebend – nicht erfüllt werden konnte.

    Der frisch gewählte Vorstand hat sich bereits einiges vorgenommen. Künftig solle verstärkt „thematisch orientiert“ gearbeitet werden, „weil viele Wähler das Vertrauen in die CDU in wirtschaftlichen Führungsfragen verloren haben“. Die MIT repräsentiere den Grundsatz des ehrbaren Kaufmanns und wolle ihrem Ruf als „Wirtschaftsflügel der CDU“ gerecht werden. Die Zusammenarbeit mit der kommunalpolitischen Vereinigung steht ebenfalls auf der Agenda. Und wie Wolfgang Reeder wissen ließ, sind Gespräche mit Unternehmen wie der Wirtgen Group und Skylotec geplant. Die stünden stellvertretend für die Chancen, die sich der heimischen Wirtschaft nach wie vor bieten würden. Stichwort Wirtschaft 4.0. Zudem gehe es darum zu promoten, ganz nach dem Motto: Seht her, was im Kreis alles möglich ist. Bei APA in Neuwied haben MIT-Mitglieder bereits ihre Visitenkarte abgegeben. Schließlich gelte es, einen Nenner mit der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft zu finden. „Denn beide symbolisieren ja den Volksparteicharakter der CDU“, sagte Reeder.

    Martin Hahn kritisierte in der „Wiederbelebungsversammlung“, dass die CSU sich in der Flüchtlingsdebatte als AfD-Wahlhelfer hervortue. „Wenn wir da nicht bald eine gemeinsame Linie zu den Menschen transportieren, weiß ich nicht, wie das über Bayern hinaus weitergeht.“ Im Kreis wolle man die MIT-Arbeit wiederbeleben, um neben Wirtschaftskompetenz den Menschen das Gefühl zu geben, „dass ihrer Sorgen unsere sind“.

    Kommentar von Ralf Grün

    Begeisterung muss her

    Der bundesweite Wahlerfolg der AfD scheint in gewisser Weise seine heilende Wirkung zu entfalten. Zumindest gilt das mit Blick auf die CDU im Kreis Neuwied. Während sich die Union im Bund an der Flüchtlingsfrage entzweit, haben die Christdemokraten an der Neuwieder Basis offenbar die Zeichen der Zeit erkannt. Sie wollen jedenfalls das Feld nicht länger der Alternative für Deutschland überlassen und sich auf das besinnen, was die CDU als Volkspartei über Jahrzehnte ausgemacht hat: christlich-demokratische Politik, basierend auf Wirtschaftskompetenz. Das ist überfällig und zugleich beispielgebend. So gesehen ist die Wiederbelebung der Mittelstandsunion sicher ein gutes Zeichen. Der Auftakt geriet allerdings etwas mickrig. Wenn jetzt keine Begeisterung geweckt werden kann, bleibt nur ein Strohfeuer.

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