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    Rengsdorf/DatzerothVerkehrschaos in Rengsdorf: Riesenstau auf der B 256 durch neue Baustellen

    Pünktlich zum Ferienbeginn ist gestern das große Verkehrschaos ausgebrochen – allerdings nicht auf den Autobahnen, sondern auf den Straßen in den Verbandsgemeinden Waldbreitbach und Rengsdorf. Der Grund: Gleich zwei Baustellen wurden zeitgleich eröffnet.

    Rengsdorf/Datzeroth - Pünktlich zum Ferienbeginn ist gestern das große Verkehrschaos ausgebrochen – allerdings nicht auf den Autobahnen, sondern auf den Straßen in den Verbandsgemeinden Waldbreitbach und Rengsdorf. Der Grund: Gleich zwei Baustellen wurden zeitgleich eröffnet.

     Von unseren Redakteuren Ralf Grün und Ulf Steffenfauseweh

    Die Landesstraße 255 ist gesperrt, weil dort ein Radweg gebaut werden soll. Wenn die Menschen aus dem Wiedtal nach Neuwied wollen, nehmen sie dann die ohnehin viel befahrene Bundesstraße 256 durch Rengsdorf als Ausweichstrecke. Doch dort wartet gleich das nächste Hindernis auf sie: An der Brücke, die (noch) das Ende der Ausbaustrecke darstellt, müssen die Kappen (= Bordstein, Untergrund für die Leitplanken und Geländer sowie Notfußweg) ausgebessert werden. Daher müssen eine Fahrspur gesperrt und der Verkehr mittels Ampel geregelt werden. Die Folge gestern: In den Stoßzeiten bildeten sich fast endlose Staus. Mehrere Fahrer berichteten der RZ sauer über Wartezeiten von bis zu einer Stunde.

    Axel Eriksohn, Leiter der Fachgruppe Projektmanagement beim Landesbetrieb Mobilität, bedauert die „blöde Situation“ im Gespräch mit der RZ ausdrücklich. „Ich kann verstehen, dass die Leute stinkig sind“, gibt er zu. Allerdings komme man nicht um die Maßnahmen herum. Über die Gleichzeitigkeit habe man vorher gesprochen, aber keine bessere Lösung gefunden.

    Zum einen nutzt man laut Eriksohn den geringeren Verkehr in den Ferien für die Rengsdorfer Baustelle aus. Dies gleicht das zusätzliche Aufkommen aus dem Wiedtal aus, sodass derzeit der Verkehr dem eines normalen Werktages entspricht, meint er.

    Vor allem aber sei die Maßnahme an der Brücke unausweichlich. „Wir müssen es unbedingt sofort machen lassen, weil sonst massive Folgeschäden zu befürchten sind“, betont Eriksohn. Außerdem laufe die Gewährleistungspflicht der Baufirma in einigen Wochen ab.

    Doch wie kann es überhaupt sein, dass an einer nicht einmal fünf Jahre alten Brücke jetzt schon solche Schäden auftreten? Der Zement ist schuld: Das hätten die Erfahrungen der vergangenen ein bis zwei Jahre gezeigt. „Dieses Problem haben wir nicht nur in Rengsdorf, sondern an einigen Brücken, weshalb wir die Vorschriften in Kürze anpassen und diese Zementsorte nicht mehr zulassen werden“, sagt er.

    Zurück zum Verkehr: Da kann Eriksohn den Autofahrern aus dem Wiedtal nur raten, den Weg über Bad Hönningen zu wählen, auch wenn dieser deutlich länger ist. Er hat aber auch die Hoffnung, dass in Rengsdorf nicht erneut ein solches Chaos wie am Montag ausbrechen wird. Denn da hätten zwei Unfälle – vormittags auf der B 256 zwischen Straßenhaus und Bonefeld und nachmittags auf der A 3 (die RZ berichtete) – die Situation noch verschärft.

    Außerdem hätten sich Vertreter von Verkehrsbehörden, Polizei und Kreisverwaltung noch am Montag an der Baustelle getroffen und beschlossen, dass die Ampelstrecke um 50 auf 200 Meter verkürzt wird. Auch die Schaltung soll an den Berufsverkehr angepasst werden. Sprich: Morgens ist es künftig länger in Richtung Neuwied grün, am frühen Abend andersherum.

    Zudem sei ein zusätzliches Ärgernis für die Autofahrer aus der Welt geschafft: „Die Firma hat am Montag die Planken aufgebaut und sich dann verabschiedet“, gibt Eriksohn zu und betont: „Wir haben sie zurechtgewiesen. Jetzt sind sie mit Hochdruck dran.“

    Unterdessen laufen die Arbeiten entlang der L 255 zwischen dem Dernbach kurz hinter Datzeroth und der Laubachsmühle an. Die Landestraße ist wie angekündigt seit Montag komplett gesperrt. Vermesser waren bereits zu beobachten. Gestern haben Bauleute mit schwerem Gerät angefangen, Teile der Fahrbahndecke aufzunehmen.

    Unterdessen machen immer mehr Datzerother ihrem Unmut Luft. In Leserbriefen an die Redaktion weisen sie auf ihre Situation am Ende einer Sackgasse hin. Vor allem der fehlende Anschluss an den Busverkehr – die nächste Haltestelle befindet sich knapp vier Kilometer entfernt in Niederbreitbach – ärgert sie ungemein. Dieses Problem stelle sich derzeit vor allem für ältere Bürger, die auf den Bus angewiesen sind. Wenn die L 255 im kommenden Jahr, wie vom Landesbetrieb Mobilität angekündigt, sechs Monate gesperrt ist, wird auch die Schülerbeförderung betroffen sein, klagen die Einwohner.

    Inzwischen hat sich nach RZ-Informationen bereits eine Bürgerinitiative gebildet, die die Interessen der Datzerother vertreten will. Die RZ trifft sich in Kürze mit Vertretern der BI, um sich ein konkretes Bild von den Bedenken hinsichtlich der Straßensperrung zu machen. Ein Bericht darüber folgt in den nächsten Tagen.

     

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