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  • Wied: Die Umgestaltung des Wehrs rückt immer näher

    Altwied. Es geht darum, die Durchgängigkeit für Fische zu erhalten, neuen Lebensraum zu schaffen und gleichzeitig etwas zur Verschönerung des Ortsbildes beizutragen: Bei seiner jüngsten Sitzung konnte der Ortsbeirat Altwied rund um Ortsvorsteherin Liane Herbst Gerhard Schlösser von der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, Regionalstelle Montbaur, begrüßen, der die Anwesenden über die Umgestaltung des kleinen Wehrs in Altwied informierte.

    Foto: Jörg Niebergall

    "Wir freuen uns sehr, dass wir heute über die Wiederherstellung der Durchgängigkeit an der Wied im Bereich der Stützwelle sprechen können", begrüßte Herbst die Gäste der Beiratssitzung. Sie betonte damit sogleich den wichtigsten Punkt der Umbaumaßnahme: Das Schaffen einer Durchgängigkeit für Fische und wirbellose Lebewesen.

    "Die EU-Wasserrahmenrichtlinien schreiben bei den Gewässern einen bestimmten ökologischen und chemischen Zustand vor, und den gilt es an die Wied durch die Baumaßnahme zu verbessern", erklärte Schlösser, der neben einer Verbesserung der Durchgängigkeit auch eine Aufwertung der Gewässerstrukturen im Blick hat. "Wir haben bereits im Jahr 2003 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben", berichtete Schlösser, und diese habe drei Alternativen aufgezeigt. So habe man sich zwischen einem komplett Abriss, dem Bau einer Teilrampe und einer Vollumgestaltung entscheiden müssen. "Wir haben letztendlich die dritte Variante gewählt", sagte Schlösser.

    Konkret soll bei dieser Baumaßnahme eine Sohlengleite mit integrierter Niedrigwasserrinne angelegt werden. Dabei werden mehrere Becken hintereinandergeschaltet, um Wasserpolster zu schaffen. Dies erleichtere den Fischen den Auf- und Abstieg.

    Die anwesenden Bürger und die Mitglieder des Ortsbeirates zeigten sich interessiert an der geplanten Baumaßnahme, die von einem Fachunternehmen durchgeführt werden soll, das im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung ermittelt wird. Dennoch regte sich auch Besorgnis. So wurden unter anderem Bedenken in Sachen Verschlammung und im Hinblick auf einen schwankenden Wasserspiegel geäußert. "Wir haben diese Probleme im Blick", betonte Schlösser. Auch die Frage nach einer späteren Wartung und Instandhaltung konnte beantwortet werden: "Dafür ist der Gewässerunterhaltspflichtige, also die Kreisverwaltung zuständig, die allerdings auch von uns unterstützt wird", erklärte Schlösser. Verlaufen die Planungen weiterhin erfolgreich, soll bereits im kommenden Jahr die Umgestaltung durchgeführt werden. Da allerdings sowohl der Fischaufstieg, als auch der Vogelschutz zu beachten sei, wäre laut Schlösser eine Umgestaltung im Spätsommer ideal.

    Von unserer Mitarbeitern Regine Siedlaczek

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